Seht unsere Laterne | Text und Noten

Viele Kinder mit bunten, leuchtenden Laternen ziehen abends in einer langen Reihe durch die Straßen, festlich-fröhliche Szene im Bilderbuchstil.

Wenn die Dämmerung sanft über die Dächer zieht und die kühle Herbstluft deine Wangen küsst, beginnt ein zauberhaftes Schauspiel. Kleine Flammen tanzen in bunten Papierlaternen, die von Kinderhänden liebevoll getragen werden. In diesen stillen Momenten, wenn die Welt in warmem Licht erstrahlt, spürst du die Magie der Gemeinschaft. Die Laternen, sie erzählen Geschichten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden – von mutigen Rittern und leuchtenden Sternen.

Das Lied „Seht unsere Laterne“ fängt diesen Zauber ein, es ist ein Klangteppich aus Freude und Erinnerung. Die Melodie trägt die Stimmen der Kinder wie ein sanfter Wind, der über Felder streicht. Die Worte malen Bilder von strahlenden Lichtern, die die Dunkelheit durchdringen und Herzen miteinander verbinden. In diesem Lied liegt die Essenz des Kindseins, wenn die Welt noch voller Wunder ist und jedes Licht ein Versprechen auf morgen. Lass dich von diesem Klang umhüllen – ein funkelndes Band der Verbundenheit, das die Nacht erhellt.

historischer Hintergrund

„Seht unsere Laterne“ gehört zu den traditionellen Martinsliedern, die im deutschsprachigen Raum eine lange mündliche Überlieferungstradition genießen. Ursprünglich in der dunklen Jahreszeit gesungen, begleitet es den Laternenumzug am Martinstag, einem Fest zu Ehren des heiligen Martin von Tours. Die schlichte, eingängige Melodie und der lebendige Text laden Kinder und Erwachsene gleichermaßen zum Mitsingen ein.

Über die Jahre hinweg hat sich das Lied in verschiedenen Regionen in leicht unterschiedlichen Varianten erhalten, wobei der Kern stets unverändert blieb. Diese Vielfalt spiegelt die reiche kulturelle Tradition wider, die mit dem Lied verbunden ist. Die Lieder des Martinstages, darunter „Seht unsere Laterne“, sind nicht nur musikalische Begleiter, sondern auch Träger von Werten wie Gemeinschaft und Teilen.

Besonders bemerkenswert ist die Art und Weise, wie das Lied in Familien und Schulen von Generation zu Generation weitergegeben wird. Diese lebendige Tradition sorgt dafür, dass das Lied nicht nur ein musikalisches, sondern auch ein kulturelles Erbe bleibt, das die Menschen im Geiste des heiligen Martin zusammenbringt.

Noten und Liedtext

Melodie abspielen
  1. Seht unsere Laterne!
    Sie leuchtet nah und ferne,
    und strahlt mit hellem Schein
    weit in die Nacht hinein.
  2. Die meine, die ist rot,
    die deine, die ist blau
    und die dahinten bunt
    und alle kugelrund.
  3. Die eine ist ein Mond,
    die and’re eine Sonn‘
    und diese dort ein Stern,
    die hab ich gar zu gern.
  1. Wir zieh’n in langen Reih’n
    bei dem Laternenschein,
    die Straßen hin und her,
    und freu’n uns alle sehr.
  2. Seht unsere Laterne!
    Sie leuchtet nah und ferne,
    und ist das Lichtlein aus,
    dann gehen wir nach Haus.

Text und Melodie: mündlich überliefert

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Textinterpretation

Seht unsere Laterne, ein Symbol des Lichts, das durch die Dunkelheit bricht, gleich einer kindlichen Hoffnung, die die Nacht erhellt. Der Schein der Laterne erstreckt sich weit und erfüllt die Herzen mit einem warmen Leuchten, das die Magie der Kindheit widerspiegelt. Im Lichtermeer eines Martinsumzugs wird die Dunkelheit zum Schauplatz von Geschichten und Erinnerungen, die uns daran erinnern, dass selbst in den finstersten Zeiten ein Licht der Gemeinschaft und Zuversicht leuchten kann.

Der Umzug mit der Laterne ist mehr als ein bloßes Ritual; er ist ein Fest der Verbundenheit und des Miteinanders. In der heutigen Welt, die oft von Hektik und Isolation geprägt ist, erinnert uns das Lied daran, die kleinen Augenblicke der Nähe und des gemeinsamen Erlebens zu schätzen. Die Laterne wird so zum Sinnbild der Hoffnung und des Lichts, das wir in uns tragen und mit anderen teilen können, um die Dunkelheit zu vertreiben.

Für den Leser mag das Lied ein Gefühl von Nostalgie und Geborgenheit heraufbeschwören, als die Welt noch in einem einfacheren Licht erstrahlte. Es lädt dazu ein, innezuhalten und die Schönheit der Gemeinschaft zu erkennen, in der jeder Einzelne, so klein er auch sein mag, zum Strahlen des Ganzen beiträgt. So wird die Laterne zur Metapher für das Leuchten unserer eigenen inneren Flamme, die wir, wie damals als Kinder, mutig in die Nacht hinaus tragen.

Hörbeispiele

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