Komm, lieber Mai, und mache | Text und Noten

Ein Kind steht am Bachufer und schaut auf blühende Veilchen, umgeben von grünenden Bäumen und frischen Frühlingsblumen, illustriert im klassischen Kinderbuchstil.

Ein sanfter Windhauch streift über das Land und flüstert von längst vergangener Zeit. Du spürst eine leise Sehnsucht in deinem Herzen, die dich an Tage erinnert, an denen die Welt in zartem Grün erstrahlt und dich mit ihrem Duft betört. „Komm, lieber Mai, und mache“ ertönt als ein zarter Ruf, der die kalten Tage vertreibt und die Hoffnung auf ein neues Erwachen in dir entfacht.

Die Melodie schwingt durch die Luft wie ein fröhlicher Tanz der Natur, der das Grau des Winters mit bunten Farben vertreibt. Du siehst vor deinem inneren Auge die Veilchen am Bachufer blühen, als wären sie kleine Boten der Freude, die den Frühling verkünden. Dieses Lied, ein Klassiker der Volkslieder, verbindet dich mit der Erde, mit Erinnerungen an unbeschwerte Kindheitstage, als es nur das Jetzt gab, erfüllt von Wärme und Licht.

Es ist die Magie der einfachen Worte und der tiefen Melodien, die dich umhüllt und ein Lächeln auf dein Gesicht zaubert, während du den Frühling in seiner ganzen Pracht erwartest. Ein vertrauter Begleiter, der die Seele streichelt und die Herzen für die Wunder der Natur öffnet.

historischer Hintergrund

„Komm, lieber Mai, und mache“ ist ein bezauberndes Volkslied, das die Sehnsucht nach dem Frühling thematisiert. Der Text stammt aus der Feder von Christian Adolf Overbeck, einem deutschen Juristen und Dichter, der zwischen 1755 und 1821 lebte. Diese poetischen Zeilen wurden von Wolfgang Amadeus Mozart vertont, dessen unsterbliche Melodie das Werk in die Herzen vieler Menschen getragen hat.

Ursprünglich wurde das Lied als Teil der Sammlung „Sechs Lieder für das Klavier“ veröffentlicht, die Mozart 1791 komponierte. Als Volkslied hat es sich schnell verbreitet und ist noch heute ein fester Bestandteil des deutschen Liedguts. Die eingängige Melodie und der optimistische Text machen es besonders bei Kindern beliebt und sorgen dafür, dass es in Schulen und Kindergärten gerne gesungen wird.

Im Laufe der Zeit haben sich zahlreiche Varianten entwickelt, wobei der ursprüngliche Charme stets erhalten blieb. „Komm, lieber Mai, und mache“ ist ein eindrucksvolles Beispiel für die harmonische Verbindung von Poesie und Musik, die Generationen überdauert und immer wieder aufs Neue begeistert.

Noten und Liedtext

Melodie abspielen
  1. Komm, lieber Mai, und mache die Bäume wieder grün;
    und lass mir an dem Bache die kleinen Veilchen blüh’n.
    Wie möcht ich doch so gerne ein Veilchen wieder seh’n!
    Ach, lieber Mai, wie gerne einmal spazieren geh’n!
  2. Zwar Wintertage haben wohl auch der Freuden viel:
    man kann im Schnee eins traben und treibt manch Abendspiel,
    baut Häuserchen von Karten, spielt Blindekuh und Pfand,
    auch gibt’s wohl Schlittenfahrten auf’s liebe freie Land.
  3. Doch wenn die Vöglein singen, und wir dann froh und flink
    auf grünen Rasen springen, das ist ein ander Ding!
    Jetzt muss mein Steckenpferdchen dort in dem Winkel steh’n,
    denn draußen in dem Gärtchen kann man vor Kot nicht geh’n.
  1. Am meisten aber dauert mich Lottchens Herzeleid.
    Das arme Mädchen lauert recht auf die Blumenzeit.
    Umsonst hol‘ ich ihr Spielchen zum Zeitvertreib herbei:
    Sie sitzt in ihrem Stühlchen wie’s Hühnchen auf dem Ei.
  2. Ach, wenn’s doch erst gelinder und grüner draußen wär!
    Komm, lieber Mai, wir Kinder, wir bitten gar zu sehr!
    O komm und bring‘ vor allem uns viele Veilchen mit,
    bring‘ auch viel Nachtigallen und schöne Kuckucks mit.

Text: Christian Adolf Overbeck (1755-1821)
Melodie: Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

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Textinterpretation

In „Komm, lieber Mai, und mache“ wird die verzückende Sehnsucht nach dem Frühling fühlbar, wenn der Mai als ersehnter Bote der Erneuerung herbeigerufen wird. Die Natur erwacht, und Bäume kleiden sich wieder in frisches Grün, während Veilchen zart am Bachrand erblühen. Diese bildgewaltige Einladung an den Frühling spiegelt die ungeduldige Erwartung eines Neubeginns wider, den der Mai mit sich bringt. Der Leser spürt die Vorfreude auf wärmere Tage, die Leichtigkeit und das Aufleben der Natur.

Das Lied, ein Volkslied-Klassiker, weckt nostalgische Gefühle und verbindet uns mit dem Kreislauf der Jahreszeiten. In einer Zeit, in der die Menschen oft von Technologie und Stress umgeben sind, erinnert der Text an die einfachen Freuden des Lebens. Die Sehnsucht nach dem Frühling könnte heute als Wunsch nach Entschleunigung verstanden werden, als Streben nach Harmonie mit der Natur. Der Leser mag sich nach einer Pause sehnen, einem Moment der Ruhe und des Neubeginns, den der Mai verspricht.

„Komm, lieber Mai“ ist ein poetisches Flehen, das die Hoffnung auf blühende Landschaften und die Freude an der wiederkehrenden Natur weckt. Es ist ein Lied, das in der Gemeinschaft gesungen, die Vorfreude auf das gemeinsame Erleben der Natur verstärkt. Der Leser kann darin die Einladung erkennen, die Schönheit der Welt bewusst wahrzunehmen und die kleinen Wunder des Lebens zu schätzen. Eine Erinnerung daran, dass nach jedem Winter ein Frühling folgt, voller Hoffnung und neuer Möglichkeiten.

Hörbeispiele

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Gitarre – Noten und Tabs

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