Kommt und lasst uns Christum ehren | Text und Noten

Weihnachtliche Krippenszene mit Maria, Josef und dem Jesuskind im Stall, umgeben von Engeln, singenden Kindern und einem Lamm unter einem klaren Sternenhimmel – liebevoll im klassischen Kinderbuchstil illustriert.

In der stillen, verschneiten Nacht, während der Mond sein silbernes Licht über die Dächer der alten Stadt gießt, erhebt sich ein vertrauter Klang aus der Ferne. Die Kirchenglocken läuten sanft, als würden sie die Herzen der Menschen umarmen und sie in die warme Umarmung der Weihnachtszeit einladen. In der kühlen Luft liegt ein Hauch von Zimt und Kerzenwachs, der Erinnerungen an vergangene Feste wachruft.

In der kleinen barocken Kirche, geschmückt mit Tannengrün und funkelnden Lichtern, versammeln sich die Menschen. Ihre Stimmen vereinen sich zu einem ehrfürchtigen Chor, der die ehrwürdigen Mauern mit Leben füllt. „Kommt und lasst uns Christum ehren“, erklingt es im Einklang. Jede Note dieses festlichen Liedes ist wie ein funkelnder Stern am nächtlichen Himmel, der die Dunkelheit durchdringt und die Seele mit Freude erfüllt.

Der Gesang ist nicht nur Melodie; er ist ein lebendiger Ausdruck von Dankbarkeit und Hoffnung. In diesen Augenblicken scheint die Zeit stillzustehen, und ein Gefühl von Frieden und Verbundenheit durchdringt alles. Es ist dieser feierliche Zauber, der das Lied so besonders macht und die Weihnachtsbotschaft in die Herzen trägt.

historischer Hintergrund

Das Weihnachtslied „Kommt und lasst uns Christum ehren“ entspringt der Feder des berühmten deutschen Kirchenlieddichters Paul Gerhardt (1607–1676). Seine bewegenden Texte sind tief im protestantischen Liedgut verwurzelt und haben Generationen von Gläubigen inspiriert. Die Melodie, die Gerhardts Worte trägt, ist nicht minder bedeutend. Sie basiert auf dem mittelalterlichen Kirchenlied „Quem pastores laudavere“, das aus dem 15. Jahrhundert stammt und bereits damals die Herzen der Menschen eroberte.

Als Weihnachtslied strahlt „Kommt und lasst uns Christum ehren“ eine festliche und zugleich andächtige Stimmung aus, die zur Besinnung einlädt. Es gehört zu den Liedern, die sowohl im Gottesdienst als auch im familiären Kreis gesungen werden, und hat sich über die Jahrhunderte hinweg in vielen Varianten verbreitet. Unterschiedliche Regionen haben eigene Interpretationen hervorgebracht, die das Lied in neuen musikalischen Gewändern erscheinen lassen, ohne seinen ursprünglichen Geist zu verlieren.

Die besondere Verbindung von Text und Melodie macht dieses Lied zu einem zeitlosen Klassiker, der die Weihnachtsbotschaft auf eindrucksvolle Weise vermittelt. Paul Gerhardts poetische Sprache und die historische Melodie vereinen sich zu einem Werk, das sowohl die Vergangenheit ehrt als auch in der Gegenwart lebendig bleibt.

Noten und Liedtext

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  1. Kommt und laßt uns Christum ehren,
    Herz und Sinnen zu ihm kehren!
    Singet fröhlich, laßt euch hören,
    wertes Volk der Christenheit!
  2. Sünd‘ und Hölle mag sich grämen,
    Tod und Teufel mag sich schämen;
    wir, die unser Heil annehmen,
    werfen allen Kummer hin.
  3. Sehet, was hat Gott gegeben:
    seinen Sohn zum ewgen Leben.
    Dieser kann und will uns heben
    aus dem Leid ins Himmels Freud.
  1. Seine Seel ist uns gewogen,
    Lieb und Gunst hat ihn gezogen,
    uns, die Satan hat betrogen,
    zu besuchen aus der Höh.
  2. Jakobs Stern ist aufgegangen,
    stillt das sehnliche Verlangen,
    bricht den Kopf der alten Schlangen
    und zerstört der Höllen Reich.
  3. O du hochgesegnete Stunde,
    da wir das von Herzensgrunde
    glauben und mit unserm Munde
    danken dir, o Jesulein.
  4. Schönstes Kindlein in dem Stalle,
    sei uns freundlich, bring uns alle
    dahin, da mit süßem Schalle
    dich der Engel Heer erhöht.

Text: Paul Gerhardt (1607–1676)
Melodie: nach „Quem pastores laudavere“ aus dem 15. Jahrhundert

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Textinterpretation

In der feierlichen Aura des barocken Weihnachtsliedes „Kommt und lasst uns Christum ehren“ spiegelt sich die andächtige Einladung wider, Herz und Verstand auf das Wesentliche zu lenken: die Geburt Christi. Die ehrwürdigen Klänge rufen dazu auf, sich mit froher Stimme zu vereinen und die Ankunft des Heilands zu feiern. Dieses zeitlose Werk durchdringt die Mauern der Kirche und lässt die Krippe im Licht der Menschlichkeit erstrahlen, als Mahnmal für die Besinnung und die Rückkehr zu den fundamentalen Werten des Lebens.

In der heutigen, oft hektischen Welt könnte dieses Lied eine Erinnerung daran sein, innezuhalten und sich auf die kleinen Wunder zu besinnen, die uns umgeben. Es lädt ein, den Augenblick zu ehren und die Wärme der Gemeinschaft zu spüren, die in der Feierlichkeit der Weihnacht ihren Höhepunkt findet. Vielleicht fühlst du dich beim Hören des Liedes von einer sanften Melancholie umhüllt, die in dir den Wunsch weckt, den Alltag loszulassen und die tiefe, innere Freude zu spüren, die diese heilige Zeit mit sich bringt.

Hörbeispiele

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Gitarre – Noten und Tabs

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