Der Christbaum ist der schönste Baum | Text und Noten

Ein leises Knirschen unter deinen Füßen, während du den letzten Schritt hinein in die warme Stube machst. Der Duft von frischen Tannennadeln begrüßt dich, wie eine liebevolle Umarmung nach einer langen Reise. Im schummrigen Licht der Kerzen schimmert der Christbaum in all seiner Pracht und lässt das Herz ein wenig schneller schlagen.
Der Christbaum, der schönste Baum auf Erden, ruft Erinnerungen wach: an funkelnde Augen, an das freudige Knistern von Geschenkpapier, an leises Flüstern und Lachen im Kreis der Familie. Wie ein kostbares Relikt aus vergangenen Zeiten steht er da, geschmückt mit Kugeln, die Geschichten erzählen, und Lichtern, die wie kleine Sterne leuchten.
Dieses Weihnachtslied, „Der Christbaum ist der schönste Baum“, fängt all das ein. Es ist eine Ode an die Schönheit und den Zauber dieses besonderen Ortes und Momentes, an die Wärme und Geborgenheit, die wir jedes Jahr aufs Neue herbeisehnen. Und so blüht er, im Garten klein und im engsten Raum, und lässt uns innehalten, träumen und lieben.
historischer Hintergrund
„Der Christbaum ist der schönste Baum“ ist ein bezauberndes Weihnachtslied, das seine Zuhörer auf eine nostalgische Reise in die Vergangenheit mitnimmt. Der Text stammt aus der Feder von Johannes Carl (1806–1887), einem deutschen Schriftsteller, der ursprünglich zwölf Strophen für dieses Werk verfasste. Die Melodie, die den Text mit einer festlichen Klangwelt umgibt, wurde von Georg Eisenbach komponiert. Gemeinsam schufen sie ein Lied, das in der Weihnachtszeit für viele Generationen zum festen Bestandteil des Feierns wurde.
Als Weihnachtslied gehört „Der Christbaum ist der schönste Baum“ zu einer besonderen Kategorie von Musikstücken, die das Fest der Liebe und Besinnlichkeit musikalisch untermalen. In seiner ursprünglichen Form mit zwölf Strophen wird deutlich, wie tiefgründig und umfassend die Darstellung der weihnachtlichen Symbolik im Lied ist. Die Faszination für den Christbaum, als Symbol für Wärme und Zusammenhalt, wird auf eindringliche Weise beschrieben.
Besondere Merkmale des Liedes sind seine weitreichende Verbreitung und die zahlreichen Varianten, die im Laufe der Zeit entstanden sind. Während einige Fassungen die Anzahl der Strophen reduzierten, blieb der Kern des Liedes stets erhalten. So spiegelt es die sich wandelnden, aber doch beständigen Traditionen der Weihnachtszeit wider und bleibt ein unverzichtbarer Teil der festlichen Musikkultur.
Noten und Liedtext
- Der Christbaum ist der schönste Baum,
den wir auf Erden kennen.
Im Garten klein, im engsten Raum,
wie lieblich blüht der Wunderbaum,
wenn seine Lichter brennen,
wenn seine Lichter brennen, ja brennen. - Denn sieh, in dieser Wundernacht
ist einst der Herr geboren,
der Heiland, der uns selig macht.
Hätt’ er den Himmel nicht gebracht,
wär’ alle Welt verloren,
wär’ alle Welt verloren, verloren. - Doch nun ist Freud’ und Seligkeit,
ist jede Nacht voll Kerzen.
Auch dir, mein Kind, ist das bereit’t,
dein Jesus schenkt dir alles heut’,
gern wohnt er dir im Herzen,
gern wohnt er dir im Herzen, im Herzen.
Text: Johannes Carl (1806-1887), ursprünglich mit 12 Strophen
Melodie: Georg Eisenbach
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Textinterpretation
Der Christbaum erhebt sich als Symbol der festlichen Freude, ein grünes Wunderwerk im Winterkleid. In seiner stillen Pracht versammelt er uns um sich, lässt Herzen höher schlagen und die Augen leuchten. Er ist nicht nur ein Baum, sondern ein lebendiges Gedicht, das von Liebe und Zusammenkunft erzählt. Seine Nadeln flüstern Geschichten von vergangenen Wintern, von Zeiten, in denen die Welt für einen Moment stillzustehen scheint, während wir uns im Schein der Lichter wärmen.
In jedem geschmückten Zweig spiegelt sich die Tradition wider, die von Generation zu Generation weitergetragen wird. Der Christbaum, reich verziert mit Kugeln und Kerzen, ist mehr als nur Dekoration; er ist ein Anker der Erinnerungen, ein Hort der Geborgenheit. Er erinnert uns daran, dass selbst im kleinsten Raum ein großes Herz schlagen kann, dass die wahre Schönheit im Zusammensein liegt, im Teilen von Geschichten und im Lachen, das die Dunkelheit vertreibt.
In der heutigen Zeit, wo Hektik und Konsum oft den Alltag bestimmen, lädt der Christbaum uns ein, innezuhalten und das Wesentliche zu erkennen. Er ruft uns dazu auf, die Einfachheit zu schätzen und die Magie der kleinen Dinge zu entdecken. Lass dich von seiner stillen Präsenz berühren und spüre, wie er in dir die Erinnerung an vergangene Feste weckt, während du neue, kostbare Momente schmiedest, die in deinem Herzen erblühen werden.
Im Glanz des Christbaums spiegelt sich die Hoffnung wider: Ein kleiner Raum kann zur Quelle der Freude und des Glaubens werden, wenn das Licht der Liebe in unser Herz einzieht und Wunder entfaltet.







