Guten Abend euch allen hier beisamm‘! | Text und Noten

Die Dämmerung legt sich sanft wie ein vertrauter Mantel über das Land, und die Welt atmet einen Moment der Ruhe. In dieser magischen Stunde, wenn Himmel und Erde in goldenem Einklang verschmelzen, ertönt ein Lied, das Herzen verbindet und Erinnerungen weckt. „Guten Abend euch allen hier beisamm‘!“ – ein Gruß, der wie ein leiser Windhauch durch die Straßen zieht.
Die sanften Klänge tragen die Wärme von Gemeinschaft und Zusammenhalt. Männer und Frauen, Burschen und Mädchen – alle sind sie eins in diesem Augenblick. Die Melodie ist wie ein alter Freund, der dich umarmt und dir zuflüstert, dass du nicht allein bist. Es ist, als ob die Zeit stillsteht, nur für einen Augenblick, um die Schönheit des Augenblicks zu ehren.
Mit jedem gesungenen Wort entfaltet sich eine Atmosphäre der Geborgenheit. Die Stimmen vereinen sich zu einem Chor, der die Dunkelheit vertreibt und das Licht der Tradition erstrahlen lässt. So wird das Lied zum Herzschlag eines Abends, der mehr ist als nur das Ende eines Tages – er ist ein Fest der Verbundenheit.
historischer Hintergrund
Ursprünglich als Tanzlied aus der malerischen Region Jütland in Dänemark stammend, hat „Guten Abend euch allen hier beisamm‘!“ seinen Weg in die Herzen vieler gefunden. Die Melodie, die in ihrer Herkunft tief in der dänischen Volksmusik verwurzelt ist, vermittelt eine fröhliche und gemeinschaftliche Atmosphäre, die typisch für traditionelle Volkslieder ist.
Die deutsche Textfassung wurde von Heinrich Reimann, einem renommierten Musikwissenschaftler und Komponisten des späten 19. Jahrhunderts, geschaffen. Reimann, bekannt für seine Liebe zur Musik und sein Gespür für sprachliche Schönheit, verlieh dem Lied eine neue Dimension, die sowohl die Essenz des Originals bewahrt als auch deutsche Zuhörer anspricht.
Besonders bemerkenswert ist die Verbreitung dieses Volksliedes, das über Generationen hinweg in verschiedenen Formen weitergegeben wurde. Unterschiedliche Varianten und Interpretationen zeugen von seiner Anpassungsfähigkeit und der zeitlosen Anziehungskraft. Es bleibt ein lebendiges Zeugnis der kulturellen Verbindung zwischen Dänemark und Deutschland und erinnert an die universelle Sprache der Musik, die Menschen über Grenzen hinweg vereint.
Noten und Liedtext
- |: Guten Abend, guten Abend, euch allen hier beisamm‘! :|
Ihr Männer und Frauen, ihr Burschen und Mädchen,
hei, lustig soll´s werden, ich spiel euch eins auf!
Streich zu auf der Fiedel, den Walzer spiel uns auf!
La, la, la … - |: Was war das, was war das, was du uns jetzt gespielt? :|
Wie kann man bei Lärmen und Toben und Schreien
den Walzer hier spielen zum fröhlichen Reih’n?
Streich zu auf der Fiedel, den Walzer spiel uns auf!
La, la, la … - |: Ei Steffen, ei Steffen, den Walzer tanz ich nicht! :|
Da sitz´ ich viel lieber und tu mir vertellen mit
mein’n lieben Schwestern ´n paar olle Kamell’n.
Streich zu auf der Fiedel, den Walzer spiel uns auf!
La, la, la …
Text und Melodie: Tanzlied aus Jütland (Dänemark),
deutsche Textfassung von Heinrich Reimann (1850-1906)
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Textinterpretation
In den sanften Klängen von „Guten Abend euch allen hier beisamm‘!“ schwingt eine zärtliche Einladung zur Gemeinschaft mit. Die Begrüßung, die sich an Männer, Frauen, Burschen und Mädchen richtet, hüllt uns in die Wärme einer vertrauten Runde. Hier verschmelzen Tradition und Gegenwart, wenn der Abend als Bühne dient, um die Vielfalt menschlicher Begegnungen zu feiern. In dieser Umarmung des gemeinsamen Moments spüren wir, wie wichtig es ist, im hektischen Alltagskarussell innezuhalten und die Nähe zu den Menschen um uns herum zu genießen.
Das Volkslied trägt die zeitlose Botschaft, dass Gemeinschaft und Zusammenhalt das Herzstück menschlicher Erfahrung sind. In einer Welt, die oft von Isolation und digitaler Distanz geprägt ist, erinnert es uns daran, wie bedeutungsvoll echte Begegnungen sind. Beim Hören fühlen wir die Sehnsucht nach einem Ort, an dem wir einfach sein dürfen – ohne Masken und Fassade. Dieser Abendgruß wird zum Symbol für die friedliche Ruhe, die wir in der Gegenwart von Freunden und Familie finden können, und weckt in uns das Bedürfnis, diese Momente zu pflegen und zu bewahren.
Im fröhlichen Miteinander entfaltet sich das Leben; während der Walzer erklingt, sind es die Geschichten und Erinnerungen, die uns verbinden und den Abend zauberhaft erhellen. Gemeinsamkeit ist der wahre Rhythmus des Seins.






