Der Mai ist gekommen | Text und Noten

Junge Menschen wandern fröhlich durch eine frische Frühlingslandschaft mit blühenden Bäumen, grünen Wiesen, Blumen und sanften Hügeln unter einem sonnigen Himmel.

Ein sanfter Windhauch streift dein Gesicht, während du unter einem leuchtenden Blätterdach stehst und die ersten Vögel des Jahres ihr Lied anstimmen. Es ist der Mai, der mit seiner unvergleichlichen Magie die Natur erweckt und dich aus dem Alltag entführt. Erinnerst du dich an das Gefühl, wenn die Welt sich in ein Meer aus Grün und Blüten verwandelt? Genau in diesem Moment beginnt der Zauber des alten Volksliedes „Der Mai ist gekommen“ zu wirken.

Die Melodie trägt dich mit einer Leichtigkeit, als würdest du selbst mit den Wolken am Himmel wandern. Die Zeilen des Liedes erinnern dich daran, die Sorgen des Alltags abzustreifen und dich den Freuden des Frühlings hinzugeben. Es ist ein Ruf an deine Seele, die Schönheit der Welt mit offenen Augen und einem offenen Herzen zu erleben. Lass dich von der Melodie und den Worten umarmen, während die Natur in voller Pracht vor dir erblüht.

historischer Hintergrund

Der Mai bringt nicht nur frisches Grün, sondern auch die Melodien von „Der Mai ist gekommen“, einem der bekanntesten deutschen Volkslieder. Ursprünglich stammt der Text von Emanuel Geibel, einem bedeutenden Lyriker des 19. Jahrhunderts, der von 1815 bis 1884 lebte. Geibel verstand es meisterhaft, die aufblühende Natur in Worte zu fassen und eine frühlingshafte Atmosphäre zu schaffen.

Die Melodie, die den Text so eingängig macht, wurde von Justus Wilhelm Lyra komponiert, der von 1822 bis 1882 lebte. Als Komponist schuf Lyra eine Melodie, die das Volkslied zu einem festen Bestandteil der deutschen Kultur machte. Die Kombination aus Geibels Poesie und Lyras musikalischem Talent führte zu einem Lied, das Generationen überdauerte.

Im Laufe der Zeit verbreitete sich „Der Mai ist gekommen“ weit über Deutschland hinaus. Es existieren zahlreiche Varianten, die regionale Besonderheiten und persönliche Interpretationen widerspiegeln. Diese Anpassungsfähigkeit und die zeitlose Thematik des Frühlings machen das Lied zu einem unverzichtbaren Teil des deutschen Liedguts. Es ist ein musikalisches Zeugnis dafür, wie Kunst Natur und menschliche Emotionen miteinander verweben kann.

Noten und Liedtext

Melodie abspielen
  1. Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus,
    da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zuhaus;
    wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt,
    so steht auch mir der Sinn in die weite, weite Welt.
  2. Herr Vater, Frau Mutter, dass Gott euch behüt!
    Wer weiß, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht?
    Es gibt so manche Straße, da nimmer ich marschiert,
    es gibt so manchen Wein, den ich nimmer noch probiert.
  3. Frisch auf drum, frisch auf drum im hellen Sonnenstrahl
    wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal.
    Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all;
    mein Herz ist wie ’ne Lerche und stimmet ein mit Schall.
  1. Und abends im Städtlein, da kehr ich durstig ein:
    Herr Wirt, eine Kanne, eine Kanne blanken Wein!
    Ergreife die Fiedel, du lust’ger Spielmann du,
    von meinem Schatz das Liedel, das sing ich dazu.
  2. Und find ich keine Herberg, so lieg ich zu Nacht
    wohl unter blauem Himmel, die Sterne halten Wacht.
    Im Winde die Linde, die rauscht mich ein gemach,
    es küsset in der Frühe das Morgenrot mich wach.
  3. O Wandern, o wandern, du freie Burschenlust!
    Da weht Gottes Odem so frisch in die Brust,
    da singet und jauchzet das Herz zum Himmelszelt:
    wie bist du doch so schön, du weite, weite Welt!

Text: Emanuel Geibel (1815-1884)
Melodie: Justus Wilhelm Lyra (1822-1882)

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Textinterpretation

Der Mai, jener zauberhafte Monat, in dem die Natur ihre zärtlichsten Farben entfaltet, lädt dich dazu ein, die Sorgen des Alltags hinter dir zu lassen. „Der Mai ist gekommen“ fängt diese unbeschwerte Lebensfreude ein, als würden die Bäume selbst im Takt des Liedes erblühen. Die Wolken ziehen gemächlich vorbei, wie Gedanken, die du loslassen kannst. Lass dich von dieser frühlingshaften Leichtigkeit anstecken und finde die Freiheit im Wandern, im Erleben der Natur.

Die Einladung, sich der Natur hinzugeben, ist eine Aufforderung, sich den Schönheiten des Lebens zu öffnen und den Alltag mit neuen Augen zu sehen. In einer Zeit, in der Stress und Hektik den Takt vorgeben, erinnert das Lied daran, dass es wichtig ist, innezuhalten und die Kraft der Natur zu spüren. Lass dich von der Frühlingsfrische umarmen und entdecke das einfache Glück, das in jedem Sonnenstrahl und jeder Brise liegt.

Dieses Volkslied ist ein Klassiker, weil es über Generationen hinweg die Sehnsucht nach Freiheit und Erneuerung verkörpert. Im Mai erwacht nicht nur die Natur, sondern auch unser inneres Verlangen nach Veränderung und Neuanfang. Es spiegelt die zeitlosen Zyklen des Lebens wider, die uns immer wieder zur Einkehr und zum Aufbruch ermutigen. So bietet es dir, lieber Leser, eine Gelegenheit, das eigene Leben zu reflektieren und neue Pfade zu beschreiten.

Hörbeispiele

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Gitarre – Noten und Tabs

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