Ich hol mir eine Leiter | Text und Noten

Ein leises Rascheln im hohen Gras, das sanfte Flüstern der Blätter im Wind – hier beginnt das Abenteuer. Im schattigen Winkel eines Gartens, wo die Zeit stillzustehen scheint, lockt ein Apfelbaum mit seinen glänzenden Früchten. Erinnerst du dich an die Freude, die dich durchströmt, wenn du mit kindlicher Entschlossenheit etwas erreichen willst? Die Welt wird kleiner, der Himmel weiter, wenn du dir eine Leiter holst, um die süßesten Äpfel zu pflücken.
Das Lied „Ich hol mir eine Leiter“ weckt diese Erinnerungen und lädt dich ein, die Unbeschwertheit der Kindheit erneut zu erleben. Mit jedem Vers breitet sich ein Lächeln aus, während du die Stufen erklimmst, höher und höher, bis die Welt um dich herum in ein Meer aus Grün und Blau verschwimmt. Es ist ein Spiel, ein einfacher Reim, doch in seiner Einfachheit liegt die Magie, die den Alltag in ein kleines Abenteuer verwandelt.
historischer Hintergrund
„Ich hol mir eine Leiter“ ist ein bezauberndes Kinderlied, das seinen Ursprung in der mündlichen Überlieferung hat. Die Melodie und der Text wurden von Generation zu Generation weitergegeben, wodurch das Lied eine besondere Lebendigkeit und Authentizität bewahrt hat. Als Kinderlied gehört es zu einer Kategorie, die durch Einfachheit und Eingängigkeit besticht, und es lädt zum Mitsingen und Mitmachen ein.
Besondere Merkmale dieses Liedes finden sich in seiner Verbreitung. Über die Jahre hinweg haben zahlreiche Varianten das ursprüngliche Lied bereichert, je nach Region und kulturellem Hintergrund. Diese Variationen spiegeln die Vielfalt und Anpassungsfähigkeit der mündlichen Tradition wider, die es dem Lied ermöglicht, in unterschiedlichen Kontexten und Zeiten zu bestehen.
Die Geschichte von „Ich hol mir eine Leiter“ offenbart, wie ein einfaches Lied eine Verbindung zwischen Generationen schafft und die Fantasie der Kinder beflügelt. So bleibt es ein wertvoller Bestandteil der musikalischen Früherziehung und ein zeitloses Beispiel für die Kraft der mündlichen Überlieferung.
Noten und Liedtext
- Ich hol mir eine Leiter
und stell sie an den Apfelbaum.
Dann steig ich immer weiter,
so hoch, man sieht mich kaum.
Ich pflücke, ich pflücke,
mal über mir, mal unter mir.
mal rechts von mir, mal links von mir,
mein ganzes Körbchen voll. - Dann steig ich immer weiter
und halt mich an den Zweigen fest.
Dann setz ich mich gemütlich
auf einen dicken Ast.
Ich wippe, ich wippe,
diwippdiwapp, diwippdiwapp.
Ich wippe, ich wippe
und falle nicht hinab.
Text und Melodie: mündlich überliefert
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Textinterpretation
In der spielerischen Leichtigkeit des Kinderliedes „Ich hol mir eine Leiter“ fließt die Magie des Alltags in verspielten Reimen. Das Bild der Leiter, die an einen Apfelbaum gelehnt wird, symbolisiert den kindlichen Drang, die Welt zu erobern, zu erforschen und sich dabei über die Grenzen des Sichtbaren hinaus zu wagen. Es ist eine Metapher für den unbändigen Entdeckergeist, der in uns allen schlummert, und das Streben nach Höhepunkten, die uns im Alltag vielleicht verborgen bleiben.
Die schlichte Freude, die aus dem Lied spricht, erinnert uns daran, wie wichtig es ist, sich im Erwachsenenleben den Sinn für das Spielerische zu bewahren. In einer Welt, die oft von Komplexität und Ernst geprägt ist, kann das einfache Bild eines Apfelbaums und einer Leiter uns daran erinnern, wie befreiend es sein kann, sich in kindlicher Verspieltheit zu verlieren. Es lädt uns ein, die kleinen Abenteuer des Alltags zu suchen, die uns auf unerwartete Weise bereichern können.
Der Leser könnte beim Hören dieser Zeilen ein Gefühl der Nostalgie verspüren, eine Rückkehr zu einem einfacheren, unbeschwerten Ich. Es ist eine Einladung, die kindliche Freude an den kleinen Dingen wiederzuentdecken und den Mut zu haben, symbolisch auf die Leiter zu steigen, um neue Perspektiven zu gewinnen. Dieses Lied öffnet den Raum für reflektierte Achtsamkeit, die uns ermutigt, im Hier und Jetzt zu leben und dabei die Wunder des Alltags nicht aus den Augen zu verlieren.
Strebe nach den Früchten des Lebens, erreiche neue Höhen, während du dich sicher an den Zweigen deiner Träume festhältst; der Weg zum Ziel ist ebenso wertvoll wie das Ziel selbst.






