Kindlein mein, schlaf doch ein | Text und Noten

Ein Baby schläft friedlich in einer hölzernen Wiege unter dem Sternenhimmel. Der Mond leuchtet hell, und ein kleiner Vogel sitzt singend auf einem Ast über dem Kind. Eine schützende Hand liegt sanft auf der Decke. Im Hintergrund ist ein Häuschen auf einer Wiese zu sehen – die Szene wirkt warm, ruhig und liebevoll.

Wenn die Dunkelheit sanft über das Land gleitet und die Welt in einem beruhigenden Schweigen versinkt, flüstert ein altes Lied durch die Nacht. Es ist das Wiegenlied, das du vielleicht schon als Kind gehört hast, ein zarter Faden, der die Träume mit der Wirklichkeit verwebt. „Kindlein mein, schlaf doch ein“ beginnt mit der süßen Melodie, die wie ein vertrauter Windhauch dein Herz streichelt.

Der Mond schaukelt gemächlich über den Himmel, während die Sterne wie winzige, funkelnde Wächter erscheinen. Ihre Anwesenheit beruhigt und lässt die Sorgen des Tages verblassen. In dieser stillen Nacht wird die Welt kleiner, geborgen in der zärtlichen Umarmung der Melodie, die über Generationen hinweg gesungen wurde.

Die sanften Worte tragen die Wärme vergangener Abende, als du selbst in den Armen deiner Eltern lagst. Dieses Lied ist mehr als nur ein Schlaflied; es ist eine Brücke in die Kindheit, ein leiser Ruf nach Geborgenheit und Frieden in einer ruhevollen Nacht.

historischer Hintergrund

„Kindlein mein, schlaf doch ein“ ist ein bezauberndes Volkslied, das seinen Ursprung in der malerischen Region Mähren hat. Diese historische Landschaft, heute größtenteils in der Tschechischen Republik gelegen, war schon immer ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen und Traditionen. Das Lied, dessen sanfte Melodie und einfühlsamer Text die Herzen vieler Menschen berührt, gehört zur Gattung der Wiegenlieder, die traditionell dazu dienen, Kinder in den Schlaf zu wiegen.

Besondere Merkmale zeichnen dieses Lied aus. Es existieren zahlreiche Varianten, die in unterschiedlichen Regionen Mährens überliefert wurden und sich in kleinen Nuancen unterscheiden. Diese Vielfalt spiegelt die reiche mündliche Überlieferungskultur wider, die Volkslieder so einzigartig macht. Durch die Jahrhunderte hinweg wurde es von Generation zu Generation weitergegeben, wobei jede Generation ihre eigenen kleinen Anpassungen vornahm.

Im Laufe der Zeit fand „Kindlein mein, schlaf doch ein“ seinen Weg über die Grenzen Mährens hinaus und wurde in verschiedenen Teilen Europas bekannt. Die universelle Thematik des Schlafliedes, die beruhigende Wirkung der Melodie und der schlichte, aber liebevolle Text tragen dazu bei, dass dieses Lied auch heute noch in vielen Familien gesungen wird und die Tradition lebendig hält.

Noten und Liedtext

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  1. Kindlein mein, schlaf doch ein,
    weil die Sternlein kommen.
    Und der Mond kommt auch schon
    wieder angeschwommen.
    Eia, eia, Wieglein mein,
    schlaf, mein Kindlein, schlaf nun ein.
  2. Kindlein mein, schlaf nun ein,
    Vöglein fliegt vom Baume;
    fliegt geschwind zu mein’m Kind,
    singt ihm vor im Traume.
    Eia, eia, Wieglein mein,
    schlaf, mein Kindlein, schlaf nun ein.
  3. Kindlein mein, schlaf nun ein,
    denn die Nacht kommt nieder.
    Und der Wind summt dem Kind
    seine Wiegenlieder.
    Eia, eia, Wieglein mein,
    schlaf, mein Kindlein, schlaf nun ein.

Text und Melodie: Volkslied aus Mähren

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Textinterpretation

In der sanften Melodie von „Kindlein mein, schlaf doch ein“ schwingt die Zärtlichkeit einer alten Tradition. Dieses Wiegenlied, getragen von der ruhigen Umarmung der Nacht, erinnert an die Geborgenheit der Kindheit. Die Sterne und der Mond, vertraute Wächter am nächtlichen Firmament, ziehen wie Schutzgeister über den Schlaf der Kleinen. Die Welt wird kleiner, der Rhythmus langsamer, während das Lied die Seele in sanfte Träume wiegt. Es ist, als ob die Nacht selbst ihre deckende Hand ausstreckt und die Sorgen des Tages fortwäscht.

Heute, in einer hektischen Welt, ruft dieses Lied in uns die Sehnsucht nach Einfachheit und Ruhe wach. Es spricht zu dem Kind in uns, das sich nach Sicherheit und Geborgenheit sehnt. Die vertrauten Bilder der Sternlein und des Mondes sind Anker in einer sich schnell wandelnden Umgebung. Wenn du die Augen schließt, kannst du dich diesem Bild hingeben und die Last des Alltags für einen Moment abstreifen. Eine Einladung, in die stille Umarmung der Nacht einzutauchen und Frieden zu finden.

Dieses Volkslied, in seiner Schlichtheit, erinnert daran, dass manche Wahrheiten zeitlos sind. Die universelle Botschaft von Liebe und Schutz, die es transportiert, berührt Generationen. Es lässt uns innehalten und reflektieren, wie wichtig es ist, den Momenten der Stille Raum zu geben. In der Flüchtigkeit der Zeit bleibt der tiefe Wunsch bestehen, dass wir und unsere Liebsten sicher und behütet schlafen können, während die Sterne leuchten und der Mond seine Bahn zieht.

Hörbeispiele

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