Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne | Text und Noten

Ein leises Flüstern zieht durch die Nacht, wenn sich Kinderhände um das vertraute Holz der Laternenstäbe schließen. Die Dunkelheit ist sanft, ein samtiges Tuch, das die Welt bedeckt, während kleine Lichter wie funkelnde Sterne durch die Straßen tanzen. In diesen Momenten wird die Welt zu einem geheimnisvollen Schauplatz, in dem Sonne, Mond und Sterne in einem zärtlichen Lied vereint werden.
Die Melodie von „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ weckt Erinnerungen an kühle Herbstabende, an denen die Luft frisch und voller Erwartung ist. Du spürst den Rhythmus des Liedes in deinem Herzen, wenn die Flammen der Laterne flackern, aber niemals erlöschen. Die Worte sind ein Versprechen, ein Schutzzauber, der das Licht bewahrt und die Dunkelheit in etwas Magisches verwandelt.
Das Lied ist mehr als nur Töne und Reime; es ist eine Brücke zu einer Zeit der Unbeschwertheit, als die Welt noch voller Wunder war und das Licht der Laterne wie ein treuer Begleiter auf allen Wegen leuchtete.
historischer Hintergrund
Das traditionelle Kinderlied „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ entstammt dem reichen Fundus norddeutscher Volkslieder des 19. Jahrhunderts. Ursprünglich in dieser Region verwurzelt, hat sich das Lied im Laufe der Zeit in verschiedenen Varianten über den gesamten deutschsprachigen Raum verbreitet. Die eingängige Melodie und der einfache, aber poetische Text machen es zu einem beliebten Begleiter bei Laternenumzügen und Herbstfesten.
Als Kinderlied ist es besonders in den Monaten rund um den Martinstag populär, wenn Kinder mit ihren selbstgebastelten Laternen durch die Straßen ziehen. Die besondere Magie des Liedes liegt in seiner Fähigkeit, Generationen zu verbinden und eine warme, gemeinschaftliche Atmosphäre zu schaffen. So wurde es im Laufe der Jahre nicht nur mündlich weitergegeben, sondern auch in zahlreichen Liederbüchern festgehalten.
Bemerkenswert ist die Vielfalt der Versionen, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben. Jede Region und sogar jede Familie kann ihre eigene Interpretation und ihren eigenen Text des Liedes haben, was dessen lebendige Tradition unterstreicht. So bleibt „Laterne, Laterne“ ein leuchtendes Beispiel für die lebendige Tradition deutscher Volkslieder.
Noten und Liedtext
- Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
|: Brenne auf, mein Licht, :|
aber nur meine liebe Laterne nicht. - Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
|: Sperrt ihn ein, den Wind, :|
er soll warten, bis wir alle zu Hause sind. - Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
|: Bleibe hell, mein Licht, :|
denn sonst strahlt meine liebe Laterne nicht!
Text und Melodie: Volkslied aus Norddeutschland, 19. Jahrhundert. Verschiedene Varianten verbreietet.
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Textinterpretation
Im sanften Licht der Laterne, umgeben von der nächtlichen Kulisse aus Sonne, Mond und Sternen, entfaltet sich eine kindliche Welt voller Magie und Geborgenheit. Das Lied „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ evoziert Erinnerungen an nächtliche Spaziergänge, bei denen die Dunkelheit nicht bedrohlich, sondern geheimnisvoll und schützend erscheint. In der kindlichen Vorstellung wird die Laterne zum treuen Begleiter, dessen Licht funkelnd durch die Nacht gleitet und die Schatten tanzend zum Leben erweckt. Dieses Bild vermittelt Geborgenheit und den Zauber der kindlichen Fantasie.
In unserer hektischen Welt erinnert uns das Lied an die einfache Freude und die Unschuld der Kindheit. Es lädt dazu ein, innezuhalten und die kleinen Wunder des Alltags zu schätzen. Die Laterne symbolisiert Hoffnung und Orientierung in der Dunkelheit, ein Licht, das uns den Weg weist, ohne selbst zu erlöschen. So wie das Kind darauf vertraut, dass die Laterne nicht erlischt, können wir lernen, Vertrauen in die Beständigkeit und Wärme der kleinen Dinge zu setzen, die uns durchs Leben leiten.
Beim Lauschen dieser Melodie magst du dich an die eigene Kindheit erinnern und an die Leichtigkeit, mit der du die Welt entdeckt hast. Diese Erinnerungen sind ein kostbarer Schatz, der uns daran erinnert, die Schönheit im Einfachen zu finden und den kleinen Freuden Raum zu geben. Das Lied ist ein stiller Aufruf, das innere Kind zu bewahren und den Sternenhimmel mit derselben Neugier und Freude zu betrachten wie damals, als die Laterne unser Licht und Begleiter war.
In der Dunkelheit des Lebens leuchtet die Hoffnung, bewacht von Liebe und Gemeinschaft; die Laterne symbolisiert das innere Licht, das uns sicher nach Hause führt und die Schatten vertreibt.







