Lustig ist das Zigeunerleben | Text und Noten

Ein fröhliches, gemaltes Lagerleben am Waldrand: Zwei Kinder tanzen barfuß um ein kleines Lagerfeuer, während ein Mann mit grünem Hut Geige spielt. Eine Frau sitzt lächelnd neben ihm. Im Hintergrund stehen ein Zelt aus Stoffbahnen, ein Bach und ein Reh. Die Szene wirkt friedlich, naturverbunden und freundlich.

Mit einem leisen Knistern erwacht die Nacht zum Leben, während der Wind sanft durch die Bäume streicht und das Flackern des Lagerfeuers Schatten tanzen lässt. In diesem magischen Moment, fernab von allem, was dich bindet, entfaltet sich die Melodie eines alten Volksliedes, das die Sehnsucht nach Freiheit und das unbeschwerte Leben der fahrenden Gemeinschaften besingt. Die Töne des Liedes „Lustig ist das Zigeunerleben“ tragen dich in eine Welt, in der Sorgen mit dem Rauch des Feuers emporsteigen und die Freude im Rhythmus der Schritte widerhallt.

Die Stimmen, die von Freiheit und Unabhängigkeit künden, wecken Erinnerungen an laue Sommerabende und ausgelassene Tänze unter dem Sternenzelt. Die Melodie, so vertraut und doch immer wieder neu, umarmt dich wie ein alter Freund. Hier, inmitten von Lachen und ungebändigter Lebenslust, spürst du die zeitlose Kraft der Tradition, die Herzen verbindet und Geschichten von Generation zu Generation weiterträgt. Und so bleibt das Lied ein treuer Begleiter, der die Seele berührt und ein Lächeln auf dein Gesicht zaubert.

historischer Hintergrund

„Lustig ist das Zigeunerleben“ ist ein traditionelles Volkslied, das seinen Ursprung um das Jahr 1800 hat. Sowohl der Text als auch die Melodie spiegeln die Lebensfreude und Unbeschwertheit wider, die dem Zigeunerleben romantisch zugeschrieben werden. Die unbekannten Schöpfer des Liedes nutzten einfache, eingängige Melodien und leicht verständliche Texte, um das Fernweh und die Freiheitsliebe der fahrenden Völker zu besingen.

Als Volkslied gehört es zu einer Kategorie von Musikstücken, die sich durch mündliche Überlieferung und regionale Variationen auszeichnen. Diese Lieder sind oft tief in der Kultur und Tradition eines Landes verwurzelt und werden von Generation zu Generation weitergegeben. Sie dienen nicht nur der Unterhaltung, sondern auch der Bewahrung kultureller Identität.

Das Lied hat im Laufe der Zeit zahlreiche Variationen erfahren, wobei Text und Melodie je nach Region leicht abgewandelt wurden. Seine Verbreitung erfolgte vor allem durch mündliche Weitergabe in geselligen Runden und auf Festen. Trotz seines Alters hat das Lied nichts von seiner Anziehungskraft verloren und wird bis heute gerne gesungen, wobei es stets eine lebendige Verbindung zu vergangenen Zeiten herstellt.

Noten und Liedtext

Melodie abspielen
  1. Lustig ist das Zigeunerleben,
    faria, fariaho,
    brauch’n dem Kaiser kein Zins zu geben,
    faria, fariaho,
    lustig ist es im grünen Wald,
    wo des Zigeuners Aufenthalt,
    faria, faria, faria, faria, faria, fariaho.
  2. Sollt uns einmal der Hunger plagen,
    faria, fariaho.
    tun wir uns ein Hirschlein jagen,
    faria, fariaho
    Hirschlein nimm dich wohl in Acht,
    wenn des Jägers Büchse kracht,
    faria, faria, faria, faria, faria, fariaho.
  3. Sollt uns mal der Durst sehr quälen,
    faria, fariaho,
    gehn wir hin zu Wasserquellen,
    faria, fariaho,
    trinken das Wasser wie Moselwein,
    meinen, es dürfte Champagner sein,
    faria, faria, faria, faria, faria, fariaho.
  1. Wenn wir auch kein Federbett haben,
    faria, fariaho,
    tun wir uns ein Loch ausgraben,
    faria, fariaho,
    legen Moos und Reisig ’nein,
    das soll unser Federbett sein,
    faria, faria, faria, faria, faria, fariaho.

Text und Melodie: Volkslied, um 1800 entstanden

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Textinterpretation

In den beschwingten Klängen des Liedes „Lustig ist das Zigeunerleben“ entfaltet sich ein Kaleidoskop der Freiheit und Unbeschwertheit. Die beschriebene Welt ist eine, in der der Wind die Haare zerzaust und das Lachen über die Wiesen hallt. Es ist ein Leben, das sich den Zwängen des Alltags entzieht, ein Tanz auf der grünen Wiese, frei von den Lasten der Verpflichtungen und dem Diktat eines Kaisers. Die Melodie umarmt die Seele und lädt dazu ein, die Ketten der Moderne hinter sich zu lassen.

In dieser Ode an die Freiheit spiegelt sich eine Sehnsucht wider, die in uns allen schlummert: Der Wunsch nach einem Leben, das den eigenen Regeln folgt, geprägt von Momenten reiner Freude und Gemeinschaft. Das Lagerfeuer, um das sich die Menschen scharen, wird zum Symbol für Wärme und Zusammenhalt. Auch wenn die Zeiten sich ändern, bleibt die Essenz des Liedes zeitlos – ein Ruf nach Authentizität und einem Leben im Einklang mit der Natur.

Heute, in einer Welt voller Strukturen und Erwartungen, rührt das Lied an unser Bedürfnis nach Einfachheit und Echtheit. Es erinnert uns daran, die kleinen Freuden zu schätzen und die Traditionen zu ehren, die uns mit unseren Wurzeln verbinden. Beim Zuhören spürt der Leser vielleicht eine leise Melancholie, aber auch die Hoffnung, dass der Geist der Freiheit, der in diesen Zeilen lebt, auch in der eigenen Welt einen Platz finden kann.

Hörbeispiele

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