Morgen, Kinder, wird‘s was geben | Text und Noten

Das sanfte Flüstern von Schneeflocken, die sich behutsam auf Fensterbänken niederlassen, erfüllt die Stille der Nacht. In der Luft liegt ein Hauch von Geheimnissen, die nur darauf warten, enthüllt zu werden. Das warme Leuchten der Kerzen taucht das Zimmer in ein goldenes Schimmern, und du fühlst, wie die Erwartung mit jedem Atemzug wächst.
Ein Lächeln huscht über dein Gesicht, wenn du an die vertrauten Klänge von „Morgen, Kinder, wird’s was geben“ denkst. Diese Melodie, die seit Generationen von fröhlichen Kinderstimmen durch die Stuben hallt, weckt eine ungeduldige Freude in deinem Herzen. Es ist die Vorfreude auf den Nikolaus, die in jedem Ton mitschwingt, und du erinnerst dich an die funkelnden Augen und das aufgeregte Flüstern, das die ganze Familie erfüllt.
In der Einfachheit der Worte liegt eine tiefe Magie, die dich in die Unbeschwertheit der Kindheit zurückführt. Welch ein Jubel, welch ein Leben – diese Zeilen sind mehr als nur ein Versprechen; sie sind das Tor zu einem Reich, in dem Wunder greifbar nahe sind.
historischer Hintergrund
„Morgen, Kinder, wird‘s was geben“ zählt zu den beliebten Weihnachtsliedern im deutschsprachigen Raum. Dessen Ursprung ist im Text nur schwer zu fassen, da die Herkunft verworren und nicht eindeutig dokumentiert ist. Hingegen zeichnet sich die Melodie durch klare Verhältnisse aus: Sie stammt von Karl Gottlieb Hering, einem bedeutenden Komponisten des 18. und 19. Jahrhunderts, der von 1766 bis 1853 lebte.
Als Weihnachtslied erfreut es sich besonderer Beliebtheit in der Adventszeit und wird häufig in Familien- und Schulkreisen gesungen. Die Melodie von Hering besticht durch ihre Einfachheit und Eingängigkeit, was zur weiten Verbreitung des Liedes beigetragen hat. Die eingängige Melodie ermöglicht es, dass auch Kinder leicht mitsingen können, was dem Lied eine generationenübergreifende Anziehungskraft verleiht.
Im Laufe der Jahre sind verschiedene Varianten des Liedes entstanden, die sich in Text und Interpretation unterscheiden. Diese Vielfalt zeigt die Anpassungsfähigkeit und den zeitlosen Charakter des Werkes, das sich stets neu erfindet und doch seinen ursprünglichen Charme bewahrt. So bleibt „Morgen, Kinder, wird‘s was geben“ ein fester Bestandteil der weihnachtlichen Tradition.
Noten und Liedtext
- Morgen, Kinder, wird’s was geben,
morgen werden wir uns freun!
Welch ein Jubel, welch ein Leben
wird in unserm Hause sein!
Einmal werden wir noch wach,
heißa, dann ist Weihnachtstag! - Wie wird dann die Stube glänzen
von der großen Lichterzahl!
Schöner als bei frohen Tänzen
ein geputzter Kronensaal!
Wißt ihr noch vom vor’gen Jahr,
wie’s am Heil’gen Abend war? - Wißt ihr noch mein Räderpferdchen,
Malchens nette Schäferin?
Jettchens Küche mit dem Herdchen
und dem blankgeputzten Zinn?
Heinrichs bunten Harlekin
mit der gelben Violin?
Text: Herkunft verworren
Melodie: Karl Gottlieb Hering (1766-1853)
Video-Tutorial & Downloads
Textinterpretation
In den zarten Klängen von „Morgen, Kinder, wird‘s was geben“ schwingt eine unbändige Vorfreude mit, die das Herz jedes Kindes höher schlagen lässt. Der Gedanke an den kommenden Tag, der voller Wunder und Überraschungen steckt, entfacht ein Feuer der Erwartung. Es ist die Magie der Kindheit, die uns lehrt, mit offenen Armen und leuchtenden Augen in die Zukunft zu blicken, während ein Gefühl des Zusammenhalts und der Harmonie in jedem Zuhause resoniert.
Das Lied ruft eine Erinnerung an längst vergangene Zeiten wach, als wir selbst ungeduldig auf den Nikolaus warteten. Diese kindliche Vorfreude ist nicht nur ein nostalgischer Rückblick, sondern auch eine Einladung, die kleinen Freuden des Lebens zu schätzen. In einer Welt, die oft von Hektik und Sorgen geprägt ist, erinnert uns das Lied daran, innezuhalten und die kostbaren Momente des Miteinanders und der Freude bewusst zu erleben und zu feiern.
Für den Leser mag dieses Lied eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen. Es lädt ein, nicht nur die Tradition zu wahren, sondern auch das kindliche Staunen in sich selbst zu bewahren. Die Melodie spricht von Hoffnung und Gemeinschaft und ermutigt uns, das Licht der Weihnachtszeit in unsere Herzen zu lassen und es mit anderen zu teilen, als ewiges Erbe der Freude und des Wunders.
In der Vorfreude auf Weihnachten vereint sich kindliche Freude mit elterlicher Fürsorge; sie lehrt uns, die kleinen Wunder des Lebens zu schätzen und die Liebe im Gewöhnlichen zu erkennen.







