Vom Himmel hoch, o Engel, kommt | Text und Noten

Maria hält das schlafende Jesuskind im Arm, Josef steht liebevoll daneben. Über ihnen spielen drei Engel auf Flöte und Geigen, während der Stern von Bethlehem hell am Himmel leuchtet. Die Szene ist ruhig und friedlich.

In der stillen, frostigen Luft eines Dezemberabends, während zarte Schneeflocken wie tanzende Sterne vom Himmel sinken, erklingt ein vertrautes Lied, das eine warme Umarmung für die Seele ist. „Vom Himmel hoch, o Engel, kommt“ – diese Worte tragen die Magie der Weihnacht in sich, wie der sanfte Schein einer Kerze, die in der dunklen Kirche flackert und die Herzen der Menschen berührt.

Die Engel, die du dir als Kind so lebhaft vorgestellt hast, steigen herab, in einem Reigen aus Licht und Klang. Ihre Stimmen, klar und rein, erfüllen den Raum mit einem Gefühl von Frieden und Freude, während die Orgel majestätisch die Melodie trägt. Du erinnerst dich an die Zeiten, als du mit funkelnden Augen in der Kirchenbank saßt, die Wärme der Gemeinschaft um dich herum spürend. Die feierlichen Klänge verbinden die Herzen und lassen die heilige Nacht lebendig werden.

Es ist dieses Lied, das die Zeit für einen Moment anhält und dich zurückführt zu der kindlichen Erwartung und dem Staunen vor der Krippe, wo das Wunder der Weihnacht greifbar wird. Ein Lied, das wie ein sanfter Engel die Seele umhüllt und die weihnachtliche Freude neu entfacht.

historischer Hintergrund

„Vom Himmel hoch, o Engel, kommt“ ist ein bezauberndes Weihnachtslied, das seine Ursprünge im 17. Jahrhundert hat. Sowohl der Text als auch die Melodie stammen aus jener Zeit, doch die genauen Urheber sind unbekannt. Diese mysteriöse Herkunft verleiht dem Lied eine besondere Aura, die es bis heute umgibt und fasziniert.

Als Weihnachtslied gehört es zu einer Kategorie von Musikstücken, die in der Advents- und Weihnachtszeit eine zentrale Rolle spielen. Diese Lieder sind oft geprägt von festlicher Freude und spiritueller Besinnung, und „Vom Himmel hoch, o Engel, kommt“ bildet hier keine Ausnahme. Es lädt die Zuhörer ein, sich in die himmlische Sphäre zu versetzen und die Engel zu beschwören, die frohe Botschaft der Weihnacht zu verkünden.

Besonders bemerkenswert ist die Verbreitung und die Vielfalt an Varianten, die das Lied im Laufe der Jahrhunderte erfahren hat. Es wurde in zahlreichen Gesangsbüchern aufgenommen und sowohl in kirchlichen als auch in familiären Kreisen gesungen. Diese weite Verbreitung zeigt die anhaltende Beliebtheit und die zeitlose Schönheit des Liedes, das Generationen von Menschen in der Weihnachtszeit begleitet hat.

Noten und Liedtext

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  1. Vom Himmel hoch, o Engel, kommt!
    Eia, eia, susani, susani, susani.
    Kommt, singt und klingt, kommt, pfeift und trombt!
    Alleluja, alleluja!
    Von Jesus singt und Maria!
  2. Kommt ohne Instrumenten nit!
    Eia, eia, susani, susani, susani.
    Bringt Lauten, Harfen, Geigen mit!
    Alleluja …
  3. Lasst hören euer Stimmen viel!
    Eia, eia, susani, susani, susani.
    Mit Orgel und mit Saitenspiel.
    Alleluja …
  1. Hier muss die Musik himmlisch sein.
    Eia, eia, susani, susani, susani.
    Weil dies ein himmlisch Kindelein.
    Alleluja …
  2. Die Stimmen müssen lieblich gehn.
    Eia, eia, susani, susani, susani.
    Und Tag und Nacht nicht stille stehn.
    Alleluja …
  3. Sehr süß muss sein der Orgel Klang.
    Eia, eia, susani, susani, susani.
    Süß über allen Vogelsang.
    Alleluja …
  4. Das Saitenspiel muss lauten süß!
    Eia, eia, susani, susani, susani.
    Davon das Kindlein schlafen muss.
    Alleluja …
  5. Singt Fried den Menschen weit und breit!
    Eia, eia, susani, susani, susani.
    Gott Preis und Ehr in Ewigkeit!
    Alleluja …

Text und Meldoie: Herkunft unbekannt, beide aus Gesangsbücher des 17. Jahrhundert

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Textinterpretation

Vom Himmel hoch, o Engel, kommt! Ein himmlisches Rufen, das uns zur Krippe geleitet, wo das Wunder der Weihnacht in seiner stillen Pracht erstrahlt. Die Engel, Boten des Lichts, laden uns ein, mit ihren Liedern und Klängen die Geburt des Heilands zu feiern. Feierlich und voller Ehrfurcht versammeln wir uns, um in der Kirche die alten Melodien zu hören, die uns über Generationen hinweg begleiten. In diesen Momenten spüren wir die Verbindung zu unseren Vorfahren, die mit denselben Klängen die Heilige Nacht begingen.

Im Herzen dieser Melodien liegt eine zeitlose Botschaft: die Hoffnung auf Frieden und Liebe, die unser Leben erleuchten sollen. Die Engel, die vom Himmel herabsteigen, erinnern uns daran, dass inmitten unserer modernen Welt, voller Lärm und Hast, eine stille Einkehr möglich ist. Sie ermutigen uns, innezuhalten, zu lauschen und die Wärme der Gemeinschaft zu spüren. In der feierlichen Tradition des Weihnachtsliedes finden wir Trost und Beständigkeit, ein Leuchten in dunklen Zeiten.

Für uns heute ist dieses Lied ein Symbol der Besinnung und des Zusammenkommens. Es ruft uns auf, die einfachen Freuden des Lebens zu schätzen und die Bedeutung von Mitmenschlichkeit neu zu entdecken. Wenn du die Melodie hörst, lass dich von ihr tragen und fühle die weiche Umarmung der Tradition, die dich mit früheren und zukünftigen Generationen verbindet. In dieser Verbindung liegt die wahre Magie der Weihnacht, die uns stets daran erinnert, dass wir nie allein sind.

Hörbeispiele

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Gitarre – Noten und Tabs

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