Was soll das bedeuten | Text und Noten

Nachtszene im Stall mit Maria, Josef und dem Jesuskind in der Krippe, umgeben von Schäfern und Lämmern unter einem klaren Sternenhimmel – liebevoll im Stil eines klassischen Kinderbuchs illustriert.

Ein leises Räuspern des Himmels kündigt den Beginn eines neuen Tages an, während die Dunkelheit noch sanft über die Welt gebreitet liegt. Erinnerungen an warme Stuben, in denen der Duft von Zimt und Tannengrün die Luft erfüllt, flackern auf. Es ist die Zeit des Jahres, in der die Herzen aufmerksamer lauschen, wenn die vertrauten Klänge eines alten Weihnachtsliedes erklingen.

„Was soll das bedeuten?“ – eine Frage, die sich wie ein zarter Faden durch die knisternde Stille zieht. Sie ruft Bilder von Krippen und erwartungsvoller Ungewissheit hervor, während die Welt um dich herum in besinnlicher Ruhe verharrt. Das Lied erzählt von dieser besonderen Stunde, in der die Zeit stillzustehen scheint, voller Geheimnisse und kindlicher Fragen, die jeder von uns einst stellte, voller Wunder und Tradition.

Dieses Lied, so vertraut und doch voller Rätsel, lädt dich ein, den Zauber der Weihnacht mit offenen Augen und einem offenen Herzen zu erleben. Es ist eine Einladung, die Magie der Kindheit neu zu entdecken und in der Melodie der Besinnung zu verweilen.

historischer Hintergrund

„Was soll das bedeuten“ ist ein besinnliches Weihnachtslied, dessen Ursprünge in der volkstümlichen Musik Schlesiens um das Jahr 1840 zu finden sind. Diese Region, bekannt für ihre reiche kulturelle Tradition, hat das Lied mit einer einfachen, aber eindringlichen Melodie ausgestattet, die bis heute Herzen berührt. Der Text, der das Wunder der Weihnachtsgeschichte thematisiert, ist ebenso schlicht wie eindrucksvoll und lädt zum Nachdenken und Innehalten ein.

Als Weihnachtslied gehört „Was soll das bedeuten“ zur Kategorie der Lieder, die in der Advents- und Weihnachtszeit gesungen werden, um die frohe Botschaft der Geburt Christi zu verbreiten. Es reiht sich damit in die Tradition der deutschsprachigen Weihnachtslieder ein, die Generationen überdauern und immer wieder neu interpretiert werden.

Besonders bemerkenswert ist die weite Verbreitung des Liedes, das nicht nur in seiner ursprünglichen Form, sondern auch in zahlreichen Varianten existiert. Diese Vielfalt zeugt von der lebendigen Tradition und der zeitlosen Anziehungskraft, die das Lied auf Menschen ausübt. Immer wieder neu entdeckt, bleibt „Was soll das bedeuten“ ein fester Bestandteil des weihnachtlichen Liedguts.

Noten und Liedtext

Melodie abspielen
  1. Was soll das bedeuten? Es taget ja schon.
    Ich weiß wohl, es geht erst um Mitternacht rum.
    Schaut nur daher, schaut nur daher,
    wie glänzen die Sternlein je länger, je mehr.
  2. Treibt zusammen, treibt zusammen die Schäflein fürbass.
    Treibt zusammen, treibt zusammen, dort zeig ich euch was:
    Dort in dem Stall, dort in dem Stall
    werdet Wunderding sehen, treibt zusammen einmal.
  3. Ich hab nur ein wenig von weitem geguckt,
    da hat mir mein Herz schon vor Freuden gehupft:
    Ein schönes Kind, ein schönes Kind
    liegt dort in der Krippe bei Esel und Rind.
  1. Ein herziger Vater, der steht auch dabei,
    ein wunderschön Jungfrau kniet auch auf dem Heu,
    um und um singt’s, um und um klingt’s,
    man sieht ja kein Lichtlein, so um und um brinnt’s.
  2. Das Kindlein, das zittert vor Kälte und Frost.
    Ich dacht mir: i wer hats denn also verstoßt,
    dass man auch heut, dass man auch heut
    ihm sonst keine andere Herberg anbeut?
  3. So gehet und nehmet ein Lämmlein vom Gras
    und bringet dem schönen Christkindlein etwas.
    Geht nur fein sacht, geht nur fein sacht,
    auf dass ihr dem Kindlein kein Unruh nicht macht!

Text und Melodie: volkstümlich aus Schlesien (um 1840)

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Textinterpretation

In der stillen Dunkelheit der Nacht, wenn die Sterne flüsternd über uns wachen, erhebt sich die Frage: „Was soll das bedeuten?“ Dieses Weihnachtslied, gefangen zwischen den Schatten der Mitternacht und dem nahenden Morgenlicht, lädt uns ein, innezuhalten und die Magie der Kindheit zu spüren. Die Krippe als Symbol der Hoffnung und des Neubeginns lässt uns inmitten der Tradition und Besinnung die Einfachheit und Reinheit der festlichen Zeit neu entdecken.

Das Lied, mit seinen schlichten Worten, weckt Erinnerungen an vergangene Weihnachtsfeste, an Zeiten, in denen die Welt noch voller Wunder war. Es ist ein Aufruf, die hastige Gegenwart zu entschleunigen und sich der inneren Einkehr hinzugeben. In der Frage nach der Bedeutung verbirgt sich die Suche nach dem Wesentlichen: Was bedeutet das Licht des Morgens für uns, die wir oft in der Dunkelheit tappen?

Heute könnte das Lied als Mahnung verstanden werden, die kindliche Freude und das Staunen nicht zu verlieren. In einer Welt, die selten innehält, erinnert es uns daran, die kleinen Wunder des Alltags zu schätzen. Es fordert uns auf, die Augen zu öffnen und wahrzunehmen, was wirklich wichtig ist. Fernab von Konsum und Hektik bietet es einen Moment der Ruhe, der Hoffnung und der Gemeinschaft.

Hörbeispiele

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Gitarre – Noten und Tabs

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