Kein schöner Land in dieser Zeit | Text und Noten

Der Abend senkt sich sanft über das Land, als ein sanfter Wind durch die alten Linden streicht und ihr Blätterwerk in ein leises Flüstern versetzt. In dieser stillen Stunde entfaltet sich ein Gefühl der Geborgenheit, das tief in deinem Herzen widerhallt. Es ist die Zeit, in der Erinnerungen an laue Sommerabende lebendig werden, an denen Freundschaften im goldenen Licht der untergehenden Sonne erblühten.
„Kein schöner Land in dieser Zeit“ – der Klang dieser Worte ist wie eine sanfte Melodie, die dich in eine Welt voll Wärme und Zusammengehörigkeit entführt. Du spürst den weichen Boden unter deinen Füßen, das Rascheln der Blätter über dir und das leise Murmeln vertrauter Stimmen, die sich wie ein unsichtbares Band um dich legen. Es ist ein Lied, das von Heimat erzählt, von Momenten, die im Herzen weiterleben, und von der Schönheit, die sich in der Einfachheit des Augenblicks verbirgt.
Inmitten dieser harmonischen Klänge findet sich ein Ort, der weit mehr ist als ein Fleck auf der Landkarte – es ist ein Gefühl von Zuhause, ein unvergleichlicher Schatz, der dich immer begleiten wird.
historischer Hintergrund
„Kein schöner Land in dieser Zeit“ ist ein bezauberndes Volkslied, das die Sehnsucht nach Gemeinschaft und Heimat widerspiegelt. Der Text und die Melodie stammen von Anton Wilhelm von Zuccalmaglio, einem deutschen Komponisten und Volksliedsammler des 19. Jahrhunderts. Geschrieben wurde es um 1840 und hat sich seitdem tief in die Herzen vieler Generationen eingebrannt.
Dieses Lied, das oft bei geselligen Abenden und Lagerfeuern gesungen wird, besticht durch seine schlichte Schönheit und eingängige Melodie. Es erzählt von der Freude am Beisammensein unter freiem Himmel und der Harmonie mit der Natur. Interessanterweise gibt es zahlreiche regionale Varianten, die die Vielfalt der deutschen Volksliedtradition widerspiegeln.
Die Verbreitung des Liedes war besonders in den Wandervogel- und Jugendbewegungen des frühen 20. Jahrhunderts stark, wo es als Ausdruck eines naturnahen und gemeinschaftlichen Lebensstils galt. Heute ist „Kein schöner Land in dieser Zeit“ ein fester Bestandteil des deutschen Liedguts und wird weiterhin mit Begeisterung gesungen, um das Gefühl von Zusammengehörigkeit und Heimat zu feiern.
Noten und Liedtext
- Kein schöner Land in dieser Zeit
als hier das unsre weit und breit,
|: wo wir uns finden
wohl unter Linden zur Abendzeit. :| - Da haben wir so manche Stund
gesessen da in froher Rund
|: und taten singen,
die Lieder klingen im Eichengrund. :| - Dass wir uns hier in diesem Tal
noch treffen so viel hundertmal,
|: Gott mag es schenken,
Gott mag es lenken, er hat die Gnad. :|
Text und Melodie: Anton Wilhelm von Zuccalmaglio (1803–1869)
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Textinterpretation
Unter dem sanften Schleier des Abendlichts entfaltet sich das Lied „Kein schöner Land in dieser Zeit“ wie ein zarter Traum von Heimat und Zusammengehörigkeit. Hier, in dieser vertrauten Oase, scheint die Welt für einen kostbaren Moment stillzustehen. Die Linden, die sich über die Szenerie neigen, sind Zeugen der Freundschaft, die sich im Kreise der Vertrauten entfaltet. Der Leser spürt die Wärme einer Gemeinschaft, die in ihrer Einfachheit und Beständigkeit Trost und Frieden spendet.
In einer Zeit, in der das Streben nach Fernem oft den Blick für das Nahe verstellt, erinnert dieses Volkslied daran, die Schönheit im Hier und Jetzt zu finden. Es ist eine Einladung, innezuhalten und die Magie der Natur und der menschlichen Beziehungen zu würdigen. Der Leser mag dabei an eigene Momente der Geborgenheit denken — an Abende unter freiem Himmel, begleitet von Lachen und Geschichten, die das Herz wärmen und die Seele nähren.
„Kein schöner Land“ ist mehr als nur ein Lied; es ist eine liebevolle Umarmung der Gegenwart, ein Anker im Sturm der Schnelllebigkeit. Es mahnt, die Momente der Gemeinsamkeit zu schätzen und in der Einfachheit des Seins Erfüllung zu finden. Der Leser, in die Melodie eingehüllt, fühlt sich vielleicht ermutigt, die kleinen Paradiese des Alltags zu suchen und in der Natur und in den Armen der Liebsten Heimat zu finden.
In der Stille des Abends, wo Gemeinschaft blüht, zeigt sich die Sehnsucht nach Heimat und Frieden; ein Ort, an dem die Seele zur Ruhe kommt und das Leben in Dankbarkeit gefeiert wird.







