Horch was kommt von draußen rein | Text und Noten

Ein gemaltes Bild im nostalgischen Kinderbuchstil zeigt einen jungen Mann, der sehnsüchtig aus einem Fenster mit grünen Fensterläden blickt. Draußen auf einem gewundenen Feldweg geht ein Mädchen in rotem Kleid und Strohhut vorbei, ohne sich umzusehen. Umgeben ist die Szene von Wiesen mit Gänseblümchen und Vergissmeinnicht unter einem weichen Sonnenuntergang.

Ein leises Knistern in der Abendluft, das Rascheln der Blätter im sanften Wind – es ist, als flüstere die Nacht ihre Geheimnisse. Ein vertrautes Gefühl steigt in dir auf, wenn du die Melodie hörst, die durch die kühle Dämmerung weht. „Horch, was kommt von draußen rein?“ erklingt es, und mit einem Mal bist du wieder dort, in jener stillen Stunde, in der die Zeit kurz innehält.

Die Worte des alten Volksliedes malen Bilder von Sehnsucht und Erwartung. Es ist die Spannung der Ankunft, das Kribbeln des Ungewissen, das sich mit der Hoffnung mischt. Die Reime tanzen wie funkelnde Sterne über der dunklen Landschaft, während das Herz einen vertrauten Rhythmus schlägt. Du erinnerst dich an Abende voller Lachen, an vertraute Gesichter, die im Schein der Laterne auftauchen.

Diese Melodie, so einfach und doch so tief, ist ein Teil von dir. Sie verbindet Generationen, erzählt von Liebe und Heimat, von dem, was war und immer sein wird. In ihrer Schlichtheit liegt ein Zauber, der dich innehalten lässt, um den Moment zu spüren, der das Lied so besonders macht.

historischer Hintergrund

„Horch, was kommt von draußen rein“ entstammt der reichen Tradition deutscher Volkslieder, die im 18. Jahrhundert ihren Ursprung fanden. Diese musikalische Form, tief verwurzelt in der Kultur und im Alltag der Menschen jener Zeit, zeichnet sich durch eingängige Melodien und leicht verständliche Texte aus, die mündlich überliefert und von Generation zu Generation weitergegeben wurden.

Als klassisches Volkslied erlangte „Horch, was kommt von draußen rein“ besondere Bedeutung durch seine schlichte, aber eindringliche Melodie, die es ermöglicht, das Lied leicht zu erinnern und weiterzugeben. Diese Eigenschaften trugen maßgeblich zu seiner weiten Verbreitung bei. Im Laufe der Jahrhunderte entstanden zahlreiche Varianten, die regionale Einflüsse und Anpassungen widerspiegeln, was die dynamische Natur von Volksliedern unterstreicht.

In der Geschichte des Liedes spiegelt sich die Sehnsucht nach Gemeinschaft und der vertrauten Umgebung wider, Themen, die in vielen Volksliedern jener Zeit zentrale Rollen spielen. So bleibt „Horch, was kommt von draußen rein“ ein lebendiges Zeugnis der Volkskultur, das bis heute seine Relevanz bewahrt hat und weiterhin gesungen wird.

Noten und Liedtext

Melodie abspielen
  1. Horch, was kommt von draußen rein? Hollahi, hollaho!
    Wird wohl mein Feinsliebchen sein, hollahiaho!
    Geht vorbei und schaut nicht rein, hollahi, hollaho,
    wird’s wohl nicht gewesen sein, hollahiaho!
  2. Leute haben’s oft gesagt, hollahi, hollaho,
    was ich für’n Feinsliebchen hab, hollahiaho!
    Lass sie reden, schweig fein still, hollahi, hollaho,
    kann ja lieben, wen ich will, hollahiaho!
  3. Wenn mein Liebchen Hochzeit hat, hollahi, hollaho,
    ist für mich ein Trauertag, hollahiaho!
    Geh‘ dann in mein Kämmerlein, hollahi, hollaho,
    trag‘ den Schmerz für mich allein, hollahiaho!
  1. Wenn ich dann gestorben bin, hollahi, hollaho,
    trägt man mich zum Grabe hin, hollahiaho!
    Setzt mir einen Leichenstein, hollahi, hollaho,
    pflanzt mir drauf Vergissnichtmein, hollahiaho!

Text und Melodie: Volkslied (18. Jahrhundert)

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Textinterpretation

In der leisen Melodie des Liedes „Horch, was kommt von draußen rein“ schwingt die Vorfreude auf das Unbekannte mit, das sich durch die Nacht ankündigt. Der Klang der Schritte, der die Dunkelheit durchbricht, ruft Erinnerungen an alte Zeiten wach, als das Erscheinen eines geliebten Menschen ein kostbares Geschenk war. Diese Ankunft, eingehüllt in die Magie der Erwartung, spiegelt eine universelle Sehnsucht wider, die auch heute noch in den Herzen widerhallt. Wer mag es sein, der dort draußen in der Ferne naht?

Das Lied beschwört die Spannung herauf, die zwischen dem drinnen und draußen existiert, zwischen dem Bekannten und dem Geheimnisvollen. In der modernen Welt, wo Nachrichten und Menschen aus aller Welt in Sekundenbruchteilen zueinander gelangen, bleibt doch das uralte Gefühl der Vorfreude bestehen. Es ist die Hoffnung, dass das, was von draußen kommt, unser Leben bereichern wird. Der Rhythmus und die Reime des Volksliedes tragen diese zeitlose Botschaft auf sanften Flügeln zu uns.

In der heutigen Zeit erinnert uns das Lied daran, innezuhalten und den Moment der Ankunft zu schätzen. Es lädt uns ein, die Spannung des Augenblicks zu genießen, bevor die Gewissheit zur Gewohnheit wird. Der Leser mag beim Hören des Liedes an eigene Erlebnisse denken, an die flüchtigen Momente der Erwartung und die Freude, die mit der Ankunft eines geliebten Menschen oder neuen Erlebnisses einhergeht. So bleibt das Lied ein leises Echo unserer tiefsten Wünsche und Träume.

Hörbeispiele

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