Es waren zwei Königskinder | Text und Noten

Zwei Königskinder an getrennten Ufern eines Flusses, Mädchen zündet Kerzen an, Prinz blickt traurig zu ihr, Nonne löscht Kerzen, melancholische Märchenszene.

Ein leises Seufzen entfaltet sich wie ein Wispern über die Wellen, getragen von einem alten Lied, das in deiner Seele widerhallt. Dort, wo das Meer den Horizont küsst, erheben sich die bittersüßen Klänge zweier Königskinder, deren Liebe so tief wie unüberbrückbar ist. In den melancholischen Melodien spürst du ihre Sehnsucht, ein Flüstern der Vergangenheit, das in deine Gegenwart dringt.

Die Ballade öffnet ein Fenster zu einer Welt, in der sich Hoffnungen an den Klippen der Realität brechen. Du fühlst die Tragik der unerreichbaren Liebe, die wie ein stummer Schrei in den Wogen der Zeit verhallt. Diese Geschichte, so alt wie die Gezeiten selbst, zieht dich in ihren Bann, lässt dich die Kälte des Wassers und die Wärme der Hoffnung zugleich spüren. Lass dich von den Tönen dieses Volksliedes umarmen, während sie wie ein leiser Windhauch Erinnerungen und Emotionen in dir wecken.

historischer Hintergrund

„Es waren zwei Königskinder“ ist ein eindrucksvolles Volkslied, dessen Ursprünge tief in der europäischen Folklore verwurzelt sind. Bereits im Jahr 1807 fand es erstmals den Weg in den Druck, doch seine mündliche Überlieferung reicht vermutlich viel weiter zurück. Der Text erzählt die tragische Geschichte zweier Liebender, getrennt durch das Wasser, das sie zu überwinden suchen. Diese ergreifende Erzählung hat Generationen von Zuhörern berührt und inspiriert.

Als Volkslied gehört es zu einer Kategorie von Musikstücken, die durch ihre einfache, einprägsame Melodie und universellen Themen bestechen. Die Melodie von „Es waren zwei Königskinder“ variiert in den unterschiedlichen Fassungen, die in verschiedenen Regionen überliefert wurden. Diese Variabilität ist charakteristisch für Volkslieder, die oft mündlich weitergegeben und an regionale Gegebenheiten angepasst werden.

Die Verbreitung des Liedes ist bemerkenswert, da es in zahlreichen Varianten existiert und im Laufe der Jahrhunderte in verschiedenen Kulturen Anklang gefunden hat. Es spiegelt die universellen menschlichen Erfahrungen von Liebe und Verlust wider und bleibt ein lebendiges Zeugnis der kulturellen Traditionen, die es hervorgebracht haben.

Noten und Liedtext

Melodie abspielen
  1. Es waren zwei Königskinder,
    die hatten einander so lieb.
    Sie konnten zusammen nicht kommen,
    das Wasser war viel zu tief.
  2. „Ach, Liebster, kannst du nicht schwimmen?
    So schwimme doch her zu mir!
    Drei Kerzen will ich dir anzünden
    und die sollen leuchten dir.“
  3. Das hört´ eine falsche Nonne,
    die tat, als wenn sie schlief.
    Sie tät die Kerzen auslöschen,
    der Jüngling ertrank so tief.
  1. Ein Fischer wohl fischte lange,
    bis er den Toten fand.
    „Sieh‘ da, du liebliche Jungfrau,
    hast hier deinen Königssohn!“
  2. Sie nahm ihn in ihre Arme
    und küßt´ seinen bleichen Mund.
    Es musst ihr das Herzelein brechen,
    sie sank in den Tod zur Stund.

Text und Melodie: Volksweise (verschiedene Fassungen überliefert, erstmals 1807 gedruckt)

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Textinterpretation

Zwischen den Zeilen der alten Ballade „Es waren zwei Königskinder“ entfaltet sich das ewige Drama unerfüllter Liebe. Zwei Seelen, zueinander hingezogen, getrennt durch ein unüberwindbares Meer, verkörpern die schmerzvolle Sehnsucht nach Nähe und Einheit. Die Melancholie dieser Erzählung zieht uns in ihren Bann, erinnert an die bittersüße Schönheit vergangener Zeiten, als die Natur selbst als unbarmherzige Barriere zwischen liebenden Herzen stand.

In der heutigen Welt, wo Distanzen durch Technologie scheinbar überwunden werden, bleibt die Geschichte der Königskinder eine universelle Metapher für die Hindernisse, die Liebende trennen können. Sei es durch innere Konflikte, äußere Umstände oder gesellschaftliche Erwartungen – das Gefühl der Unzulänglichkeit und das Streben nach einem unerreichbaren Ideal sind zeitlos. Diese Ballade ruft uns dazu auf, die Tiefe unserer Gefühle zu reflektieren und die Brücken zu würdigen, die wir bauen müssen, um zueinander zu finden.

Der Leser mag sich in der stillen Melancholie der Königskinder wiederfinden, in der bittersüßen Erkenntnis, dass Liebe oft mit Herausforderungen und Opfern verbunden ist. Doch gerade in dieser Tragik liegt auch eine besondere Schönheit – die Erinnerung daran, dass wahre Liebe die Kraft hat, selbst die tiefsten Abgründe zu überwinden, und dass sie, obwohl manchmal unerfüllt, dennoch unser Leben bereichert und formt.

Hörbeispiele

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