A, a, a, der Winter, der ist da | Text und Noten

Ein sanftes Knistern erfüllt die Luft, während leise Schneeflocken wie tanzende Feen zur Erde schweben. Die Welt hat sich unter einer flauschigen Decke aus Weiß versteckt, und die klare Kälte haucht deinen Wangen rosige Frische ein. Kinderlachen hallt durch den Park, begleitet vom Knirschen der Schritte im Schnee, und in der Ferne beginnt eine vertraute Melodie zu erklingen.
„A, a, a, der Winter, der ist da!“ – Die einfachen, fröhlichen Worte eines Kinderliedes zaubern ein Lächeln auf dein Gesicht und versetzen dich zurück in jene unbeschwerten Tage voller Zauber und Neugier. Es ist ein Lied wie ein liebevoll gehauchter Atem auf einer kalten Fensterscheibe, ein Erinnern an die Magie der ersten Schneemänner und die Wärme von Kakao nach einem Tag im Freien. Mit jedem Vers entfaltet sich die kindliche Freude an den Reimen, die den Winter in seiner ganzen Pracht und Einfachheit feiern.
historischer Hintergrund
„A, a, a, der Winter, der ist da“ ist ein charmantes Volkslied, das seinen festen Platz im Repertoire deutscher Kinderlieder gefunden hat. Entstanden in einer Zeit, in der mündliche Überlieferung die Norm war, weist das Lied typische Merkmale eines Volksliedes auf: einfache, eingängige Melodien und leicht verständliche Texte, die zum Mitsingen einladen.
Besonders bemerkenswert ist die Vielfalt an Textvarianten, die sich im Laufe der Jahre entwickelt haben. Jede Region, manchmal sogar jede Familie, scheint ihre eigene Version zu besitzen, was die lebendige Tradition und Anpassungsfähigkeit solcher Lieder unterstreicht. Diese Varianten zeugen von der kreativen Auseinandersetzung mit dem Thema Winter und der Freude, die Jahreszeiten musikalisch zu begrüßen.
In Kindergärten und Schulen wird das Lied regelmäßig gesungen, oft als Teil von Winter- oder Weihnachtsprogrammen. Diese weitreichende Verbreitung verdankt es seiner einfachen Struktur und der Möglichkeit, Kinder spielerisch an die Jahreszeiten heranzuführen. So bleibt „A, a, a, der Winter, der ist da“ ein lebendiger Teil der kulturellen Bildung und des kollektiven Gedächtnisses.
Noten und Liedtext
- A, a, a, der Winter, der ist da!
Herbst und Sommer sind vergangen,
Winter, der hat angefangen.
A, a, a, der Winter, der ist da! - E, e, e, er bringt uns Eis und Schnee!
Malt uns gar zum Zeitvertreiben
Blumen an die Fensterscheiben.
E, e, e, er bringt uns Eis und Schnee! - I, i, i, vergiß die Armen nie!
Wenn du liegst in warmen Kissen,
denk an die, die frieren müssen.
I, i, i, vergiß die Armen nie!
Text und Melodie: Volkslied
Es sind, wie bei Volkliedern nicht unüblich, noch andere Textvarianten bekannt.
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Textinterpretation
Der Winter, ein alter Bekannter, tritt leise auf die Bühne des Jahres. Mit dem ersten Vers „A, a, a, der Winter, der ist da!“ erinnert das Lied an die Vergänglichkeit der Jahreszeiten. Herbst und Sommer haben sich verabschiedet, und nun breitet der Winter seinen eisigen Mantel über die Landschaft. Diese einfache Melodie, die uns in die Kindheit zurückversetzt, symbolisiert den Zyklus des Lebens. Wie die Jahreszeiten, so wandeln sich auch unsere Lebensphasen – ein stetes Kommen und Gehen, das uns lehrt, den Moment zu schätzen.
Das Kinderlied, mit seinen klaren Reimen und Buchstaben, spricht die frühen Erinnerungen in uns an, als die Welt noch voller Wunder und Entdeckungen war. Es ist ein Lied der Einfachheit, das uns einlädt, im hektischen Alltag innezuhalten und die Schönheit im Einfachen zu sehen. Der Winter mit seinen Schneeflocken und kühlen Winden fordert uns auf, innezuhalten und die Ruhe zu suchen, die oft übersehen wird. Was empfindest du, wenn du die Kälte auf deiner Haut spürst und die Schneedecke bestaunst?
In der heutigen Zeit könnte das Lied als sanfte Ermahnung dienen, sich den natürlichen Rhythmen hinzugeben und den Wechsel der Jahreszeiten nicht nur zu ertragen, sondern bewusst zu erleben. Es ist eine Einladung, sich der kindlichen Freude am Winter hinzugeben und die Magie dieser stillen Jahreszeit zu entdecken. Lass dich von der Einfachheit des Liedes inspirieren und finde in der Kälte die Wärme des Augenblicks – eine Erinnerung daran, dass auch der Winter seinen Zauber hat.
Im Winter verschmelzen Freude und Mitgefühl; während die Kälte die Welt umhüllt, erinnert uns das Herz an die, die frieren. In der Dunkelheit blüht das Licht der Nächstenliebe.






