Der Winter ist ein rechter Mann | Text und Noten

MerkenNotenblatt „Der Winter ist ein rechter Mann“. Einstimmige Melodie im Violinschlüssel, F-Dur, 4/4-Takt, mit der 1. Strophe des Liedtextes.
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Text
Matthias Claudius
Melodie
Johann Friedrich Reichardt
Tonart
F-Dur
Taktart
4/4-Takt
Inhalt dieser Seite

Liedtext

  1. Der Winter ist ein rechter Mann,
    kernfest und auf die Dauer;
    sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an
    und scheut nicht süß noch sauer.
  2. Er zieht sein Hemd im Freien an,
    und läßt’s vorher nicht wärmen;
    und spottet über Fluß im Zahn
    und Grimmen in Gedärmen.
  3. Aus Blumen und aus Vogelsang
    weiß er sich nichts zu machen,
    hasst warmen Trank und warmen Klang
    und alle warmen Sachen.
  4. Doch wenn die Füchse bellen sehr,
    wenn’s Holz im Ofen knittert,
    und um den Ofen Knecht und Herr
    die Hände reibt und zittert;
  5. Wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht
    und Teich’ und Seen krachen:
    Das klingt ihm gut, das hasst er nicht,
    dann will er tot sich lachen.
Weitere Strophen (2)
  1. Sein Schloß von Eis liegt ganz hinaus
    beim Nordpol an dem Strande;
    doch hat er auch ein Sommerhaus
    im lieben Schweizerlande.
  2. Da ist er denn bald dort, bald hier,
    gut’ Regiment zu führen.
    Und wenn er durchzieht, stehen wir
    und seh’n ihn an und frieren.

Klavier & Keyboard

Der Winter ist ein rechter Mann: Klavier-Noten zum Ausdrucken

Die Klavier-Noten von oben gibt es hier zum Ausdrucken und Anhören. Über jeder Note steht ihr Buchstabe, so findest du die passende Taste sofort. Das Lied steht hier in F-Dur.

Gitarre

Der Winter ist ein rechter Mann: Gitarren-Noten mit Tabs

Auf der Gitarre brauchst du für dieses Lied nur die Saiten A, D, G und H und die ersten drei Bünde. Die Tab unter den Noten zeigt Saite und Bund, die Buchstaben darüber den Ton. Das Lied steht in F-Dur wie oben und beginnt mit C F F F E F.

MerkenNotenblatt „Der Winter ist ein rechter Mann“ für Gitarre: Melodie mit Buchstaben über den Noten, darunter der Liedtext der 1. Strophe und die Gitarren-Tabulatur mit Bundzahlen.

„Der Winter ist ein rechter Mann“ für Gitarre: Melodie mit Buchstaben, Liedtext und Tab

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Blockflöte

Der Winter ist ein rechter Mann: Blockflöten-Noten mit Buchstaben

Mit der Sopranblockflöte ist das ein leichtes Lied: Alle Töne stehen in der Anfänger-Grifftabelle. Die Buchstaben über den Noten sagen dir, welchen Griff du brauchst, in F-Dur wie oben.

MerkenNotenblatt „Der Winter ist ein rechter Mann“ für Blockflöte: Melodie mit Buchstaben über den Noten, darunter der Liedtext der 1. Strophe.

„Der Winter ist ein rechter Mann“ für Blockflöte: Melodie mit Buchstaben und Liedtext

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Du brauchst noch die Griffe dazu? Die Grifftabelle gibt es für beide Griffweisen – welche deine Flöte hat, steht meist auf der Verpackung oder in der Anleitung:

Geige

Der Winter ist ein rechter Mann: Geigen-Noten mit Buchstaben und Fingersatz

Auf der Geige wechselt hier beim Saitenwechsel die Handstellung – der 2. Finger liegt mal hoch, mal tief. Ein guter zweiter Schritt. Über jeder Note stehen Buchstabe und Fingerziffer in der Farbe der Saite, gespielt auf der D- und A-Saite. Hier steht das Lied in G-Dur, damit es auf der Geige bequem liegt. Das Griffbrett unter den Noten zeigt, wo du die Töne greifst. Es beginnt mit D G G G Fis G.

MerkenNotenblatt „Der Winter ist ein rechter Mann“ für Geige: Melodie mit Buchstaben und Fingerziffern in Saitenfarben über den Noten, darunter der Liedtext der 1. Strophe, unten das Griffbrett der ersten Lage mit den gegriffenen Tönen.

„Der Winter ist ein rechter Mann“ für Geige: Melodie mit Buchstaben, Fingersatz und Griffbrett

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Du willst alle Töne der ersten und zweiten Lage auf dem Griffbrett sehen? Die Übersicht zeigt sie mit Notennamen und Fingersätzen:

Geigen-Griffbrett-Übersicht – Noten, Fingersätze und Lagen Alle Töne der ersten und zweiten Lage auf dem Griffbrett, 3 Blätter als PDF Auf Etsy ansehen

Ukulele

Der Winter ist ein rechter Mann: Ukulele-Noten mit Tabs

Die Ukulele kommt hier mit drei Saiten aus, C, E und A, die G-Saite bleibt frei. Die Tab liest sich wie bei der Gitarre: Zahl gleich Bund, Linie gleich Saite. Mehr als drei Bünde brauchst du nicht. Hier steht das Lied in F-Dur und beginnt mit C F F F E F.

MerkenNotenblatt „Der Winter ist ein rechter Mann“ für Ukulele: Melodie mit Buchstaben über den Noten, darunter der Liedtext der 1. Strophe und die Ukulele-Tabulatur mit Bundzahlen.

„Der Winter ist ein rechter Mann“ für Ukulele: Melodie mit Buchstaben, Liedtext und Tab

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Passende Sammlungen zum Ausdrucken:

Lieder aus der Sammlung „50 deutsche Volkslieder“

Über das Lied

Mit dem ersten Atemzug am frühen Morgen spürst du die klare Kälte, die in der Luft liegt und die Welt in ein silbernes Licht taucht. Es ist, als ob der Winter selbst, dieser unerschütterliche Mann aus dem Lied, seine kräftigen Hände ausgestreckt hat, um alles mit seiner eisigen Berührung zu umhüllen. Seine Präsenz ist stark und unverkennbar, wie das Knirschen der Schneeflocken unter deinen Füßen, das an vergessene Winterabenteuer erinnert.

Der Winter ist kein launischer Geselle, sondern ein beständiger Begleiter, der dir mit jedem rauen Atemzug zeigt, dass er aus derselben robusten Materie wie die alten Geschichten besteht. Das Lied singt von seiner unnachgiebigen Natur, von Fleisch, das sich wie Eisen anfühlt, und von einer Stärke, die sich nicht vor der Kälte scheut. Diese Melodie erweckt die Erinnerungen an verschneite Wälder und den stillen Zauber einer Welt, die unter einem frostigen, doch schützenden Mantel schläft.

Historischer Hintergrund

Das Lied „Der Winter ist ein rechter Mann“ entstammt der Feder des deutschen Dichters Matthias Claudius, der von 1740 bis 1815 lebte. Claudius, bekannt für seine volksnahe und zugleich tiefgründige Lyrik, verfasste den Text als Teil seiner Sammlung „Asmus omnia sua secum portans“. Die Melodie, die dem Gedicht Leben einhaucht, wird Johann Friedrich Reichardt zugeschrieben, einem einflussreichen Komponisten und Zeitgenossen Claudius‘.

Als Volkslied klassifiziert, erfreut sich das Werk einer breiten Beliebtheit, die bis in die heutige Zeit anhält. Seine eingängige Melodie und die bildhafte Sprache machen es zu einem festen Bestandteil des deutschen Liedguts. Die Darstellung des Winters als kraftvoller, respektgebietender Mann verleiht dem Lied eine besondere Ausdrucksstärke.

Vielfältige Interpretationen und Varianten haben im Laufe der Zeit zur Verbreitung beigetragen. Besonders in der Romantik erlebte das Lied eine Renaissance, als die Sehnsucht nach Naturverbundenheit und Ursprünglichkeit wuchs. So bleibt „Der Winter ist ein rechter Mann“ ein lebendiges Zeugnis deutscher Kulturgeschichte.

Textinterpretation

Der Winter, als rechter Mann porträtiert, erscheint in seiner unerschütterlichen Stärke und Beständigkeit. Wie ein ehrwürdiger, alter Wächter der Natur, der mit Eisen gefestigt ist, trotzt er der Vergänglichkeit und flößt Respekt ein. Seine Kälte, so schneidend und doch faszinierend, ist ein Spiegel der Unbarmherzigkeit, die das Leben mit sich bringen kann. In dieser eisigen Umarmung der Natur liegt eine stille, ehrfürchtige Schönheit, die uns zur Reflexion über die eigene Beständigkeit und Widerstandskraft anregt.

Im heutigen Kontext könnte das Lied als Metapher für die Herausforderungen und Prüfungen des Alltags stehen, denen wir gegenüberstehen. Der Winter, mit seiner unerbittlichen Kälte, erinnert uns daran, dass auch schwierige Zeiten überdauerbar sind, wenn wir uns, wie er, fest und entschlossen der Welt präsentieren. Vielleicht fühlst du dabei ein wenig Melancholie, doch auch eine stille Anerkennung der eigenen inneren Stärke, die es ermöglicht, selbst die härtesten Winter zu überstehen.

Der Winter lehrt uns, die Ruhe in der Kälte zu finden, die Beständigkeit im Wandel zu erkennen. Wenn der Schnee die Welt in ein stilles, weißes Tuch hüllt, können wir innehalten und die Kraft finden, die in der Geduld liegt. Dieses Volkslied lädt uns ein, die Zyklen der Natur als Teil unseres Daseins zu akzeptieren und uns mit der Weisheit des Winters zu verbinden, die uns lehrt, dass jede Jahreszeit, so kalt sie auch sein mag, ihre eigene Bedeutung und Schönheit besitzt.

Der Winter, stark und unbarmherzig, lehrt uns die Kraft der Herausforderungen und die Schönheit des Widerstands, während wir in der Kälte innehalten und die Wärme des Lebens neu schätzen.

Hörbeispiele

  • Rolf Zuckowski
  • Eva, Eric Und Der Schneeflöckchen Chor
  • Kehrwieder Kinderchor
Weitere Hörbeispiele (3)
  • Das Solistenensemble
  • Tölzer Knabenchor
  • LiedTexte

Quellen

Quellen anzeigen (6)

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