Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein | Text und Noten

Ein kleiner Prinz schläft friedlich in einem Holzbett mit blauer Decke. Durch das Fenster scheint der helle Vollmond auf sein Gesicht, während ein Vogel auf dem Fenstersims wacht. Draußen ist ein kleines Häuschen zu sehen. Die Szene wirkt ruhig, zärtlich und märchenhaft – gemalt in weichen Aquarellfarben.

Sanft schmiegt sich die Dämmerung an die Welt, während die letzten Sonnenstrahlen wie zärtliche Küsse über die Wipfel der Bäume gleiten. Ein leises Flüstern geht durch die Luft, als ob die Natur selbst den Atem anhält, um dem zarten Schlaflied zu lauschen, das durch die Nacht schwebt. „Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein“ – diese Worte, gleich einer sanften Umarmung, tragen die Wärme unzähliger Erinnerungen in sich, Erinnerungen an die behüteten Stunden in der Geborgenheit eines Kinderzimmers.

In dieser Melodie liegt eine stille Magie, die das Herz wie eine sanfte Brise streichelt. Du fühlst die Ruhe des Gartens, der im Mondlicht schlummert, und die müde Zuflucht der Schäfchen und Vögelchen. Alles scheint in eine friedvolle Stille getaucht, während der kleine Prinz in seinen Träumen versinkt. Es ist der Zauber dieser zarten Momente, der das Lied zu einem zeitlosen Begleiter macht, der uns zurück in die Kindheit führt, wo die Nacht eine Decke aus Sternen und leisen Melodien war.

historischer Hintergrund

„Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein“ ist ein bezauberndes Wiegenlied, dessen Ursprünge in der deutschen Kultur tief verwurzelt sind. Der Text stammt aus der Feder von Friedrich Wilhelm Gotter, einem angesehenen Dichter des 18. Jahrhunderts, der von 1746 bis 1797 lebte. Die Melodie hingegen bleibt ein Rätsel, da sie keinem Komponisten eindeutig zugeordnet werden kann. Mögliche Urheber sind Johann Friedrich Anton Fleischmann, Bernhard Flies oder gar der große Wolfgang Amadeus Mozart.

Als Volkslied hat „Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein“ einen festen Platz in der musikalischen Tradition gefunden. Es besticht durch seine sanften Melodien und beruhigenden Worte, die Generationen von Kindern in den Schlaf wiegen. Diese universelle Anziehungskraft sorgt für eine weitreichende Verbreitung und zahlreiche Varianten im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus.

Besonders bemerkenswert ist die Art und Weise, wie das Lied über die Jahrhunderte in verschiedenen Kulturen adaptiert wurde. Trotz seiner unklaren Herkunft bleibt es ein zeitloses Werk, das die Herzen junger und alter Zuhörer gleichermaßen berührt und die Magie der Nacht musikalisch einfängt.

Noten und Liedtext

Melodie abspielen
  1. Schlafe, mein Prinzchen, es ruhn
    Schäfchen und Vögelchen nun,
    Garten und Wiese verstummt,
    auch nicht ein Bienchen mehr summt.
    Luna mit silbernem Schein,
    gucket zum Fenster herein.
    Schlafe beim silbernen Schein!
    Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein!
    Schlaf ein, schlaf ein.
  2. Alles im Schlosse nun liegt
    tief in den Schlummer gewiegt,
    Küche und Keller sind leer,
    es reget kein Mäuschen sich mehr.
    Nur in der Zofe Gemach
    tönet ein schmelzendes „Ach“!
    Was für ein Ach mag das sein?
    Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein!
    Schlaf ein, schlaf ein.
  3. Wer ist beglückter als du?
    Nichts als Vergnügen und Ruh;
    Zucker und Spielwerk vollauf
    und noch Karossen im Lauf!
    Alles benutzt und bereit,
    dass nur mein Prinzchen nicht schreit.
    Was wird es künftig erst sein?
    Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein!
    Schlaf ein, schlaf ein.

Text: Friedrich Wilhelm Gotter (1746-1797)
Melodie: nicht eindeutig nachvollziehbar.
Anwärter: Johann Friedrich Anton Fleischmann (1766-1798), Bernhard Flies, Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

Video-Tutorial & Downloads

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Textinterpretation

„Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein“ entführt uns in die stille, schützende Umarmung der Nacht. Die Welt scheint zu ruhen, während Schäfchen und Vögelchen in friedlichem Schlaf versinken. Der Garten, die Wiese, selbst die Bienchen haben ihre geschäftigen Klänge verstummen lassen. Diese sanfte Stille, dieses Gefühl von Geborgenheit, das im Wiegenlied mitschwingt, spiegelt die Sehnsucht nach Ruhe und Frieden wider, die auch in unserem hektischen Alltag so kostbar ist.

Das Lied erinnert uns an die unschuldige Unbeschwertheit der Kindheit, als die Welt noch voller Wunder und Geborgenheit war. Es ist ein sanftes Versprechen an den Prinzen – oder an uns selbst –, dass die Nacht eine sichere Zuflucht bietet, in der Sorgen und Ängste schweigen. In der modernen Welt suchen wir oft nach solch einem Ort der Ruhe, einem Moment, in dem wir die Hektik des Alltags hinter uns lassen und uns einfach dem Frieden hingeben können.

Beim Lauschen dieses alten Volksliedes mag der Leser eine leise Melancholie verspüren, die ihn an die Unschuld vergangener Tage erinnert. Doch zugleich ist da auch ein Trost, ein Versprechen, dass selbst in einer lauten Welt die Möglichkeit zur Ruhe besteht. Es ist eine Einladung, innezuhalten, sich dem Zauber der Nacht hinzugeben und die Seele in sanfte Träume zu wiegen. Möge jeder Leser seinen eigenen Ort der Ruhe finden, an dem die Welt für einen Moment still steht.

Hörbeispiele

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert