Bunt sind schon die Wälder | Text und Noten

MerkenNotenblatt „Bunt sind schon die Wälder“. Einstimmige Melodie im Violinschlüssel, G-Dur, 6/8-Takt, mit der 1. Strophe des Liedtextes.
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Text
Johann Gaudenz Freiherr von Salis-Seewis
Melodie
Johann Friedrich Reichardt
Tonart
G-Dur
Taktart
6/8-Takt
Inhalt dieser Seite

Liedtext

  1. Bunt sind schon die Wälder,
    gelb die Stoppelfelder,
    und der Herbst beginnt.
    Rote Blätter fallen,
    graue Nebel wallen,
    kühler weht der Wind.
  2. Wie die volle Traube
    aus dem Rebenlaube
    purpurfarbig strahlt!
    Am Geländer reifen
    Pfirsiche, mit Streifen
    rot und weiß bemalt.
  3. Flinke Träger springen,
    und die Mädchen singen,
    alles jubelt froh!
    Bunte Bänder schweben
    zwischen hohen Reben
    auf dem Hut von Stroh.
  4. Geige tönt und Flöte
    bei der Abendröte
    und im Mondesglanz;
    junge Winzerinnen
    winken und beginnen
    frohen Erntetanz.

Klavier & Keyboard

Bunt sind schon die Wälder: Klavier-Noten zum Ausdrucken

Die Klavier-Noten von oben gibt es hier zum Ausdrucken und Anhören. Über jeder Note steht ihr Buchstabe, so findest du die passende Taste sofort. Das Lied steht hier in G-Dur.

Gitarre

Bunt sind schon die Wälder: Gitarren-Noten mit Tabs

Auf der Gitarre brauchst du für dieses Lied nur die Saiten A, D, G und H und die ersten fünf Bünde. Die Tab unter den Noten zeigt Saite und Bund, die Buchstaben darüber den Ton. Das Lied steht in G-Dur wie oben und beginnt mit G G G Fis G A.

MerkenNotenblatt „Bunt sind schon die Wälder“ für Gitarre: Melodie mit Buchstaben über den Noten, darunter der Liedtext der 1. Strophe und die Gitarren-Tabulatur mit Bundzahlen.

„Bunt sind schon die Wälder“ für Gitarre: Melodie mit Buchstaben, Liedtext und Tab

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Blockflöte

Bunt sind schon die Wälder: Blockflöten-Noten mit Buchstaben

Auf der Sopranblockflöte liegen ein paar Töne höher oder brauchen einen besonderen Griff – das ist etwas für die zweite Lernrunde. Die Buchstaben über den Noten sagen dir, welchen Griff du brauchst, in G-Dur wie oben.

MerkenNotenblatt „Bunt sind schon die Wälder“ für Blockflöte: Melodie mit Buchstaben über den Noten, darunter der Liedtext der 1. Strophe.

„Bunt sind schon die Wälder“ für Blockflöte: Melodie mit Buchstaben und Liedtext

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Du brauchst noch die Griffe dazu? Die Grifftabelle gibt es für beide Griffweisen – welche deine Flöte hat, steht meist auf der Verpackung oder in der Anleitung:

Geige

Bunt sind schon die Wälder: Geigen-Noten mit Buchstaben und Fingersatz

Auf der Geige kommt hier ein Fingerwechsel auf derselben Saite, ein hoher 3. Finger oder ein Saitensprung vor – etwas für die zweite Lernrunde. Über jeder Note stehen Buchstabe und Fingerziffer in der Farbe der Saite, gespielt auf der D-, A- und E-Saite. Hier steht das Lied in D-Dur, damit es auf der Geige bequem liegt. Das Griffbrett unter den Noten zeigt, wo du die Töne greifst. Es beginnt mit D D D Cis D E.

MerkenNotenblatt „Bunt sind schon die Wälder“ für Geige: Melodie mit Buchstaben und Fingerziffern in Saitenfarben über den Noten, darunter der Liedtext der 1. Strophe, unten das Griffbrett der ersten Lage mit den gegriffenen Tönen.

„Bunt sind schon die Wälder“ für Geige: Melodie mit Buchstaben, Fingersatz und Griffbrett

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Du willst alle Töne der ersten und zweiten Lage auf dem Griffbrett sehen? Die Übersicht zeigt sie mit Notennamen und Fingersätzen:

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Ukulele

Bunt sind schon die Wälder: Ukulele-Noten mit Tabs

Die Ukulele kommt hier mit drei Saiten aus, C, E und A, die G-Saite bleibt frei. Die Tab liest sich wie bei der Gitarre: Zahl gleich Bund, Linie gleich Saite. Mehr als fünf Bünde brauchst du nicht. Hier steht das Lied in G-Dur und beginnt mit G G G Fis G A.

MerkenNotenblatt „Bunt sind schon die Wälder“ für Ukulele: Melodie mit Buchstaben über den Noten, darunter der Liedtext der 1. Strophe und die Ukulele-Tabulatur mit Bundzahlen.

„Bunt sind schon die Wälder“ für Ukulele: Melodie mit Buchstaben, Liedtext und Tab

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Dieses Lied als Noten-Heft für dein Instrument

„Bunt sind schon die Wälder“ ist in diesen Sammlungen zum Ausdrucken enthalten:

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Weitere Lieder aus der Sammlung „10 deutsche Herbstlieder“

Über das Lied

Wenn die ersten kühlen Winde durch die Straßen streifen und die Sonne goldenes Licht über die Landschaft legt, spürst du vielleicht die sanfte Umarmung des Herbstes. Erinnerst du dich an jenen Spaziergang durch den Wald, als die Bäume in leuchtenden Farben explodierten und die Luft nach reifen Äpfeln und feuchtem Laub duftete?

„Bunt sind schon die Wälder“ ist wie ein vertrauter Freund, der dich an die Hand nimmt und dich zurück in diese Momente führt. Die Melodie trägt die Ruhe eines stillen Sees und die Farben der Natur malen ein Bild in deinem Herzen. Jeder Ton, jede Zeile ist eine Einladung, die Schönheit des Vergänglichen zu umarmen und sich der Melancholie des Herbstes hinzugeben.

Während rote Blätter sanft zu Boden schweben und Nebel über die Felder kriechen, spürst du vielleicht, wie die Welt sich langsam zur Ruhe legt. Das Lied ist mehr als nur Musik; es ist ein Flüstern der Natur, das dich daran erinnert, die kleinen Wunder des Lebens wahrzunehmen.

Historischer Hintergrund

„Bunt sind schon die Wälder“ ist ein stimmungsvolles Herbstlied, dessen Ursprung auf den schweizerischen Dichter Johann Gaudenz Freiherr von Salis-Seewis zurückgeht. Sein poetischer Text, der die reiche Farbpalette des Herbstes und die Vergänglichkeit der Natur einfängt, wurde 1782 verfasst. Die eindrucksvolle Melodie, die das Gedicht in ein Volkslied verwandelte, stammt vom deutschen Komponisten Johann Friedrich Reichardt, der ein bedeutender Vertreter der musikalischen Klassik war.

Als Volkslied hat „Bunt sind schon die Wälder“ einen festen Platz im kulturellen Gedächtnis der deutschsprachigen Länder gefunden. Es wird oft in Schulen gelehrt und bei herbstlichen Festen gesungen, was zur Erhaltung seiner Popularität beiträgt. Die einfache, aber ausdrucksstarke Melodie ermöglicht es, dass das Lied mühelos von Generation zu Generation weitergegeben wird. Besonders bemerkenswert ist seine Fähigkeit, durch verschiedene Interpretationen und Arrangements immer wieder neu belebt zu werden, ohne dabei seine ursprüngliche Anmut zu verlieren.

Textinterpretation

Der Herbst, in seiner stillen Majestät, breitet seinen bunten Mantel über die Wälder und färbt die Stoppelfelder golden. Diese harmonische Symphonie der Farben steht sinnbildlich für den unausweichlichen Wandel des Lebens. Die Natur zieht sich zurück, bereitet sich vor auf die Ruhe des Winters, und wir werden erinnert, dass auch in der Vergänglichkeit Schönheit liegt. Die roten Blätter und grauen Nebel erzählen von der Poesie des Vergehens, eine Melodie, die zum Innehalten und Nachdenken einlädt.

In einer Welt, die sich oft zu schnell dreht, schenkt uns der Herbst einen Moment der Besinnung. Die Farbenpracht der Wälder und das sanfte Fallen der Blätter lassen uns die Kostbarkeit jedes Augenblicks spüren. So, wie die Natur sich in ihrem Zyklus entfaltet, dürfen auch wir unsere Veränderungen annehmen. Das Lied wird zur Einladung, die Ruhe zu finden, die in der Akzeptanz des Wandels liegt, und die Schönheit in der Vergänglichkeit zu erkennen.

Für den Leser könnte das Lied eine sanfte Erinnerung sein, sich im hektischen Alltag Zeit zu nehmen, die leisen Töne der Natur zu hören und die Schönheit des Augenblicks zu würdigen. Es ruft uns dazu auf, innezuhalten, die Farben und ihre Bedeutung zu spüren und den Herbst nicht nur als Jahreszeit, sondern als Metapher unseres eigenen Lebens zu betrachten – ein Tanz zwischen Altem und Neuem, zwischen Kommen und Gehen.

Im Spiel der Farben und Klänge des Herbstes offenbart sich die Freude des Lebens: Vergänglichkeit wird zum Fest, das uns lehrt, in jedem Abschied die Schönheit des Moments zu finden und zu feiern.

Hörbeispiele

  • Anke Zohm
  • Jugendkonzertchor der Chorakademie Dortmund
  • Hannes Wader
Weitere Hörbeispiele (3)
  • Günter Wewel
  • Lieder Antje
  • Rolf Zuckowski

Quellen

Quellen anzeigen (4)

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