Was frag ich viel nach Geld und Gut | Text und Noten

In der Stille eines heimeligen Nachmittags, wenn die Sonnenstrahlen sanft durch die Blätter tanzen und das Rascheln der Bäume wie eine vertraute Melodie klingt, taucht in deinem Herzen ein altes Volkslied auf. Es ist ein Lied, das von der Kunst des Zufriedenseins erzählt und den wahren Reichtum des Lebens in der Einfachheit sucht.
Vielleicht erinnerst du dich an die warmen Sommerabende, an denen diese Melodie durch die Luft schwebte, als deine Großeltern auf der Veranda saßen und mit leuchtenden Augen von vergangenen Zeiten erzählten. „Was frag ich viel nach Geld und Gut,“ klingt die erste Zeile, und du spürst, wie sich die Worte wie ein weicher Mantel um dein Herz legen, voller Weisheit und altem Wissen.
Dieses Lied malt Bilder vom wahren Wohlstand, der nicht in Gold oder Besitz zu finden ist, sondern in der Gesundheit und Freude des Herzens. Es erinnert dich daran, dass Zufriedenheit eine leise, aber kraftvolle Melodie ist, die in jedem von uns erklingen kann, wenn wir nur lauschen.
historischer Hintergrund
Das Lied „Was frag ich viel nach Geld und Gut“ entspringt der Feder des Dichters Johann Martin Miller (1750-1814), dessen Gedicht „Die Zufriedenheit“ die Grundlage für den Text bildet. Die Melodie, die dem Lied seine charakteristische Klangfarbe verleiht, wurde von Christian Gottlob Neefe (1748-1798) komponiert. Ursprünglich als Kunstlied konzipiert, fand es schnell seinen Weg in die Herzen des Volkes und etablierte sich als beliebtes Volkslied.
In der Kategorie der Volkslieder nimmt es einen besonderen Platz ein, da es sowohl die Einfachheit und Schlichtheit des Lebens als auch eine tiefe innere Zufriedenheit thematisiert. Diese universellen Themen haben zur weiten Verbreitung des Liedes beigetragen und es zu einem zeitlosen Klassiker gemacht. Zudem existieren zahlreiche Varianten des Liedes, die im Laufe der Jahrhunderte in verschiedenen Regionen und Kulturen entstanden sind und das Lied somit lebendig halten.
Die Geschichte des Liedes spiegelt die Sehnsucht der Menschen nach einem erfüllten und zufriedenen Leben wider, fernab von materiellen Sorgen. Diese Botschaft hat das Lied über Generationen hinweg getragen und ihm einen festen Platz im kulturellen Gedächtnis gesichert.
Noten und Liedtext
- Was frag‘ ich viel nach Geld und Gut,
wenn ich zufrieden bin!
Gibt Gott mir nur gesundes Blut,
so hab‘ ich frohen Sinn,
und sing‘ aus dankbarem Gemüt
mein Morgen- und mein Abendlied. - So mancher schwimmt im Überfluss,
hat Haus und Hof und Geld;
und ist doch immer voll Verdruss,
und freut sich nicht der Welt.
Je mehr er hat, je mehr er will;
nie schweigen seine Klagen still. - Da heißt die Welt ein Jammertal,
und deucht mir doch so schön;
hat Freuden ohne Maß und Zahl,
lässt keinen leer ausgehn.
Das Käferlein und Vögelein
darf sich ja auch des Maien freun.
Text: Gedicht „Die Zufriedenheit“ von Johann Martin Miller (1750-1814)
Melodie: Christian Gottlob Neefe (1748-1798)
Video-Tutorial & Downloads
Textinterpretation
In einer Welt, die von materiellen Werten dominiert wird, lädt uns das Lied „Was frag ich viel nach Geld und Gut“ zu einer kontemplativen Reise ein. Es erinnert uns daran, dass wahrer Reichtum nicht im Besitz von Gold und Gütern liegt, sondern in der Zufriedenheit des Herzens. Die Melodie der Zufriedenheit, die durch gesundes Blut und einen frohen Sinn erklingt, lässt uns erkennen, dass das Streben nach innerem Frieden wertvoller ist als jede materielle Errungenschaft.
Diese zeitlose Botschaft bringt uns dazu, über die wahren Werte des Lebens nachzudenken. Im hektischen Alltag, wo der Erfolg oft an materiellem Besitz gemessen wird, ermutigt uns das Lied, die leisen Töne des Glücks in Einfachheit und Gesundheit wahrzunehmen. In der Reflexion über diese Werte entsteht eine tiefe Verbindung zur eigenen Seele, die uns erdet und innerlich bereichert.
Vielleicht fühlst du beim Hören dieses Volksliedes ein sanftes Aufblühen im Herzen, das dich an die einfachen Freuden erinnert, die das Leben lebenswert machen. Es ist eine Einladung, die Prioritäten neu zu setzen und das Wesentliche zu erkennen: Gesundheit, Zufriedenheit und ein Herz, das in Harmonie schlägt. Lass dich von dieser Melodie leiten und finde den inneren Reichtum, der im Einklang mit der Natur und dir selbst steht.
Wahre Zufriedenheit entspringt nicht dem Besitz, sondern der Dankbarkeit für das Leben selbst; in der Besinnung auf die kleinen Freuden offenbart sich der Reichtum des Herzens.






