Drunten im Unterland | Text und Noten

MerkenNotenblatt „Drunten im Unterland“. Einstimmige Melodie im Violinschlüssel, A-Dur, 3/4-Takt, mit der 1. Strophe des Liedtextes.
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Text
Gottfried Weigle
Melodie
Volksweise
Tonart
A-Dur
Taktart
3/4-Takt
Inhalt dieser Seite

Liedtext

  1. Drunten im Unterland,
    da ist's halt fein.
    |: Schlehen im Oberland,
    Trauben im Unterland.
    Drunten im Unterland
    möcht' i wohl sein! :|
  2. Drunten im Neckartal,
    da ist´s halt gut.
    |: Ist mer's da oben 'rum
    manchmal au' no' so dumm
    han i doch alleweil
    drunten gut's Blut. :|
  3. Kalt ist's im Oberland,
    unten ist's warm.
    |: Oben sind d'Leut' so reich,
    d'Herzen sind gar net weich,
    b'sehnt mi net freundlich an
    werden net warm. :|
  4. Aber da unten 'rum,
    da sind d'Leut arm,
    |: aber so froh und frei
    und in der Liebe treu;
    drum sind im Unterland
    d'Herzen so warm. :|

Klavier & Keyboard

Drunten im Unterland: Klavier-Noten zum Ausdrucken

Die Klavier-Noten von oben gibt es hier zum Ausdrucken und Anhören. Über jeder Note steht ihr Buchstabe, so findest du die passende Taste sofort. Das Lied steht hier in A-Dur.

Gitarre

Drunten im Unterland: Gitarren-Noten mit Tabs

Auf der Gitarre brauchst du für dieses Lied fast alle Saiten und die ersten fünf Bünde. Die Tab unter den Noten zeigt Saite und Bund, die Buchstaben darüber den Ton. Das Lied steht in A-Dur wie oben und beginnt mit Cis E A Cis E D.

MerkenNotenblatt „Drunten im Unterland“ für Gitarre: Melodie mit Buchstaben über den Noten, darunter der Liedtext der 1. Strophe und die Gitarren-Tabulatur mit Bundzahlen.

„Drunten im Unterland“ für Gitarre: Melodie mit Buchstaben, Liedtext und Tab

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Geige

Drunten im Unterland: Geigen-Noten mit Buchstaben und Fingersatz

Auf der Geige wechselt hier beim Saitenwechsel die Handstellung – der 2. Finger liegt mal hoch, mal tief. Ein guter zweiter Schritt. Über jeder Note stehen Buchstabe und Fingerziffer in der Farbe der Saite, gespielt auf der D-, A- und E-Saite. Hier steht das Lied in D-Dur, damit es auf der Geige bequem liegt. Das Griffbrett unter den Noten zeigt, wo du die Töne greifst. Es beginnt mit Fis A D Fis A G.

MerkenNotenblatt „Drunten im Unterland“ für Geige: Melodie mit Buchstaben und Fingerziffern in Saitenfarben über den Noten, darunter der Liedtext der 1. Strophe, unten das Griffbrett der ersten Lage mit den gegriffenen Tönen.

„Drunten im Unterland“ für Geige: Melodie mit Buchstaben, Fingersatz und Griffbrett

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Du willst alle Töne der ersten und zweiten Lage auf dem Griffbrett sehen? Die Übersicht zeigt sie mit Notennamen und Fingersätzen:

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Ukulele

Drunten im Unterland: Ukulele-Noten mit Tabs

Die Ukulele kommt hier mit drei Saiten aus, C, E und A, die G-Saite bleibt frei. Die Tab liest sich wie bei der Gitarre: Zahl gleich Bund, Linie gleich Saite. Die Melodie geht bis zum 7. Bund hinauf, das braucht etwas Übung. Hier steht das Lied in A-Dur und beginnt mit Cis E A Cis E D.

MerkenNotenblatt „Drunten im Unterland“ für Ukulele: Melodie mit Buchstaben über den Noten, darunter der Liedtext der 1. Strophe und die Ukulele-Tabulatur mit Bundzahlen.

„Drunten im Unterland“ für Ukulele: Melodie mit Buchstaben, Liedtext und Tab

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Dieses Lied als Noten-Heft für dein Instrument

„Drunten im Unterland“ ist in diesen Sammlungen zum Ausdrucken enthalten:

Passende Sammlungen für weitere Instrumente:

Lieder aus der Sammlung „50 deutsche Volkslieder“

Über das Lied

Ein sanfter Wind streift über die Hügel des Unterlands und trägt den Duft von reifen Trauben mit sich. Die Erde hier kennt die Geschichten der Menschen, die sie bestellen, und in der Ferne schimmern die Schlehen im Oberland wie kleine, blaue Edelsteine. Die Melodie von „Drunten im Unterland“ ist wie ein vertrauter Begleiter auf einem Pfad, der durch die Jahreszeiten führt und die Seele mit seiner sanften Melancholie umhüllt.

Die ersten Takte des Liedes rufen Erinnerungen wach – an Spaziergänge über goldene Felder, an laue Sommerabende, an denen der Himmel in sattem Orange brannte. Es sind Momente, in denen die Zeit stillzustehen schien, während die Natur ihren ewigen Rhythmen folgte. Dieses Volkslied fängt die Essenz dieser Augenblicke ein und webt sie in ein Klanggewebe, das gleichzeitig vertraut und doch immer wieder neu ist.

„Drunten im Unterland“ ist mehr als nur ein Lied; es ist eine Einladung, die Augen zu schließen, der Stille zu lauschen und das Herz für die Schönheit der einfachen Dinge zu öffnen. Die Melodie verzaubert und lässt dich die Verbundenheit mit der Heimat und der Natur tief in deinem Inneren spüren.

Historischer Hintergrund

„Drunten im Unterland“ ist ein eindrucksvolles Beispiel für die reichhaltige Tradition deutscher Volkslieder. Der Text stammt aus der Feder von Gottfried Weigle (1816-1855), einem Dichter, dessen Werke das Lebensgefühl des 19. Jahrhunderts widerspiegeln. Die Melodie des Liedes ist eine schwäbische Volksweise, die durch ihre eingängige und zugleich melancholische Melodie besticht. Diese Kombination aus ergreifendem Text und charakteristischer Melodie verleiht dem Lied seinen unverwechselbaren Charme.

Volkslieder wie „Drunten im Unterland“ sind tief in der kulturellen Identität der Region verwurzelt. Sie wurden über Generationen hinweg mündlich weitergegeben und finden auch heute noch in der Volksmusikszene großen Anklang. Die universellen Themen, die in diesen Liedern behandelt werden, wie Heimat, Natur und die Lebensbedingungen der Menschen, sprechen auch in der modernen Zeit viele an. Die Verbreitung des Liedes wurde durch zahlreiche Chöre und Musikgruppen gefördert, die es in ihren Repertoires führen.

Besonders bemerkenswert sind die zahlreichen Varianten, die im Laufe der Zeit entstanden sind. Jede Region hat ihre eigene Interpretation entwickelt, was die Vielfalt und Anpassungsfähigkeit dieses Volksliedes unterstreicht. So bleibt „Drunten im Unterland“ ein lebendiges Zeugnis der schwäbischen Kultur und ein faszinierendes Kapitel der deutschen Volksmusikgeschichte.

Textinterpretation

„Drunten im Unterland“ öffnet die Pforten zu einer Welt, in der die Natur als stille Protagonistin agiert. Sanft wogen die Hügel, und die Trauben reifen in der Sonne, während die Schlehen im Oberland blühen. Diese Landschaft ist mehr als nur Kulisse – sie ist Heimat und Ruhepol, ein Ort der Beständigkeit in einer sich ständig wandelnden Welt. In dieser Idylle findet der Wanderer Frieden, und das Herz sehnt sich nach der Einfachheit und Unberührtheit vergangener Zeiten.

In der heutigen schnelllebigen Zeit erinnert uns das Lied daran, die Schönheit und Ruhe der Natur nicht aus den Augen zu verlieren. Es fordert uns auf, innezuhalten und die Harmonie der Landschaften zu würdigen, die uns umgeben. Diese Volksweise malt ein Bild von Tradition und Beständigkeit, das uns lehrt, wie wichtig es ist, Wurzeln zu schlagen und in der Einfachheit Erfüllung zu finden. Der Leser mag beim Hören des Liedes eine leise Sehnsucht verspüren, sich in die Arme der Natur zu begeben und dort inneren Frieden zu finden.

Das Volkslied spiegelt Erinnerungen und Träume wider, die eng mit der regionalen Identität verwoben sind. Es lässt den Zuhörer in nostalgischen Gedanken schwelgen und die Verbindung zu seiner Herkunft neu entdecken. In einer Welt voller Lärm und Hektik bietet „Drunten im Unterland“ einen Hort der Stille, ein Refugium, das uns lehrt, die kleinen Freuden des Lebens zu schätzen. In dieser harmonischen Melodie findet der Leser eine Einladung, die Schönheit des Augenblicks zu erleben und die Kraft der Natur zu spüren.

Im Kontrast zwischen Ober- und Unterland offenbart sich die wahre Wärme menschlicher Beziehungen; Reichtum allein kann das Herz nicht erwärmen, während in der Einfachheit des Lebens wahre Freude und Treue gedeihen.

Hörbeispiele

  • Rundfunk-Jugendchor Wernigerode
  • Gotthilf Fischer
  • Studiochor Berlin
Weitere Hörbeispiele (1)
  • Anita & Peter

Quellen

Quellen anzeigen (2)

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