Auf dem Berge, da geht der Wind | Text und Noten

Maria sitzt auf einem windigen Hügel und hält das schlafende Jesuskind liebevoll in den Armen. Josef steht neben ihr, gestützt auf seinen Stab, während der Wind durch die Landschaft weht. Die Szene wirkt ruhig und innig.

Ein leises Flüstern erhebt sich in der kühlen Morgenluft, während die ersten Sonnenstrahlen zärtlich die Gipfel der Alpen berühren. Der Wind, unsichtbar und doch allgegenwärtig, zieht seine sanften Linien über die kargen Felsen, als wolle er die Geheimnisse der Berge erzählen. In dieser erhabenen Stille, umgeben von der unendlichen Weite der Natur, findest du dich wieder.

Hier oben, wo die Welt noch unberührt scheint, wiegt Maria ihr Kind mit einer sanften, schneeweißen Hand. Der Rhythmus des Liedes ist so alt wie die Berge selbst, getragen von einer Melodie, die in der Seele widerhallt. Es ist ein Lied der Ruhe und des Friedens, ein Echo vergangener Zeiten, das die Herzen derer berührt, die zuhören.

Fühlst du, wie die Melodie den Wind begleitet? Wie sie die Erinnerung an längst vergangene Tage weckt, als das Leben einfacher und die Natur noch ein vertrauter Freund war? Lass dich von diesem sanften Wiegenlied einhüllen, lass es dein Herz mit seiner zeitlosen Schönheit füllen.

historischer Hintergrund

Das Volkslied „Auf dem Berge, da geht der Wind“ entstammt der reichen musikalischen Tradition Schlesiens und wurde um 1840 erstmals dokumentiert. In seiner ursprünglichen Mundartversion als „Uf’m Berga, da giht dar Wind“ bekannt, spiegelt es die kulturelle Vielfalt der Region wider. Schlesien, ein Gebiet mit wechselvoller Geschichte und multikulturellen Einflüssen, hat zahlreiche solcher Volkslieder hervorgebracht, die durch ihre schlichte Schönheit und emotionale Tiefe bestechen.

Als typisches Volkslied zeichnet es sich durch seine einfache, aber einprägsame Melodie aus, die leicht von Generation zu Generation weitergegeben werden konnte. Diese Überlieferung führte zu einer Vielzahl von Textvarianten und Melodien, die in unterschiedlichen Regionen leicht abgewandelt wurden. Die Melancholie und die Naturverbundenheit des Textes spiegeln das bäuerliche Leben und die enge Beziehung der Menschen zur Natur wider, ein zentrales Thema vieler Volkslieder dieser Zeit.

Besonders bemerkenswert ist die Verbreitung des Liedes, die über die schlesischen Grenzen hinausreichte und in anderen deutschen Regionen Anklang fand. Diese überregionale Popularität unterstreicht die universelle Anziehungskraft der schlichten Melodien und der emotionalen Texte, die in ihrer Einfachheit das Herz vieler Menschen berühren. So bleibt „Auf dem Berge, da geht der Wind“ ein lebendiges Zeugnis schlesischer Volkskunst und ein wertvoller Bestandteil des deutschen Kulturerbes.

Noten und Liedtext

Melodie abspielen
Auf dem Berge da wehet der Wind,
da wiegt die Maria ihr Kind,
sie wiegt es mit ihrer schneeweißen Hand,
sie hat dazu kein Wiegenband.
„Ach Joseph, lieber Joseph mein,
ach, hilf mir doch wiegen mein Kindelein.“
„Wie soll ich dir denn dein Kindlein wieg’n?
Ich kann ja kaum selber die Finger bieg’n.“
„Schum, schei, schum, schei.“

Text und Melodie: Volkslied aus Schlesien, um 1840
verschiedene Textvarianten und Melodien überliefert
In schlesischer Mundart heißt das Lied „Uf’m Berga, da giht dar Wind“.

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Textinterpretation

In der zarten Melodie von „Auf dem Berge, da geht der Wind“ entfaltet sich ein Bild der Ruhe und Geborgenheit, das in seiner Einfachheit besticht. Der sanfte Wind, der über die Alpen streicht, trägt das Wiegenlied der Maria durch die Lüfte, und in dieser innigen Szene offenbart sich die untrennbare Verbindung von Mensch und Natur. Der klare Bergwind, der die Haut streichelt, erinnert daran, wie klein und zugleich geborgen wir in der Weite der Welt sind.

Das Volkslied ruft eine Zeit ins Gedächtnis, als der Rhythmus der Natur den Alltag bestimmte. Auch heute, inmitten der hektischen Betriebsamkeit, kann der Gedanke an den Bergwind eine wohltuende Pause bieten. Es lädt dich ein, die Augen zu schließen und den Wind zu spüren, der vielleicht nicht mehr von den Alpen, sondern von deinem inneren Frieden erzählt. Die Maria mit ihrem Kind symbolisiert die ewige Fürsorge, die wir uns im Leben wünschen und geben können.

Beim Lauschen dieser alten Weisen spüren wir, wie Traditionen und Natur uns eine stille Kraft verleihen. Sie ermahnen uns, innezuhalten und die sanften, kaum hörbaren Töne des Lebens wahrzunehmen. Das Lied spricht von einer Zeitlosigkeit, die uns erdet und uns daran erinnert, dass in der Einfachheit das Wunderbare wohnt. Vielleicht fühlst du die Sehnsucht nach einem Ort, an dem der Wind deine Gedanken trägt und dich in der Gegenwart verankert.

Hörbeispiele

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Gitarre – Noten und Tabs

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