Bimmelt was die Straß‘ entlang | Text und Noten

Ein leises Bimmeln schleicht durch die klirrend kalte Winterluft, als ob die Schneeflocken selbst zu tanzen beginnen. Dein Herz schlägt im Takt der zarten Klänge, die die Straße entlangziehen und Erinnerungen an längst vergangene Kindheitstage wecken. Damals, als du mit roten Wangen am Fenster standest, in der Hoffnung, einen ersten Blick auf den Schlitten zu erhaschen, der bald vor dem Tor halten würde.
Der Schimmel, majestätisch und stolz, zieht den Schlitten über die verschneiten Pflastersteine, während der Refrain des alten Weihnachtsliedes in deinen Ohren widerhallt. Es gibt Lieder, die wie ein warmer Schal um die Seele legen, und dieses hier ist eines davon. Es erzählt von Bewegung und Freude, von der Magie des Nikolaustages, die in jedem geläuteten Glöckchen widerhallt.
Die Melodie, so vertraut und doch immer wieder neu, lädt dich ein, die Wunder der Weihnachtszeit mit kindlichem Staunen zu erleben. Jeder Ton, jedes Bimmeln, erinnert daran, dass die schönsten Geschichten oft die sind, die wir in unseren Herzen tragen.
historischer Hintergrund
„Bimmelt was die Straß‘ entlang“ ist ein traditionelles Weihnachtslied, dessen Ursprünge auf überlieferte Texte und Melodien zurückgehen. Ohne einen spezifischen Autor oder Komponisten zu kennen, hat sich dieses Lied über Generationen hinweg in den deutschsprachigen Ländern etabliert. Die Herkunft des Liedes bleibt im Dunkel der Geschichte verborgen, was seinem Charme und seiner mystischen Aura nur weiteren Vorschub leistet.
Als Weihnachtslied erfreut es sich vor allem in der Adventszeit großer Beliebtheit. Kinder und Erwachsene singen es gleichermaßen, um die festliche Stimmung zu unterstreichen. Die eingängige Melodie und der einfache, aber prägnante Text machen es zu einem idealen Begleiter für gesellige Zusammenkünfte und Weihnachtsfeiern. In der Vielfalt der Weihnachtslieder nimmt es einen besonderen Platz ein, da es die Vorfreude auf das Fest und die winterliche Atmosphäre in unvergleichlicher Weise einfängt.
Obwohl es keine bekannten Varianten des Liedes gibt, hat sich „Bimmelt was die Straß‘ entlang“ in verschiedenen Regionen in leicht abweichenden Textfassungen verbreitet. Diese Vielfalt spiegelt die lebendige Tradition wider, die sich um solch überlieferte Melodien und Texte rankt. So bleibt das Lied ein lebendiges Zeugnis kultureller Weitergabe und weihnachtlicher Freude.
Noten und Liedtext
- Bimmelt was die Straß‘ entlang,
kling und klang und kling und klang.
Hält ein Schlitten vor dem Tor
und ein Schimmel schnauft davor. - Aus dem Schlitten vor dem Haus
steigt der Nikolaus heraus.
Durch den Schnee stapft er daher
und trägt einen Sack gar schwer. - Guten Kindern in dem Haus
leert er seinen Sack wohl aus.
Kling und klang und kling und klang,
weiter geht’s die Straß‘ entlang.
Text und Melodie: überliefert
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Textinterpretation
Die Melodie des Liedes „Bimmelt was die Straß‘ entlang“ trägt uns sanft in eine Welt kindlicher Vorfreude, in der der Schlitten des Nikolaus durch die verschneiten Straßen zieht. Das bimmelnde Geräusch der Glöckchen führt uns zurück in eine einfachere Zeit, in der Traditionen und kindliches Staunen Hand in Hand gehen. Diese Klänge spiegeln die unbeschwerte Freude wider, die die Vorweihnachtszeit mit sich bringt, und lassen uns die Magie der Ankunft des Heiligen Nikolaus aus der Perspektive eines Kindes erleben.
In der heutigen Zeit erinnert uns das Lied an die wertvollen Erinnerungen unserer eigenen Kindheit und die Bedeutung von Gemeinschaft und Tradition. Es ruft die Sehnsucht nach Unbeschwertheit hervor und ermutigt uns, im Trubel des modernen Lebens innezuhalten. Die Vorstellung, dass ein Schlitten vor dem Tor hält, lässt uns über das Warten und die Vorfreude nachdenken, die nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene ein wertvoller Teil der Weihnachtszeit ist.
In diesem kurzen, klingenden Moment des Liedes spiegelt sich das zeitlose Zusammenspiel von Bewegung und Ruhe wider. Der Schimmel, der den Schlitten zieht, wird zu einem Symbol der Hoffnung und des Wunders. Er erinnert uns daran, dass die einfachsten Freuden oft die tiefsten Spuren in unseren Herzen hinterlassen. Die Zeilen laden uns ein, die weihnachtliche Atmosphäre mit kindlichem Staunen zu erleben und uns auf die kleinen, klingenden Momente des Lebens zu besinnen, die uns immer wieder zum Lächeln bringen.
Im Klang des Schlittenläutens schwingt die Freude des Gebens, während der Nikolaus durch die Kälte wandelt. Erinnere dich: Wahre Geschenke entfalten sich im Herzen, nicht nur im Sack.







