Jetzt kommen die lustigen Tage | Text und Noten

Illustration zum Volkslied „Jetzt kommen die lustigen Tage“: Ein junger Wanderer mit Rucksack winkt einem Mädchen in gelbem Kleid in einer Sommerwiese mit roten Mohnblumen, im Hintergrund ein Fachwerkhaus, weitere Wanderer und sanfte Hügel.

Ein leises Summen erhebt sich aus der Ferne, schwillt an zu einem fröhlichen Klangteppich, der wie ein warmer Hauch aus längst vergangenen Zeiten durch die Straßen zieht. Es ist diese Melodie, die das Herz aufleuchten lässt, die dich an der Hand nimmt und mit einem Augenzwinkern in die bunte Welt des Karnevals entführt. Die Zeilen von „Jetzt kommen die lustigen Tage“ entfalten ihre Magie, und plötzlich steht die Zeit still, während das Leben in vollen Zügen feiert.

Der Duft von Konfetti und frischen Brezeln mischt sich mit dem Lachen der Menschen, die sich in den Armen liegen, als ob es kein Morgen gäbe. Die Zeilen des Volksliedes, so vertraut wie der Kuss eines alten Freundes, erinnern daran, dass Abschiede manchmal nur der Auftakt zu neuen, unbeschwerten Abenteuern sind. Es ist dieses unbeschwerte Gefühl von Freiheit und Gemeinschaft, das in jedem Vers mitschwingt und dich einlädt, für einen Moment alle Sorgen hinter dir zu lassen.

historischer Hintergrund

Im Herzen des 19. Jahrhunderts, als die kulturelle Vielfalt Europas in voller Blüte stand, entstand das Volkslied „Jetzt kommen die lustigen Tage“ in der malerischen Region Mähren. Diese Gegend, bekannt für ihre lebendige musikalische Tradition, brachte ein Lied hervor, das die Fröhlichkeit und den Gemeinschaftssinn der Menschen jener Zeit widerspiegelt. Der Text und die Melodie verschmelzen zu einer Einheit, die die frohe Erwartung auf die festlichen Tage des Jahres besingt.

Als Volkslied kategorisiert, gehört „Jetzt kommen die lustigen Tage“ zur Gattung der Lieder, die von Generation zu Generation mündlich überliefert wurden. Diese Lieder spiegeln das alltägliche Leben, die Freuden und Sorgen der Menschen wider und sind ein wichtiger Bestandteil der kulturellen Identität. Besonders bemerkenswert ist die weitreichende Verbreitung des Liedes über die Grenzen Mährens hinaus, was auf die universelle Anziehungskraft seiner fröhlichen Melodie und seines eingängigen Textes zurückzuführen ist.

Im Laufe der Zeit entstanden zahlreiche Varianten, die die lokale Färbung und die individuellen Interpretationen der Sänger widerspiegeln. Diese Vielfalt an Versionen zeugt von der lebendigen Tradition und der Anpassungsfähigkeit des Liedes an verschiedene kulturelle Kontexte. So bleibt „Jetzt kommen die lustigen Tage“ ein lebendiges Zeugnis der mährischen Volkskultur und ein beliebtes Lied im Repertoire zahlreicher Chöre und Musikgruppen.

Noten und Liedtext

Melodie abspielen
  1. Jetzt kommen die lustigen Tage,
    Schätzel, ade!
    Und daß ich es dir auch gleich sage: Es tut mir gar nicht weh!
    Und im Sommer, da blüht der rote, rote Mohn,
    und ein lustiges Blut kommt überall davon.
    Schätzel, ade! Ade! Schätzel ade!
  2. Im Sommer, da müssen wir wandern,
    Schätzel, ade!
    Und küssest du auch einen andern, wenn ich es nur nicht seh‘.
    Und seh‘ ich’s im Traum, so red‘ ich mir halt ein,
    ach, es ist ja nicht wahr, es kann ja gar nicht sein.
    Schätzel, ade! Ade! Schätzel ade!
  3. Und kehr ich dann einstmals wieder,
    Schätzel, ade!
    So sing‘ ich die alten Lieder, vorbei ist all mein Weh.
    Und bist du mir gut, wie einst mals im Mai,
    so bleib‘ ich bei dir auf ewige Treu.
    Schätzel, ade! Ade! Schätzel ade!

Text und Melodie: Volkslied aus Mähren, 19. Jahrhundert

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Textinterpretation

Die ersten Zeilen von „Jetzt kommen die lustigen Tage“ laden dich ein, die Welt für einen Moment zu vergessen und dich dem Rausch der Freude hinzugeben. Die karnevalesken Tage, die das Lied besingt, sind nicht nur eine Zeit des Feierns, sondern auch eine des Loslassens und der Befreiung. Wenn du das Lied hörst, spürst du den Wind der Veränderung, der dich ermutigt, den Alltag hinter dir zu lassen und dich der Unbeschwertheit hinzugeben, die in jedem von uns schlummert.

Karneval ist mehr als nur ein Fest; es ist ein Ausdruck von Lebensfreude und Gemeinschaft. Das Lied erinnert uns daran, dass es Momente im Leben gibt, die gefeiert werden müssen, unabhängig von den Herausforderungen, die das Leben uns stellt. In diesen Versen erkennst du die Einladung, den Ernst des Lebens für eine Weile abzulegen und dich in die Farben und Klänge der fröhlichen Tage zu stürzen. Die Worte ermutigen dich, die Schönheit des Augenblicks zu erkennen und zu umarmen.

Heute, in einer Welt, die oft von Eile und Stress geprägt ist, könnten die „lustigen Tage“ eine Metapher für die Notwendigkeit sein, sich regelmäßig kleine Inseln der Freude zu schaffen. Das Lied erinnert dich daran, dass es wichtig ist, das Lachen nicht zu verlieren und das Leben in seiner Vielfalt zu genießen. Es ruft das Bild von ausgelassenen Festen herauf, bei denen du deine Sorgen hinter dir lässt und dich dem gemeinsamen Erleben hingibst. Fühlst du dich eingeladen, die Leichtigkeit des Seins zu entdecken?

Hörbeispiele

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