Nun ruhen alle Wälder | Text und Noten

Ein Kind schläft friedlich in einem Holzbett unter einer blauen Decke. Ein Engel mit goldenem Haar und Heiligenschein betet schützend an seiner Seite. Draußen leuchtet der Mond über einer verschneiten Landschaft mit einem kleinen, warm erleuchteten Haus.

Sanft gleitet der Abend herab, und die Welt hüllt sich in einen Mantel aus Stille. In diesem magischen Moment, wenn die Schatten länger werden und das Licht immer weicher, fühlst du eine tiefe Verbundenheit zur Natur. Die Luft ist erfüllt von einem Hauch von Frieden, und ein leises Flüstern zieht durch die Bäume, als ob sie selbst ein Schlaflied summen. „Nun ruhen alle Wälder“ – diese Worte bergen eine unendliche Ruhe, die wie ein sanfter Strom dein Herz durchflutet.

Erinnerungen an laue Sommerabende, an denen das Zirpen der Grillen die einzigen Geräusche waren, steigen in dir auf. Das Lied ist mehr als nur ein kirchlicher Gesang; es ist eine liebevolle Umarmung, ein Versprechen von Geborgenheit. Hier verschmelzen Mensch und Natur in einer harmonischen Symphonie des Schweigens. Lass dich fallen in diesen Moment der Besinnung, während die Welt um dich herum in die sanften Arme des Schlafes sinkt. Deine Sinne erwachen, während alles andere zur Ruhe kommt – ein Moment der inneren Einkehr und des Friedens.

historischer Hintergrund

„Nun ruhen alle Wälder“ ist ein bedeutendes Kirchenlied, dessen Text vom berühmten deutschen Dichter und Theologen Paul Gerhardt (1607–1676) stammt. Ursprünglich umfasst das Werk neun Strophen, die durch ihre poetische Tiefe und spirituelle Ausstrahlung bestechen. Der Text wird von einer Melodie begleitet, die von dem Komponisten Heinrich Isaac (1450–1517) stammt. Diese Verbindung von Wort und Musik verleiht dem Lied eine zeitlose Schönheit und spirituelle Kraft.

Als Kirchenlied gehört „Nun ruhen alle Wälder“ zu den klassischen Abend- und Ruhegesängen, die in vielen christlichen Gemeinden gesungen werden. Die beruhigende Melodie und der kontemplative Text laden zum Innehalten ein und bieten Raum für Besinnung und Gebet. Besonders in deutschsprachigen Ländern fand das Lied weite Verbreitung und wird bis heute in Gottesdiensten und kirchlichen Veranstaltungen geschätzt.

Über die Jahrhunderte hinweg entstanden zahlreiche Varianten und Bearbeitungen, die das Lied in verschiedenen musikalischen Stilen präsentieren. Diese Vielfalt zeigt die anhaltende Relevanz und Anpassungsfähigkeit des Liedes an unterschiedliche kulturelle und musikalische Kontexte. „Nun ruhen alle Wälder“ bleibt ein lebendiges Zeugnis des reichen Erbes der Kirchenmusiktradition.

Noten und Liedtext

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  1. Nun ruhen alle Wälder,
    Vieh, Menschen, Städt‘ und Felder,
    es schläft die ganze Welt.
    Ihr aber, meine Sinnen,
    auf, auf, ihr sollt beginnen,
    was eurem Schöpfer wohlgefällt.
  2. Der Tag ist nun vergangen,
    die güldnen Sternlein prangen
    am blauen Himmelssaal.
    Also werd ich auch stehen,
    wenn mich wird heißen gehen
    mein Gott aus diesem Jammertal.
  3. Auch euch, ihr meine Lieben,
    soll heute nicht betrüben
    kein Unfall noch Gefahr.
    Gott lass euch selig schlafen,
    stell euch die güldnen Waffen
    ums Bett und seiner Engel Schar.

Text: Paul Gerhardt (1607–1676), original mit 9 Strophen
Melodie: Heinrich Isaac (1450-1517)

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Textinterpretation

In der abendlichen Stille, wenn nun die Wälder zur Ruhe kommen, entfaltet sich ein sanfter Schleier über die Welt. Vieh, Menschen und selbst die geschäftigen Städte sinken in den Schlaf, während die Felder im sanften Mondlicht schlummern. Diese Zeilen laden uns ein, uns mit der Natur zu verbinden, die gleichermaßen Frieden und Einklang ausstrahlt. In unserer hektischen Zeit erinnert das Lied daran, dass auch wir innehalten und den friedlichen Takt der Natur spüren dürfen.

Doch während alles schläft, werden unsere Sinne wachgerufen, bereit, sich den Gedanken und Träumen hinzugeben, die in der Stille des Abends ihren Raum finden. Hier, in der Ruhe, finden wir die Möglichkeit zur Reflexion, zur Einkehr in uns selbst. Diese Momente sind kostbar, sie bieten uns die Gelegenheit, den Lärm des Alltags hinter uns zu lassen und zur Essenz unserer Seele zu gelangen. Was fühlst du, wenn die Nacht hereinbricht und die Welt zur Ruhe kommt?

Das Kirchenlied, tief verwurzelt in einer Tradition der Besinnung und des Glaubens, öffnet uns ein Fenster zur Kontemplation. Es ist eine Einladung, die Verbindung zwischen Himmel und Erde zu spüren, den ewigen Kreislauf von Ruhe und Erwachen. Heute, in einer Welt voller Ablenkungen, erinnert es uns daran, dass wahre Ruhe und Frieden in der Einfachheit der Natur und im Einklang mit unseren inneren Sinnen zu finden sind. Lass dich von dieser Melodie tragen und finde deinen eigenen Ort der Ruhe.

Hörbeispiele

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