Nun will der Lenz uns grüßen | Text und Noten

Ein sanfter Hauch streift deine Wangen, während das erste zarte Grün der Wiesen deine Sinne weckt. Noch im Schatten der winterlichen Kälte, verspürst du das Erwachen der Welt um dich herum. Die Luft trägt bereits den Duft von Aufbruch und Neuanfang, ein Versprechen, das in den Melodien eines alten Volksliedes mitschwingt: „Nun will der Lenz uns grüßen“.
Dieses Lied ist wie ein vertrauter Freund, der dich an der Hand nimmt und mit dir durch ein Meer aus Farben wandert. Die Blumen, die in leuchtendem Rot und Blau aus saftigen Wiesen sprießen, scheinen für dich ein eigens gewobenes Band der Freude zu sein. Mit jedem fröhlichen Vers spürst du die unbändige Kraft des Frühlings, die selbst das kälteste Herz zu erwärmen vermag.
In der Melodie liegt die Essenz des Neubeginns, ein Klang, der Erinnerungen an Kindheitstage weckt, als du barfuß durch die taufrischen Felder liefst. „Nun will der Lenz uns grüßen“ – es ist mehr als ein Lied; es ist ein Gefühl, ein Willkommen, das die Seele umarmt und mit Hoffnung erfüllt.
historischer Hintergrund
„Nun will der Lenz uns grüßen“ ist ein bezauberndes Volkslied, dessen Text von Karl Ströse (1853-1918) stammt. Die Melodie, die als Volksweise bekannt ist, verleiht dem Lied seinen charakteristischen, fröhlichen Klang. Dieses Lied gehört zur Kategorie der Volkslieder, die durch ihre einfache Melodik und eingängige Texte die Herzen vieler Menschen berühren.
Seit seiner Entstehung hat das Lied eine bemerkenswerte Verbreitung erfahren. Es wird häufig in Chören gesungen und ist ein fester Bestandteil des deutschen Liedguts, besonders in Frühlings- und Maifeiern. Die Melodie ist leicht zu erlernen, was zu ihrer Popularität beigetragen hat. Zudem existieren zahlreiche Varianten und Bearbeitungen, die das Lied immer wieder neu interpretieren und ihm frische Facetten verleihen.
Besonders bemerkenswert ist die Art und Weise, wie das Lied über Generationen hinweg weitergegeben wurde. Es verkörpert die Freude und Erneuerung des Frühlings und spiegelt die Sehnsucht nach dem Erwachen der Natur wider. So bleibt „Nun will der Lenz uns grüßen“ ein zeitloses Stück, das die Magie des Frühlings in musikalischer Form einfängt.
Noten und Liedtext
- Nun will der Lenz uns grüßen,
von Mittag weht es lau;
aus allen Wiesen sprießen
die Blumen rot und blau.
Draus wob die braune Heide
sich ein Gewand gar fein
und lädt im Festtagskleide
zum Maientanze ein. - Waldvöglein Lieder singen,
wie ihr sie nur begehrt.
Drum auf zum frohen Springen,
die Reis‘ ist Goldes wert!
Hei, unter grünen Linden,
da leuchten weiße Kleid!
Heija, nun hat uns Kinden
ein End all Wintersleid!
Text: Karl Ströse (1853-1918)
Melodie: Volksweise
Video-Tutorial & Downloads
Textinterpretation
Der Frühling, stets ein Symbol für Erneuerung und Hoffnung, entfaltet in „Nun will der Lenz uns grüßen“ seine ganze Pracht. Ein sanfter Hauch von Mittag windet sich durch die Welt, während Blumen in lebhaften Farben aus den Wiesen emporsteigen. Diese blühende Vielfalt ist ein flüchtiger Teppich, der sich über die Erde legt und uns an die Wiederkehr der Lebensfreude erinnert. So wie die Natur aus dem Winterschlaf erwacht, so können auch wir neue Energie und Lebenslust schöpfen.
In diesem Lied grüßt uns der Lenz nicht nur als Jahreszeit, sondern als Bote eines Neubeginns. Es ist ein Aufruf, die Augen zu öffnen und die Schönheit des Augenblicks zu erfassen. Die Natur, voller Farben und Lebendigkeit, spiegelt die inneren Empfindungen wider: Freude, Hoffnung und ein leises Versprechen von Wachstum und Veränderung. Im hektischen Alltag mag dieses Lied uns ermuntern, innezuhalten und die kleinen Wunder um uns herum wahrzunehmen.
Das Volkslied, eingebettet in die Tradition, verbindet uns mit den Generationen, die vor uns kamen und die gleiche Freude am Frühling empfanden. Es lehrt uns, dass die einfachsten Dinge – ein lauer Wind, das Erblühen einer Blume – die tiefsten Emotionen hervorrufen können. Für den Leser könnte dieses Lied ein Anstoß sein, die Natur bewusster zu erleben und die kleinen Freuden des Lebens zu feiern, die oft im Verborgenen liegen.
Im Erwachen des Frühlings entfaltet sich das Leben neu; die Freude der Natur ermutigt uns, die Last des Winters abzulegen und im bunten Tanz der Hoffnung zu feiern.







