Ich weiß nicht, was soll es bedeuten (Loreley) | Text und Noten

MerkenNotenblatt „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten (Loreley)“. Einstimmige Melodie im Violinschlüssel, C-Dur, 6/8-Takt, mit der 1. Strophe des Liedtextes.
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Text
Heinrich Heine
Melodie
Friedrich Silcher
Tonart
C-Dur
Taktart
6/8-Takt
Inhalt dieser Seite

Liedtext

  1. Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
    dass ich so traurig bin;
    ein Märchen aus alten Zeiten,
    das kommt mir nicht aus dem Sinn.
    Die Luft ist kühl und es dunkelt,
    und ruhig fließt der Rhein;
    der Gipfel des Berges funkelt
    im Abendsonnenschein.
  2. Die schönste Jungfrau sitzet
    dort oben wunderbar;
    ihr goldnes Geschmeide blitzet,
    sie kämmt ihr goldenes Haar.
    Sie kämmt es mit goldenem Kamme
    und singt ein Lied dabei;
    das hat eine wundersame,
    gewaltige Melodei.
  3. Den Schiffer im kleinen Schiffe
    ergreift es mit wildem Weh;
    er schaut nicht die Felsenriffe,
    er schaut nur hinauf in die Höh.
    Ich glaube, die Wellen verschlingen
    am Ende Schiffer und Kahn;
    und das hat mit ihrem Singen
    die Lore-Ley getan.

Klavier & Keyboard

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten: Klavier-Noten zum Ausdrucken

Die Klavier-Noten von oben gibt es hier zum Ausdrucken und Anhören. Über jeder Note steht ihr Buchstabe, so findest du die passende Taste sofort. Das Lied steht hier in C-Dur.

Gitarre

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten: Gitarren-Noten mit Tabs

Auf der Gitarre brauchst du für dieses Lied fast alle Saiten und die ersten fünf Bünde. Die Tab unter den Noten zeigt Saite und Bund, die Buchstaben darüber den Ton. Das Lied steht in C-Dur wie oben und beginnt mit G G A G C H.

MerkenNotenblatt „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ für Gitarre: Melodie mit Buchstaben über den Noten, darunter der Liedtext der 1. Strophe und die Gitarren-Tabulatur mit Bundzahlen.

„Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ für Gitarre: Melodie mit Buchstaben, Liedtext und Tab

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Blockflöte

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten: Blockflöten-Noten mit Buchstaben

Auf der Sopranblockflöte liegen ein paar Töne höher oder brauchen einen besonderen Griff – das ist etwas für die zweite Lernrunde. Die Buchstaben über den Noten sagen dir, welchen Griff du brauchst, in C-Dur wie oben.

MerkenNotenblatt „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ für Blockflöte: Melodie mit Buchstaben über den Noten, darunter der Liedtext der 1. Strophe.

„Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ für Blockflöte: Melodie mit Buchstaben und Liedtext

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Du brauchst noch die Griffe dazu? Die Grifftabelle gibt es für beide Griffweisen – welche deine Flöte hat, steht meist auf der Verpackung oder in der Anleitung:

Geige

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten: Geigen-Noten mit Buchstaben und Fingersatz

Auf der Geige kommt hier ein Fingerwechsel auf derselben Saite, ein hoher 3. Finger oder ein Saitensprung vor – etwas für die zweite Lernrunde. Über jeder Note stehen Buchstabe und Fingerziffer in der Farbe der Saite, gespielt auf der D-, A- und E-Saite. Hier steht das Lied in G-Dur, damit es auf der Geige bequem liegt. Das Griffbrett unter den Noten zeigt, wo du die Töne greifst. Es beginnt mit D D E D G Fis.

MerkenNotenblatt „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ für Geige: Melodie mit Buchstaben und Fingerziffern in Saitenfarben über den Noten, darunter der Liedtext der 1. Strophe, unten das Griffbrett der ersten Lage mit den gegriffenen Tönen.

„Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ für Geige: Melodie mit Buchstaben, Fingersatz und Griffbrett

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Du willst alle Töne der ersten und zweiten Lage auf dem Griffbrett sehen? Die Übersicht zeigt sie mit Notennamen und Fingersätzen:

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Ukulele

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten: Ukulele-Noten mit Tabs

Die Ukulele kommt hier mit drei Saiten aus, C, E und A, die G-Saite bleibt frei. Die Tab liest sich wie bei der Gitarre: Zahl gleich Bund, Linie gleich Saite. Die Melodie geht bis zum 7. Bund hinauf, das braucht etwas Übung. Hier steht das Lied in C-Dur und beginnt mit G G A G C H.

MerkenNotenblatt „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ für Ukulele: Melodie mit Buchstaben über den Noten, darunter der Liedtext der 1. Strophe und die Ukulele-Tabulatur mit Bundzahlen.

„Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ für Ukulele: Melodie mit Buchstaben, Liedtext und Tab

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Dieses Lied als Noten-Heft für dein Instrument

„Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ ist in diesen Sammlungen zum Ausdrucken enthalten:

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Über das Lied

Ein leises Flüstern erhebt sich über den sanften Wellen des Rheins, als ob der Fluss selbst ein uraltes Geheimnis erzählen möchte. Melodien tragen sich durch die Luft, melancholisch und doch voller Zauber, und du spürst, wie eine sanfte Traurigkeit dein Herz umhüllt. Eine Traurigkeit, die nicht aus dem Jetzt stammt, sondern aus längst vergangenen Märchen, die noch immer im Echo der Ufer widerhallen.

In solchen Momenten, wenn die Dämmerung das Wasser in flüssiges Gold taucht, erwacht die Legende der Loreley. Sie ist mehr als nur eine Geschichte – sie ist ein Gefühl, das tief in dir wurzelt, eine ungestillte Sehnsucht, die sich mit dem Fluss der Zeit vermischt. Der Klang des Liedes erweckt diese Sehnsucht zum Leben, lässt dich träumen von unerreichbaren Ufern und der mystischen Schönheit, die zwischen Realität und Fantasie schwebt.

Historischer Hintergrund

Das Lied „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“, oft einfach als „Loreley“ bekannt, entspringt der Feder Heinrich Heines, eines der bedeutendsten Dichter der deutschen Romantik. Der Text wurde 1824 verfasst und thematisiert die sagenumwobene Loreley, eine Nixe, die auf einem Felsen am Rhein sitzt und mit ihrem Gesang Schiffer in den Tod lockt. Diese Ballade spiegelt die Faszination und die mystische Aura wider, die dem Rhein und seiner Umgebung seit jeher anhaften.

Zur Melodie trug Friedrich Silcher bei, einer der einflussreichsten Komponisten und Sammler deutscher Volkslieder. Seine Melodie verlieh Heines Text eine eingängige musikalische Gestalt, die zur Popularität des Liedes maßgeblich beitrug. Als Volkslied eingeordnet, fand „Loreley“ rasch Verbreitung und wurde in vielen Schulen und Chören gesungen, was seiner Bekanntheit und Langlebigkeit zuträglich war.

Im Laufe der Zeit entstanden zahlreiche Varianten und Bearbeitungen, die das Lied sowohl in klassischer als auch in moderner Musik wieder aufleben ließen. Die Kombination aus Heines poetischem Text und Silchers einprägsamer Melodie macht „Loreley“ zu einem zeitlosen Klassiker, der die deutsche Kultur nachhaltig geprägt hat.

Textinterpretation

Es ist, als ob der Rhein selbst flüstert und uns in seine tiefen, geheimnisvollen Strömungen zieht. Der Sänger spürt eine unaussprechliche Melancholie, die wie ein Echo aus fernen Zeiten zur Seele spricht. Die Sehnsucht nach dem Unerklärlichen, nach der geheimnisvollen Loreley, die uns mit ihrem Lied verzaubert, hallt wider in unseren Herzen. Es ist ein Gefühl, das wir alle kennen: das Unbegreifliche, das uns in stillen Momenten heimsucht und uns an etwas erinnert, das wir nicht ganz greifen können.

In unserer modernen Welt verlieren wir uns oft in der Hektik des Alltags, doch dieses Lied erinnert uns daran, innezuhalten und den Fluss unserer Gedanken und Gefühle zu erkunden. Es ist eine Einladung, die Poesie des Lebens wahrzunehmen, die sich in jedem stillen Moment versteckt. Die Loreley steht dabei sinnbildlich für die unergründlichen Tiefen unserer inneren Welt, die uns mit ihrer Schönheit und ihrem Geheimnis lockt und uns zugleich an die Gefahren des Verlorenseins erinnert.

Die Melodie der Loreley verführt die Seele, während die unergründliche Traurigkeit des Lebens uns im Bann hält; in der Schönheit lauert Gefahr, und die Sehnsucht ertrinkt im strahlenden Schein.

Hörbeispiele

  • Peter Schreier
  • Gunther Emmerlich
  • Rundfunk-Jugendchor Wernigerode
Weitere Hörbeispiele (3)
  • MÄNNERCHOR TEISENDORF
  • Berliner Mädchenchor
  • Hilde Brun

Quellen

Quellen anzeigen (6)

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