Vom Himmel hoch, da komm ich her | Text und Noten

Ein Engel mit goldenen Flügeln schwebt am Nachthimmel über dem Stall von Bethlehem und hält eine Schriftrolle mit der Aufschrift „Ich bring euch gute neue Mär“. Darunter liegt das Jesuskind in der Krippe, umgeben von Maria, Josef, drei betenden Hirten, Kindern und einem kleinen Lamm. Der Stern von Bethlehem leuchtet hell.

Wenn die ersten Schneeflocken sanft im Kerzenlicht tanzen und ein leises Knistern die Stille durchbricht, dann erwacht die Magie der Weihnacht in unseren Herzen. Es ist jene Zeit, in der die Melodien vergangener Tage uns wie ein warmer Mantel umhüllen und Erinnerungen an längst vergangene Kindheitstage wachrufen. Ein solches Lied, das uns mit seiner schlichten Schönheit berührt, ist „Vom Himmel hoch, da komm ich her“.

Die Worte, die Martin Luther einst voller Andacht verfasste, tragen die Botschaft des Himmels direkt in unsere Wohnzimmer. Sie erzählen von der Freude und Hoffnung, die das Weihnachtsfest mit sich bringt. Während du lauschst, entfaltet sich vor deinem inneren Auge die Szene: ein Engel, der sanft zur Erde herabschwebt, um das Wunder der Geburt Christi zu verkünden. Es ist ein Moment der Stille und Andacht, in dem die Welt für einen Augenblick innezuhalten scheint.

Dieses Lied ist mehr als nur eine Melodie; es ist ein Versprechen von Frieden und Liebe, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Es lädt dich ein, die Augen zu schließen und dich von der besinnlichen Stimmung tragen zu lassen, hin zu einem Ort der inneren Ruhe und des Lichts.

historischer Hintergrund

„Vom Himmel hoch, da komm ich her“ ist ein Weihnachtslied, dessen Text und Melodie auf Martin Luther (1483-1546) zurückgehen. Im Jahr 1535 verfasst, besteht es ursprünglich aus 15 Strophen und erzählt einen bedeutenden Teil der Weihnachtsgeschichte. Besonders prägnant sind die ersten sechs und die letzte Strophe, die heute oft in der Adventszeit gesungen werden. Sie vermitteln die frohe Botschaft der Geburt Christi in einer schlichten und doch eindringlichen Weise.

Als Weihnachts- und Adventslied nimmt „Vom Himmel hoch“ einen festen Platz in der kirchlichen und häuslichen Feier der Weihnachtszeit ein. Seine klare, eingängige Melodie und der poetische Text tragen zur weitreichenden Beliebtheit bei. Im Laufe der Jahrhunderte entstanden zahlreiche Variationen und Bearbeitungen, die das Original bereicherten und ihm neue Facetten verliehen. So bleibt das Lied nicht nur ein fester Bestandteil des weihnachtlichen Repertoires, sondern auch ein lebendiges Zeugnis der musikalischen und kulturellen Tradition.

Noten und Liedtext

Melodie abspielen
  1. Vom Himmel hoch, da komm ich her.
    Ich bring’ euch gute neue Mär,
    Der guten Mär bring ich so viel,
    Davon ich singn und sagen will.
  2. Euch ist ein Kindlein heut’ geborn
    Von einer Jungfrau auserkorn,
    Ein Kindelein, so zart und fein,
    Das soll eu’r Freud und Wonne sein.
  3. Es ist der Herr Christ, unser Gott,
    Der will euch führn aus aller Not,
    Er will eu’r Heiland selber sein,
    Von allen Sünden machen rein.
  1. Er bringt euch alle Seligkeit,
    Die Gott der Vater hat bereit,
    Daß ihr mit uns im Himmelreich
    Sollt leben nun und ewiglich.
  2. So merket nun das Zeichen recht:
    Die Krippe, Windelein so schlecht,
    Da findet ihr das Kind gelegt,
    Das alle Welt erhält und trägt.
  3. Des laßt uns alle fröhlich sein
    Und mit den Hirten gehn hinein,
    Zu sehn, was Gott uns hat beschert,
    Mit seinem lieben Sohn verehrt.
  4. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron,
    Der uns schenkt seinen ein’gen Sohn.
    Des freuen sich der Engel Schar
    Und singen uns solch neues Jahr.

Text und Melodie: Martin Luther (1483-1546)
Das Lied besteht ürspringlich aus 15 Strophen und erzählt einen Teil der Weihnachtsgeschichte. Heute wird üblicherweise ein Auswahl aus den Strophen 1 bis 6 und 15 gesungen.

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Textinterpretation

„Vom Himmel hoch, da komm ich her“ erhebt sich wie ein leuchtender Stern über die winterliche Dunkelheit und bringt die Kunde von unvergleichlicher Freude. Martin Luther malt mit seinen Worten das Bild einer himmlischen Botschaft, die auf Erden widerhallt. Diese gute Mär, getragen von Engelsflügeln, spricht von Hoffnung und neuer Geburt. In der Stille der Nacht, wenn der Schnee unter den Sternen glitzert, erinnert uns dieses Lied an das Wunder des Lebens, das in Einfachheit und Liebe seinen Anfang nimmt.

In der heutigen Welt, die oft in Eile und Unruhe gefangen ist, könnte das Lied als Einladung zur Besinnung verstanden werden. Es ruft uns dazu auf, innezuhalten und die kleinen Wunder zu erkennen, die uns umgeben. Die Botschaft von Frieden und Freude, die aus dem Himmel zu uns herabsteigt, ist zeitlos und universell. Beim Hören dieses Liedes mag der Leser die Wärme der Gemeinschaft spüren oder die leise Hoffnung, dass Licht auch die dunkelsten Ecken erhellen kann.

Die Melodie trägt nicht nur die Worte, sondern auch eine tiefe Sehnsucht nach Harmonie und Heilung. In jedem Ton schwingt der Wunsch mit, dass die Welt ein wenig heller und freundlicher werde. Für uns, die wir in der Gegenwart leben, ist dieses alte Lied ein sanfter Weckruf, sich dem Wunder des Alltags zu öffnen und die Liebe, die vom Himmel kommt, in unser Herz zu lassen. So wird das Weihnachtslied zu einem Spiegel unserer eigenen Suche nach Sinn und Geborgenheit.

Hörbeispiele

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Gitarre – Noten und Tabs

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