Wem Gott will rechte Gunst erweisen | Text und Noten

Ein Wanderer mit Hut und Rucksack geht auf einem Pfad entlang eines Flusses durch grüne Täler. Über ihm fliegen Lerchen, im Hintergrund ragen majestätische Berge unter einem blauen Himmel mit weißen Wolken empor.

Ein sanfter Windhauch streift über die Wipfel der Bäume, während die ersten Sonnenstrahlen des Morgens den Tau auf den Gräsern zum Glitzern bringen. Du stehst am Rande eines verwunschenen Pfades, umgeben von der stillen Pracht der Natur, und fühlst die unbändige Sehnsucht nach Abenteuer und Entdeckung in deiner Brust aufsteigen. Es ist, als ob die Welt ihre Arme ausbreitet und dich einlädt, ihre Geheimnisse zu erkunden.

„Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ summst du leise vor dich hin, und in diesen einfachen, doch tiefgründigen Worten spürst du die Gnade und das Geschenk der Freiheit, die dir zuteil wird. Der Klang des Liedes trägt dich fort, über Hügel und durch Täler, und du wirst eins mit der Welt um dich herum. Jeder Schritt wird zur Meditation, jeder Atemzug zum Gebet der Dankbarkeit für die Wunder, die sich in Berg und Tal vor dir entfalten. Hier, zwischen Himmel und Erde, offenbart sich dir die zeitlose Schönheit des Wanderns.

historischer Hintergrund

„Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Symbiose von Lyrik und Musik im deutschen Volkslied. Der Text stammt aus der Feder von Joseph von Eichendorff, einem der bedeutendsten Dichter der Romantik. Seine Verse beschwören die enge Verbindung zwischen Mensch und Natur und laden zu einer Reise ins Unbekannte ein. Der Komponist Friedrich Theodor Fröhlich, ein Zeitgenosse Eichendorffs, vertonte das Gedicht mit einer Melodie, die dessen romantischen Geist perfekt einfängt.

Als ein Volkslied, das sich großer Beliebtheit erfreut, hat es im Laufe der Jahre zahlreiche Varianten und Interpretationen erlebt. Besonders in der Wandervogelbewegung des frühen 20. Jahrhunderts gewann es an Bedeutung und wurde häufig bei Wanderungen und Lagerfeuern gesungen. Seine eingängige Melodie und der poetische Text machen es zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Die Verbreitung des Liedes über Generationen hinweg verdeutlicht seine zeitlose Qualität. Es ist nicht nur ein musikalisches Werk, sondern auch ein kulturelles Erbe, das die Sehnsucht nach Freiheit und Naturverbundenheit widerspiegelt. So bleibt „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ ein fester Bestandteil des deutschen Liedguts.

Noten und Liedtext

Melodie abspielen
  1. Wem Gott will rechte Gunst erweisen,
    den schickt er in die weite Welt;
    dem will er seine Wunder weisen
    in Berg und Wald und Strom und Feld.
  2. Die Trägen, die zu Hause liegen,
    erquicket nicht das Morgenrot,
    sie wissen nur von Kinderwiegen,
    von Sorgen, Last und Not um Brot.
  3. Die Bächlein von den Bergen springen,
    die Lerchen schwirren hoch vor Lust;
    was sollt ich nicht mit ihnen singen
    aus voller Kehl und frischer Brust?
  1. Den lieben Gott laß ich nur walten,
    der Bächlein, Lerchen, Wald und Feld
    und Erd und Himmel will erhalten,
    hat auch mein Sach aufs best bestellt.

Text: Joseph von Eichendorff (1788-1857)
Melodie: Friedrich Theodor Fröhlich (1803-1836)

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Textinterpretation

„Wem Gott will rechte Gunst erweisen“, ein Volkslied voller Poesie und Weisheit, führt uns in die weite Welt der Natur. Wenn du durch Berge und Wälder wanderst, offenbart sich dir die Schönheit der Schöpfung. Diese Reise ist nicht nur eine physische, sondern auch eine spirituelle Erfahrung. Sie erinnert uns daran, dass die wahren Wunder oft abseits des Alltäglichen liegen und dass die Gnade Gottes in der Einfachheit und Großartigkeit der Natur sichtbar wird.

Die Botschaft des Liedes ist zeitlos und universell. In einer Welt, die oft von Hektik und Technologie bestimmt wird, lädt es dich ein, innezuhalten und die Schönheit um dich herum wahrzunehmen. Die Dankbarkeit für diese Gaben schenkt dir eine tiefe innere Ruhe und Zufriedenheit. Es ist ein Aufruf, den Alltag hinter sich zu lassen und die Welt mit offenen Augen und Herzen zu erkunden, um so die Gnade und Wunder des Lebens zu entdecken.

Heute könnte das Lied als ein Appell an dich verstanden werden, zu entschleunigen und die Verbindung zur Natur zu suchen. Es erinnert dich daran, dass wahre Erfüllung nicht in materiellen Dingen liegt, sondern in den Erlebnissen, die deine Seele nähren. Im Einklang mit der Natur findest du nicht nur Inspiration, sondern auch die Gunst, die das Leben bereichert. So wird das Wandern zu einer Metapher für die Suche nach Sinn und Dankbarkeit in der modernen Welt.

Hörbeispiele

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