Wenn der Frühling kommt | Text und Noten

Ein leises Flüstern zieht durch die kahlen Zweige, ein Versprechen, das aus der Stille des Winters erwacht. Wenn der Frühling kommt, erblüht nicht nur die Natur, sondern auch ein zartes Gefühl der Erneuerung in deinem Herzen. Erinnerst du dich an diese ersten warmen Sonnenstrahlen, die deine Wangen kitzeln und dich mit einer unbestimmten Freude erfüllen? Es ist die Zeit, in der sich die Welt aus ihrem frostigen Schlummer erhebt und das Leben in einen lebhaften Tanz der Farben und Klänge übergeht.
In diesen Momenten, wenn der Schnee auf den Bergen schmilzt und die Wiesen von neuem Grün überzogen sind, entfaltet das Volkslied „Wenn der Frühling kommt“ seine magische Wirkung. Die Melodie trägt dich sanft auf den Flügeln der Finken, die im Takt des erwachenden Lebens singen. Jedes Wort ist ein Schritt in eine Welt voller Hoffnung und Aufbruch, in der die Natur und das Herz im Einklang pulsieren. Lass dich von diesem Lied umarmen und spüre, wie die Freude des Frühlings in dir blüht.
historischer Hintergrund
„Wenn der Frühling kommt“ ist ein bezauberndes Volkslied, dessen Ursprung in der Poesie des 19. Jahrhunderts liegt. Der Text stammt aus der Feder von Johann Georg Keil, einem deutschen Dichter, der zwischen 1781 und 1857 lebte. Die Melodie, die das Gedicht umrahmt, ist eine Volksweise, die ebenfalls im 19. Jahrhundert entstand und durch ihre Schlichtheit und Eingängigkeit besticht.
Als Teil der reichen Tradition deutscher Volkslieder hebt sich „Wenn der Frühling kommt“ durch seine harmonische Verbindung von Text und Melodie hervor. Volkslieder, zu denen es zählt, sind oft mündlich überliefert und spiegeln die kulturellen Werte und Stimmungen ihrer Zeit wider. Dieses Lied thematisiert die Freude und Erneuerung, die der Frühling mit sich bringt, und findet daher besonders in der Frühlingszeit großen Anklang.
Die Verbreitung des Liedes erfolgte ursprünglich über mündliche Überlieferung, was zu verschiedenen regionalen Varianten führte. Diese Vielfalt zeugt von der lebhaften Rezeption und der anhaltenden Beliebtheit des Liedes über Generationen hinweg. Auch heute noch wird es in Schulen und Chören gesungen, wo es die Herzen der Zuhörer erfreut und den Frühling willkommen heißt.
Noten und Liedtext
- Wenn der Frühling kommt,
von den Bergen schaut,
wenn der Schnee im Tal
und von den Hügeln taut,
wenn die Finken schlagen
und zu Neste tragen,
dann beginnt die schöne Frühjahrszeit. - Wenn der Weichselbaum
duft’ge Blüten schneit,
wenn die Störche kommen
und der Kuckuck schreit,
wenn die Bächlein quellen
und die Knospen schwellen,
dann beginnt die liebe, gold’ne Zeit.
Text: Gedicht von Johann Georg Keil (1781-1857)
Melodie: Volksweise, 19. Jahrhundert
Video-Tutorial & Downloads
Textinterpretation
Wenn der Frühling naht und von den Bergen herabsteigt, erwacht die Welt aus ihrem weißen Schlaf. Die schmelzenden Schneefelder im Tal verkünden das Ende der Kälte, während die Hügel ihre grüne Pracht enthüllen. Die Finken beginnen ihr fröhliches Konzert, als wollten sie die Ankunft des Lichts besingen. Dieses Volkslied malt ein Bild des Neubeginns, in dem die Natur und das Herz im Einklang schlagen. Es erinnert uns daran, dass jeder Winter ein Ende hat und die Hoffnung stets in den kommenden Tagen keimt.
Im alltäglichen Leben symbolisiert der Frühling den Aufbruch und die Erneuerung. Die Natur erneuert sich, während wir Menschen eingeladen sind, unsere eigene innere Landschaft zu betrachten und zu beleben. Das Lied ruft uns dazu auf, die Freude zu spüren, die in den kleinen Wundern des Lebens verborgen liegt. Es ist ein Aufruf, die Dunkelheit hinter sich zu lassen und mit offenen Armen die Chancen zu begrüßen, die vor uns liegen.
Du fühlst vielleicht die sanfte Berührung des Frühlingswinds, der Hoffnung und Zuversicht mit sich trägt. Inmitten des Alltagsrauschens erinnert uns das Lied daran, innezuhalten und den Wandel zu begrüßen. Lass dich von der Melodie tragen, die uns zeigt, dass der Frühling nicht nur eine Jahreszeit ist, sondern ein Gefühl des Herzens, das uns ermutigt, mit Freude und Neugierde in die Zukunft zu blicken.
Der Frühling offenbart das Erwachen der Natur und das Versprechen neuer Lebenszyklen; er lehrt uns, die Schönheit des Wandels zu umarmen und die Hoffnung in jedem Neubeginn zu finden.







