O Täler weit, o Höhen (Abschied vom Walde) | Text und Noten

MerkenNotenblatt „O Täler weit, o Höhen (Abschied vom Walde)“. Einstimmige Melodie im Violinschlüssel, C-Dur, 4/4-Takt, mit der 1. Strophe des Liedtextes.
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Text
Joseph von Eichendorff
Melodie
Felix Mendelssohn Bartholdy
Tonart
C-Dur
Taktart
4/4-Takt
Inhalt dieser Seite

Liedtext

  1. O Täler weit, o Höhen,
    o schöner, grüner Wald,
    du meiner Lust und Wehen
    andächt’ger Aufenthalt.
    Da draußen, stets betrogen,
    saust die geschäft’ge Welt;
    schlag noch einmal die Bogen
    um mich, du grünes Zelt.
  2. Wenn es beginnt zu tagen,
    die Erde dampft und blinkt,
    die Vögel lustig schlagen,
    dass dir dein Herz erklingt:
    Da mag vergehn, verwehen
    das trübe Erdenleid,
    da sollst du auferstehen
    in junger Herrlichkeit.
  3. Im Walde steht geschrieben
    ein stilles, ernstes Wort
    vom rechten Tun und Lieben
    und was des Menschen Hort.
    Ich habe treu gelesen
    die Worte schlicht und wahr.
    und durch mein ganzes Wesen
    ward’s unaussprechlich klar.
  4. Bald werd ich dich verlassen,
    fremd in der Fremde gehn,
    auf bunt bewegten Gassen
    des Lebens Schauspiel sehn;
    und mitten in dem Leben
    wird deines Ernsts Gewalt
    mich Einsamen erheben,
    so wird mein Herz nicht alt.

Klavier & Keyboard

O Täler weit, o Höhen: Klavier-Noten zum Ausdrucken

Die Klavier-Noten von oben gibt es hier zum Ausdrucken und Anhören. Über jeder Note steht ihr Buchstabe, so findest du die passende Taste sofort. Das Lied steht hier in C-Dur.

Gitarre

O Täler weit, o Höhen: Gitarren-Noten mit Tabs

Für die Gitarre steht über jeder Note ihr Buchstabe, und die Tab darunter zeigt, welcher Bund auf welcher Saite gegriffen wird. Das Lied steht hier in C-Dur. Gespielt wird nur auf den Saiten A, D, G, H und hohe E. Die Melodie kommt mit den ersten fünf Bünden aus. Sie beginnt mit G E C H C E.

MerkenNotenblatt „O Täler weit, o Höhen“ für Gitarre: Melodie mit Buchstaben über den Noten, darunter der Liedtext der 1. Strophe und die Gitarren-Tabulatur mit Bundzahlen.

„O Täler weit, o Höhen“ für Gitarre: Melodie mit Buchstaben, Liedtext und Tab

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Ukulele

O Täler weit, o Höhen: Ukulele-Noten mit Tabs

Für die Ukulele steht über jeder Note ihr Buchstabe, und die Tab darunter zeigt, welcher Bund auf welcher Saite gegriffen wird. Das Lied steht hier in D-Dur. Gespielt wird nur auf den Saiten C, E und A, die G-Saite bleibt frei. Die Melodie geht bis zum 9. Bund hinauf, das braucht etwas Übung. Sie beginnt mit A Fis D Cis D Fis.

MerkenNotenblatt „O Täler weit, o Höhen“ für Ukulele: Melodie mit Buchstaben über den Noten, darunter der Liedtext der 1. Strophe und die Ukulele-Tabulatur mit Bundzahlen.

„O Täler weit, o Höhen“ für Ukulele: Melodie mit Buchstaben, Liedtext und Tab

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Über das Lied

Ein zarter Windhauch streichelt die Wipfel der alten Bäume, während du in der Stille des Waldes verweilst. Hier, wo das Zwitschern der Vögel die Zeit anhält, findest du eine Zuflucht, die deine Seele in sanfte Umarmung nimmt. Die Melodie der Natur umhüllt dich, während die Gedanken an ferne Täler und majestätische Höhen emporsteigen wie der Morgennebel über den sanften Hügeln.

In diesem stillen Grün, das von unzähligen Geschichten durchdrungen ist, spürst du die bittersüße Melancholie des Abschieds. Jeder Schritt auf dem weichen Waldboden ruft Erinnerungen wach, die wie Blätter im Herbstwind tanzen. Das Lied „O Täler weit, o Höhen“ fängt diese Momente ein, verbindet dich mit der Weite der Natur und der Tiefe deiner Empfindungen. Es ist ein leiser Dialog zwischen dir und der Welt um dich herum, ein Abschied, der zugleich ein Neubeginn ist, getragen von der zeitlosen Harmonie der Volkslieder.

Historischer Hintergrund

„O Täler weit, o Höhen (Abschied vom Walde)“ ist ein Lied, das die romantische Seele des 19. Jahrhunderts in Deutschland einfängt. Der Text stammt aus dem Gedicht „Abschied“ von Joseph von Eichendorff, einem der bedeutendsten Dichter der deutschen Romantik. Seine Zeilen beschwören die Schönheit und Melancholie eines Abschieds von der Natur, die für viele Menschen jener Zeit eine Quelle der Inspiration und des Trostes war.

Die einprägsame Melodie, komponiert von Felix Mendelssohn Bartholdy, einem der herausragenden Komponisten der Romantik, verleiht dem Text eine zusätzliche emotionale Tiefe. Mendelssohns musikalisches Talent vereint sich hier mit Eichendorffs poetischer Sprache zu einem Werk, das als Volkslied in die Herzen der Menschen Einzug hielt.

In der Kategorie der Volkslieder verankert, erfreut sich „O Täler weit, o Höhen“ einer bemerkenswerten Verbreitung. Seine Popularität zeigt sich in zahlreichen Chor- und Instrumentalvarianten, die das Lied über die Jahrzehnte hinweg am Leben erhalten haben. Der harmonische Einklang von Text und Melodie macht es zu einem zeitlosen Klassiker, der die Sehnsucht nach der Natur und der Vergänglichkeit des Augenblicks eindrucksvoll zum Ausdruck bringt.

Textinterpretation

In der ersten Strophe des Liedes „O Täler weit, o Höhen“ schwingt eine tiefe Sehnsucht nach der beruhigenden Umarmung der Natur mit. Der Wald wird als heiliger Ort beschrieben, ein Zufluchtsort für sowohl freudige als auch schmerzvolle Momente. Diese Darstellung erinnert uns daran, wie unverzichtbar die Natur für unser emotionales Wohl ist, besonders in Zeiten der Unruhe. Sie bietet uns einen Raum der Einkehr und des Nachdenkens, abseits der hektischen Welt da draußen.

Der Abschied von diesem grünen Paradies wird zu einem Moment des Innehaltens, ein Übergang, der sowohl Traurigkeit als auch Dankbarkeit in sich trägt. Es ist ein Abschied von einer Vertrautheit, die uns Trost und Inspiration schenkt. Dieses Gefühl lässt sich auch in modernen Zeiten nachempfinden, wenn wir uns von geliebten Orten oder Phasen unseres Lebens verabschieden müssen. Es erinnert uns daran, den Wert von Erinnerungen und die Kraft der Natur zu schätzen.

In der Stille des Waldes offenbart sich die Wahrheit des Lebens: Die Natur lehrt uns, das Wesen des Seins zu erfassen und inmitten der Hektik, die innere Jugend und Klarheit zu bewahren.

Hörbeispiele

  • Dresdner Kammerchor
  • Universitätschor München
  • Rundfunk-Jugendchor Wernigerode
Weitere Hörbeispiele (2)
  • Hermann Prey
  • Dresdner Kreuzchor

Quellen

Quellen anzeigen (6)

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