Feldeinwärts flog ein Vögelein | Text und Noten

MerkenNotenblatt „Feldeinwärts flog ein Vögelein“. Einstimmige Melodie im Violinschlüssel, F-Dur, 2/4-Takt, mit der 1. Strophe des Liedtextes.
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Text
Ludwig Tieck
Melodie
Richard Franz Joseph Heuberger
Tonart
F-Dur
Taktart
2/4-Takt
Inhalt dieser Seite

Liedtext

  1. Feldeinwärts flog ein Vögelein
    und sang im muntern Sonnenschein
    mit süßem, wunderbarem Ton:
    Ade! Ich fliege nun davon,
    weit, weit, weit, weit,
    weit, weit reis' ich noch heut.
    Weit, weit, weit, weit!
  2. Ich horchte auf den Feldgesang,
    mir ward so wohl und doch so bang;
    mit frohem Schmerz, mit trüber Lust
    stieg wechselnd bald und sank die Brust,
    Herz, Herz, Herz, Herz,
    brichst du vor Wonn' und Schmerz?
    Herz, Herz, Herz, Herz.
  3. Doch als ich Blätter fallen sah,
    da sagt' ich: Ach, der Herbst ist da!
    Der Sommergast, die Schwalbe zieht,
    vielleicht so Lieb' und Sehnsucht flieht
    weit, weit, weit, weit,
    weit, weit, rasch mit der Zeit.
    Weit, weit, weit, weit!
  4. Doch rückwärts kam der Sonnenschein,
    dicht zu mir drauf das Vögelein;
    es sah mein tränend Angesicht
    und sang: die Liebe wintert nicht,
    nein, nein, nein, nein,
    ist und bleibt Frühlingsschein!
    Nein, nein, nein, nein!

Klavier & Keyboard

Feldeinwärts flog ein Vögelein: Klavier-Noten zum Ausdrucken

Die Klavier-Noten von oben gibt es hier zum Ausdrucken und Anhören. Über jeder Note steht ihr Buchstabe, so findest du die passende Taste sofort. Das Lied steht hier in F-Dur.

Gitarre

Feldeinwärts flog ein Vögelein: Gitarren-Noten mit Tabs

Auf der Gitarre brauchst du für dieses Lied nur die Saiten A, D, G und H und die ersten drei Bünde. Die Tab unter den Noten zeigt Saite und Bund, die Buchstaben darüber den Ton. Das Lied steht in F-Dur wie oben und beginnt mit C F A G B A.

MerkenNotenblatt „Feldeinwärts flog ein Vögelein“ für Gitarre: Melodie mit Buchstaben über den Noten, darunter der Liedtext der 1. Strophe und die Gitarren-Tabulatur mit Bundzahlen.

„Feldeinwärts flog ein Vögelein“ für Gitarre: Melodie mit Buchstaben, Liedtext und Tab

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Blockflöte

Feldeinwärts flog ein Vögelein: Blockflöten-Noten mit Buchstaben

Mit der Sopranblockflöte ist das ein leichtes Lied: Alle Töne stehen in der Anfänger-Grifftabelle. Die Buchstaben über den Noten sagen dir, welchen Griff du brauchst, in F-Dur wie oben.

MerkenNotenblatt „Feldeinwärts flog ein Vögelein“ für Blockflöte: Melodie mit Buchstaben über den Noten, darunter der Liedtext der 1. Strophe.

„Feldeinwärts flog ein Vögelein“ für Blockflöte: Melodie mit Buchstaben und Liedtext

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Du brauchst noch die Griffe dazu? Die Grifftabelle gibt es für beide Griffweisen – welche deine Flöte hat, steht meist auf der Verpackung oder in der Anleitung:

Geige

Feldeinwärts flog ein Vögelein: Geigen-Noten mit Buchstaben und Fingersatz

Auf der Geige kommt hier ein Fingerwechsel auf derselben Saite, ein hoher 3. Finger oder ein Saitensprung vor – etwas für die zweite Lernrunde. Über jeder Note stehen Buchstabe und Fingerziffer in der Farbe der Saite, gespielt auf der D- und A-Saite. Hier steht das Lied in G-Dur, damit es auf der Geige bequem liegt. Das Griffbrett unter den Noten zeigt, wo du die Töne greifst. Es beginnt mit D G H A C H.

MerkenNotenblatt „Feldeinwärts flog ein Vögelein“ für Geige: Melodie mit Buchstaben und Fingerziffern in Saitenfarben über den Noten, darunter der Liedtext der 1. Strophe, unten das Griffbrett der ersten Lage mit den gegriffenen Tönen.

„Feldeinwärts flog ein Vögelein“ für Geige: Melodie mit Buchstaben, Fingersatz und Griffbrett

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Du willst alle Töne der ersten und zweiten Lage auf dem Griffbrett sehen? Die Übersicht zeigt sie mit Notennamen und Fingersätzen:

Geigen-Griffbrett-Übersicht – Noten, Fingersätze und Lagen Alle Töne der ersten und zweiten Lage auf dem Griffbrett, 3 Blätter als PDF Auf Etsy ansehen

Ukulele

Feldeinwärts flog ein Vögelein: Ukulele-Noten mit Tabs

Die Ukulele kommt hier mit drei Saiten aus, C, E und A, die G-Saite bleibt frei. Die Tab liest sich wie bei der Gitarre: Zahl gleich Bund, Linie gleich Saite. Mehr als fünf Bünde brauchst du nicht. Hier steht das Lied in F-Dur und beginnt mit C F A G B A.

MerkenNotenblatt „Feldeinwärts flog ein Vögelein“ für Ukulele: Melodie mit Buchstaben über den Noten, darunter der Liedtext der 1. Strophe und die Ukulele-Tabulatur mit Bundzahlen.

„Feldeinwärts flog ein Vögelein“ für Ukulele: Melodie mit Buchstaben, Liedtext und Tab

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Passende Sammlungen zum Ausdrucken:

Lieder aus der Sammlung „50 deutsche Volkslieder“

Über das Lied

Ein sanftes Flüstern durchzieht die Luft, wenn ein Vögelein sich vom Boden erhebt und seinen Flug gen Himmel beginnt. Der Morgennebel schmiegt sich noch zärtlich an die Felder, doch die ersten Sonnenstrahlen brechen bereits durch und malen goldene Bänder auf die Wiesen. In diesem leisen Erwachen der Welt nimmst du plötzlich den klaren, unverwechselbaren Klang eines Liedes wahr, der über die Landschaft zieht. Ein melodisches Lebewohl, so zart und doch so tief berührend, als wolle es dir ein Geheimnis anvertrauen.

Die Zeilen tragen den Duft von Freiheit in sich, ein Versprechen unerforschter Horizonte. Es ist, als ob der Gesang des kleinen Vogels die Zeit für einen Augenblick anhält. Er ruft Erinnerungen wach an Spaziergänge durch blühende Landschaften, an das Gefühl von Gras unter nackten Füßen und den unendlichen Himmel, der sich über dir wölbt. In diesem Lied schwingt die Essenz der Natur mit, eine stille Poesie, die dich umhüllt und mitnimmt, wohin auch immer der Wind dich tragen mag.

Historischer Hintergrund

Im Herzen der deutschen Romantik entstand das Lied „Feldeinwärts flog ein Vögelein“, ein Werk, das die Verbindung von Poesie und Musik auf wunderbare Weise verkörpert. Der Text stammt aus der Feder des berühmten Dichters Ludwig Tieck, der von 1773 bis 1853 lebte. Tieck, ein Meister der romantischen Erzählkunst, schuf mit seinen lyrischen Werken oft eine Brücke zwischen der Realität und einer verzauberten Welt.

Die Melodie zu diesem bezaubernden Text komponierte Richard Franz Joseph Heuberger, ein österreichischer Komponist, der zwischen 1850 und 1914 lebte. Er verlieh dem Lied eine musikalische Form, die es als Volkslied populär machte, indem er die einfache, aber einprägsame Melodie mit Tiecks poetischen Worten verband. Diese Kombination trug maßgeblich zur Beliebtheit des Liedes bei.

Im Laufe der Zeit erlebte „Feldeinwärts flog ein Vögelein“ zahlreiche Variationen und Interpretationen, die seine universelle Anziehungskraft unterstreichen. Es fand seinen Platz sowohl in der Volksmusik als auch in klassischen Konzerten, was seine Vielseitigkeit und den zeitlosen Charme verdeutlicht. Von Generation zu Generation weitergegeben, bleibt es ein lebendiges Zeugnis der deutschen Kulturgeschichte.

Textinterpretation

Ein Vögelein, das sich in die Weiten der Felder erhebt, ist ein Bild von unvergleichlicher Freiheit und Leichtigkeit. Sein Flug im munteren Sonnenschein, begleitet von einem süßen, wunderbaren Ton, evoziert die unbeschwerten Momente des Lebens, in denen man sich eins mit der Natur fühlt. Es ist ein leises, jedoch tief empfundenes „Ade!“, das von Abschied und Aufbruch zugleich spricht. Diese Melodie der Natur erinnert uns daran, dass Veränderungen ein natürlicher Teil des Lebens sind, ein Flügelschlag zwischen Verweilen und Weiterziehen.

Im Herzen des Liedes finden wir die Ruhe der Landschaft und die poetische Harmonie der Natur, die uns inmitten des Alltags innehalten lässt. Der Vogel, Symbol für Freiheit und Sehnsucht, spiegelt unser eigenes Streben wider, das Gewohnte hinter uns zu lassen und neuen Horizonten entgegenzufliegen. Man fühlt sich eingeladen, die eigene Seele, oft gefangen im Trubel des Alltags, in die Weite zu entlassen und die Schönheit des Augenblicks zu genießen. Es ist ein sanfter Ruf, sich der eigenen inneren Melodie zuzuwenden und den leisen Tönen des Herzens zu lauschen.

In dieser zeitlosen Melodie des Volksliedes liegt eine Botschaft von universeller Gültigkeit. Sie erinnert uns daran, dass trotz Abschied und Wandel stets ein neuer Anfang wartet, wie der unermüdliche Zyklus der Natur. Für den Leser mag das Lied eine Einladung sein, die eigene Reise mit offenem Herzen zu beginnen, die Augen für die Wunder der Welt um uns zu öffnen und sich von der Melodie des Lebens tragen zu lassen. Es ist eine Ode an die Freiheit, das Loslassen und das Vertrauen in den nächsten Schritt.

In der Melodie des Abschieds schwingt die bittersüße Erkenntnis, dass Liebe und Sehnsucht, gleich den Jahreszeiten, beständig wandeln, doch im Herzen stets den Frühling bewahren.

Hörbeispiele

  • Hermann Prey

Quellen

Quellen anzeigen (3)

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