Ich armes welsches Teufli (Kanon) | Text und Noten

MerkenNotenblatt „Ich armes welsches Teufli (Kanon)“. Einstimmige Melodie im Violinschlüssel, A-Dur, 4/4-Takt, mit der 1. Strophe des Liedtextes.
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Text
Volksweise
Melodie
Volksweise
Tonart
A-Dur
Taktart
4/4-Takt
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Liedtext

Ich armes welsches Teufli
bin müde vom Marschieren,
bin müde, bin müde vom Marschier'n.
Ich hab verlorn mein Pfeifli
aus meinem Mantelsack, sack,
aus meinem Mantelsack.
Ich glaub, ich hab's gefunden,
was du verloren hast, hast,
was du verloren hast.

Klavier & Keyboard

Ich armes welsches Teufli: Klavier-Noten zum Ausdrucken

Die Klavier-Noten von oben gibt es hier zum Ausdrucken und Anhören. Über jeder Note steht ihr Buchstabe, so findest du die passende Taste sofort. Das Lied steht hier in A-Dur.

Gitarre

Ich armes welsches Teufli: Gitarren-Noten mit Tabs

Auf der Gitarre brauchst du für dieses Lied fast alle Saiten und die ersten fünf Bünde. Die Tab unter den Noten zeigt Saite und Bund, die Buchstaben darüber den Ton. Das Lied steht in A-Dur wie oben und beginnt mit E A A E E Fis.

MerkenNotenblatt „Ich armes welsches Teufli“ für Gitarre: Melodie mit Buchstaben über den Noten, darunter der Liedtext und die Gitarren-Tabulatur mit Bundzahlen.

„Ich armes welsches Teufli“ für Gitarre: Melodie mit Buchstaben, Liedtext und Tab

Geige

Ich armes welsches Teufli: Geigen-Noten mit Buchstaben und Fingersatz

Auf der Geige wechselt hier beim Saitenwechsel die Handstellung – der 2. Finger liegt mal hoch, mal tief. Ein guter zweiter Schritt. Über jeder Note stehen Buchstabe und Fingerziffer in der Farbe der Saite, gespielt auf der D-, A- und E-Saite. Hier steht das Lied in D-Dur, damit es auf der Geige bequem liegt. Das Griffbrett unter den Noten zeigt, wo du die Töne greifst. Es beginnt mit A D D A A H.

MerkenNotenblatt „Ich armes welsches Teufli“ für Geige: Melodie mit Buchstaben und Fingerziffern in Saitenfarben über den Noten, darunter der Liedtext, unten das Griffbrett der ersten Lage mit den gegriffenen Tönen.

„Ich armes welsches Teufli“ für Geige: Melodie mit Buchstaben, Fingersatz und Griffbrett

Du willst alle Töne der ersten und zweiten Lage auf dem Griffbrett sehen? Die Übersicht zeigt sie mit Notennamen und Fingersätzen:

Geigen-Griffbrett-Übersicht – Noten, Fingersätze und Lagen Alle Töne der ersten und zweiten Lage auf dem Griffbrett, 3 Blätter als PDF Auf Etsy ansehen

Ukulele

Ich armes welsches Teufli: Ukulele-Noten mit Tabs

Die Ukulele kommt hier mit drei Saiten aus, C, E und A, die G-Saite bleibt frei. Die Tab liest sich wie bei der Gitarre: Zahl gleich Bund, Linie gleich Saite. Die Melodie geht bis zum 12. Bund hinauf, das braucht etwas Übung. Hier steht das Lied in C-Dur und beginnt mit G C C G G A.

MerkenNotenblatt „Ich armes welsches Teufli“ für Ukulele: Melodie mit Buchstaben über den Noten, darunter der Liedtext und die Ukulele-Tabulatur mit Bundzahlen.

„Ich armes welsches Teufli“ für Ukulele: Melodie mit Buchstaben, Liedtext und Tab

Noten-Hefte für dein Instrument

Passende Sammlungen zum Ausdrucken:

Lieder aus der Sammlung „15 deutsche Kanons“

Über das Lied

Ein leises Lachen hallt durch die alten Gassen, als die Melodie eines längst vergessenen Spottliedes durch die Luft weht. „Ich armes welsches Teufli“ singt das Herz einer vergangenen Zeit, die mit einem Augenzwinkern auf das mühsame Soldatenleben schaut. Die Worte tanzen im Kanon, ein lustiges Spiel der Stimmen, das dich einlädt, mitzusingen und die Schwere des Alltags für einen Moment zu vergessen.

Erinnerst du dich an jene Abende, an denen die Welt im Schein der untergehenden Sonne stillstand? Wenn die Freunde um ein knisterndes Feuer saßen und Lieder wie dieses die Luft erfüllten? Die Melodie zieht dich in eine Zeit, in der Selbstironie die beste Waffe gegen die Mühen des Lebens war, und der Dialekt wie eine warme Decke der Heimat klang. Es sind die kleinen Dinge, wie das verlustige Pfeifli, die das Lied besonders machen – ein charmantes Detail, das dir ein Lächeln ins Gesicht zaubert und die Seele leicht macht.

Historischer Hintergrund

„Ich armes welsches Teufli“ ist ein faszinierendes Beispiel für die reiche Tradition der Volksweisen, die sich über Jahrhunderte hinweg in der deutschsprachigen Kultur entwickelt haben. Ursprünglich als Spottlied verfasst, diente es dazu, humorvoll und manchmal bissig soziale oder regionale Eigenheiten zu kommentieren. Die Melodie und der Text dieses Kanons sind anonym überliefert, was typisch für Volkslieder ist, deren Ursprünge oft im Dunkeln liegen.

Besonders bemerkenswert ist die Verbreitung dieses Liedes, das sich in verschiedenen Regionen und über Generationen hinweg in leicht abgewandelten Formen erhalten hat. Diese Varianten spiegeln die lokale Anpassung und den kreativen Umgang der Menschen mit dem Liedgut wider. Die flexible Struktur eines Kanons ermöglicht es, dass das Lied in geselliger Runde gesungen und dabei immer wieder neu interpretiert werden kann.

In der Geschichte des Liedes zeigt sich die Dynamik der mündlichen Überlieferung, die Volkslieder lebendig hält. „Ich armes welsches Teufli“ bleibt ein lebendiges Zeugnis dafür, wie Musik kulturelle Identität stiftet und zugleich über sprachliche und regionale Grenzen hinweg verbindet.

Textinterpretation

In der Melodie von „Ich armes welsches Teufli“ klingt ein Hauch ironischer Resignation mit. Der Erzähler, erschöpft vom endlosen Marschieren, verliert im Kanon der Stimmen sein Pfeifli – ein Symbol für die kleinen Freuden, die im Alltag allzu leicht verloren gehen. Dieser alte Spottgesang, im Dialekt gehalten, lädt uns ein, über die Mühsal des Lebens zu schmunzeln. Trotz der Müdigkeit bleibt ein subtiles Augenzwinkern, das uns zeigt, wie wir den Widrigkeiten des Lebens mit Humor begegnen können.

Auch heute noch können wir uns in diesem Teufelchen wiederfinden. Der tägliche Trott, der Verlust der kleinen Freuden – all das kennen wir nur zu gut. Aber das Lied erinnert uns daran, dass Selbstironie eine mächtige Waffe ist. Während wir uns im Strom des Alltags bewegen, lädt es uns ein, innezuhalten und über uns selbst zu lachen. Der Kanon, in seiner vielstimmigen Harmonie, spiegelt unser Miteinander wider – ein kollektives Einander-hinweghelfen über die kleinen und großen Ermüdungen des Lebens.

Im müden Marsch des Lebens offenbart sich das Verlorene—eine Suche nach dem, was uns verbindet. Das Finden im Verlust lehrt uns, dass auch die kleinsten Dinge von großer Bedeutung sein können.

Hörbeispiele

  • hundefängermusik
  • John Chivers
  • Laurenzichor Bamberg
Weitere Hörbeispiele (2)
  • Coretta Kurth
  • Carnet DeBal

Quellen

Quellen anzeigen (5)

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